• IT-Karriere:
  • Services:

NSA-Affäre: Zensur der US-Geheimdienste zensiert unvollständig

Aus einem öffentlichen Dokument eines US-Gerichts geht hervor, was schon lange vermutet wurde: Google versuchte, sich gegen die Maulkörbe der Geheimdienste im Juni 2013 zu wehren. Ohne Erfolg zwar, aber da der Name der Firma nun bekannt ist, spielen sich weitere Geheimdienstpossen ab.

Artikel veröffentlicht am ,
An dieser Stelle war das Gerichtsdokument nicht zensiert.
An dieser Stelle war das Gerichtsdokument nicht zensiert. (Bild: Screenshot / Hervorhebung: Golem.de)

In einem Gerichtsdokument eines New Yorker Bundesbezirksgerichts ist der Name des klagenden Unternehmens an einer Stelle nicht geschwärzt. Er lautet Google. Das hat das Wall Street Journal als eines der ersten Medien entdeckt. In dem Verfahren ging es nicht um konkrete Forderungen von Geheimdiensten wie der NSA an Google, sondern nur um die Tatsache, dass Google nicht einmal öffentlich bestätigen darf, dass es sich juristisch gegen solche Forderungen wehrt.

Stellenmarkt
  1. Bock 1 GmbH & Co. KG, Postbauer-Heng bei Neumarkt in der Oberpfalz
  2. Lebensversicherung von 1871 a. G. München, München

Das hatte auch das Gericht dem Unternehmen verwehrt, weshalb das Wall Street Journal auch keine weiteren Auskünfte erhielt. Der früher schon für Google tätige Anwalt, der in der Feststellung des Gerichts genannt wird, wollte der Zeitung nicht bestätigen, dass er für Google auch in dieser Sache tätig war - ebenso wie Google selbst.

  • An einer Stelle fehlt die sonst umfangreiche Schwärzung.(Screenshot/Hervorhebung: Golem.de)
An einer Stelle fehlt die sonst umfangreiche Schwärzung.(Screenshot/Hervorhebung: Golem.de)

Wie aus den Unterlagen von Edward Snowden am 6. Juni 2013 hervorging, ist Google neben anderen Unternehmen Teil des Programms Prism des US-Geheimdienstes NSA. Prism sieht unter anderem eine direkte Datenabschöpfung bei Onlineunternehmen vor. Dazu erhalten diese richterliche Anordnungen, genannt "National Security Letters" (NSL). Dagegen wehrte sich, wie ebenfalls durch Snowden bekannt wurde, auch Yahoo.

Den Unternehmen ist daran gelegen, zumindest den rechtlichen Zwang offenzulegen, um bei ihren Nutzern Vertrauen zu schaffen - aber auch das sehen die US-Behörden als Bedrohung der nationalen Sicherheit an, wie aus dem Gerichtsdokument hervorgeht. Wie dringend das Problem für Google ist, zeigt allein schon die zeitliche Abfolge: Die Anordnung zur Geheimhaltung von Googles Namen erfolgte am 7. Juni 2013, nur einen Tag nach den ersten Enthüllungen. Offenbar hatte Google also unmittelbar nach den ersten Veröffentlichungen, oder kurz davor, um eine Aufhebung der Geheimhaltung gebeten.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    9.-11. Juni 2021, Online
Weitere IT-Trainings

Dass sich von den NSL betroffene Unternehmen vor allem in ihrer Darstellung in der Öffentlichkeit nicht wehren können, zeigt auch der Fall des geschlossenen E-Mail-Dienstes Lavabit. Dessen Gründer, Ledar Levinson, hat mehrfach darauf hingewiesen, dass ihm durch US-Gesetze verboten sei zu sagen, welche Forderungen von US-Behörden ihn zum Abschalten seines Angebots getrieben haben.

Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:

Chronologie der Enthüllungen

Glossar zur NSA-Affäre

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,99€
  2. 13,49€
  3. für PC, PS4/PS5, Xbox und Switch

Avarion 28. Aug 2013

Im Moment wäre ich mir da garnicht so sicher. Immerhin würden sie damit versuchen dem...

!amused 28. Aug 2013

Ich halte von Fachleuten inzwischen nicht mehr besonders viel, vor allem, wenn sie...

nicoledos 28. Aug 2013

in welches Ausland? So gegensätzlich die Staaten sind, bei ihren Diensten und den...

jkow 28. Aug 2013

Ja, das ist leider ein Problem. Ich glaube aber weniger an Stammwähler sondern vielmehr...

Kasabian 28. Aug 2013

die bürgerlichen Rechte zu unterlaufen? Das wäre nicht demokratisch, sondern entspräche...


Folgen Sie uns
       


Cowboy 4 ausprobiert

Die urbanen Pedelecs von Cowboy liegen gut auf der Straße und sind dank neuem Motor antrittstärker.

Cowboy 4 ausprobiert Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /