Abo
  • Services:

Whistleblower Binney: NSA bezahlt ausländische Firmen für Datenherausgabe

NSA oder CIA zahlen für den Zugriff auf Kunden- und Gesprächsdaten im Ausland, sagt der frühere hochrangige NSA-Mitarbeiter William Binney. Dies habe nichts mit Bekämpfung des Terrorismus zu tun.

Artikel veröffentlicht am ,
William Binney auf dem 29C3 im Dezember 2012
William Binney auf dem 29C3 im Dezember 2012 (Bild: FEM 29C3)

Die NSA oder die CIA bezahlt ausländische Unternehmen für den Zugriff auf Kunden- und Gesprächsdaten. Das sagte der Whistleblower William Binney im Interview mit den VDI Nachrichten. Der studierte Mathematiker arbeitete bis 2001 für die NSA und trug zuletzt den Jobtitel Technical Leader.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

"Sie zahlen dafür, wenn sie mit Unternehmen Vereinbarungen treffen". Ob auch europäische Konzerne Daten gegen Bezahlung herausgeben, dürfe er nicht offenlegen, sagte Binney. "Ich kann nicht mal von europäischen Firmen sprechen. Ich sage Ihnen aber, dass der Kauf von Informationen von Firmen rund um die Welt eine definitive Gefahr für uns alle ist."

Der Geheimdienst hat laut Binney Zugriff auf rund 80 Prozent des weltweiten Datentraffics. "Die NSA sammelt Daten von allen Bürgern dieser Welt. 80 Prozent des weltweiten Internetverkehrs laufen über Leitungen in den Vereinigten Staaten. Und die NSA hat Zugriff auf alle diese Daten. Sie speichert alles, was sie in die Finger bekommt."

In der Datenbank der NSA seien alle Daten zu Telefonaten, E-Mails und anderem gespeichert. "Erst wenn jemand sich diese Daten anschaut, dann spricht die NSA davon, die Daten gesammelt (collected) zu haben. In Wahrheit heißt das aber, sie sind ausgewählt (selected)."

Die Bekämpfung des Terrorismus sei nicht der wahre Grund für die Speicherung gewaltiger Datenmengen. "Das ist eine große Lüge. Stellar Winds, mit dem die NSA im Inland Daten über Amerikaner sammelt, ist getrennt von den Programmen, mit denen Terroristen im Ausland oder auch in den USA gejagt werden", erklärte Binney. Jeder wolle, dass Terroristen verfolgt und ausgespäht werden. "Aber das heißt doch nicht, dass man gleich die anderen 300 Millionen US-Bürger mit ausspähen muss. Das ist auch nicht nötig. Mit dem Anti-Terroristen-Programm allein könnte man sie alle schnappen", sagte er.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

xerox 13. Sep 2013

Bis die NSA an deinem Unternehmen interessiert wäre, hättest du schon mit der Firma genug...

Sander Cohen 12. Sep 2013

Das ist doch normales vorgehen! Macht jedes andere Land genauso, das solche Möglichkeiten...

Charles Marlow 12. Sep 2013

Sehr "modern".


Folgen Sie uns
       


Der Güterzug der Zukunft - Bericht

Auf der Innotrans 2018 haben Verkehrsforscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ein Konzept für den Güterzug der Zukunft vorgestellt.

Der Güterzug der Zukunft - Bericht Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

    •  /