Eine schwere Sicherheitslücke mit dem Namen GHOST ist in der Namensauflösung der Glibc-Bibliothek entdeckt worden. Das Problem wurde bereits vor zwei Jahren behoben, aber offenbar nicht als Sicherheitsproblem erkannt. Viele Linux-Distributionen sind daher betroffen.
Chinas Zensurbehörden haben offenbar neue Methoden zur Blockierung von VPNs umgesetzt. Mehrere Anbieter berichten von Problemen mit Zugriffen ihrer chinesischen Kunden.
Orwell wird Realität, und viele merken es gar nicht: Zu diesem Schluss kommt eine Studie zur Privatsphäre im Netz. Abhilfe können laut den Experten unter anderem Open-Source-Projekte schaffen.
Google erhielt 2012 Durchsuchungsbeschlüsse vom FBI für Wikileaks-Aktivisten. Sie zeigen, wie umfassend sich die US-Justizbehörden informieren wollten - bis hin zu Bewegungsprofilen der Betroffenen.
Google hat sich erstmals öffentlich zu den elf Sicherheitslücken in der Android-Komponente Webview geäußert. Das Unternehmen spielt das Problem herunter und empfiehlt den Einsatz alternativer Browser - das hilft aber nur begrenzt.
In Firmware versteckte Malware ist ein Problem, Zertifizierungen dürften aber kaum dagegen helfen. Wer vertrauenswürdige Firmware möchte, muss offene Quellen, transparente Audits und reproduzierbare Buildprozesse fordern.
Die neuen Datenschutzregeln von Facebook stoßen laut Tagesspiegel auch im Bundesjustizministerium auf Kritik. Der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber kritisiert die automatische Zustimmung zu den AGB.
Das Innenministerium will mit Staatstrojanern im Rahmen der Quellen-TKÜ Verschlüsselung umgehen. Ob und wie Backdoors in verschlüsselten Produkten eingesetzt werden sollen, ist noch unklar.
Update Innerhalb einer Woche hat Google Details zu zwei weiteren Sicherheitslücken in OS X veröffentlicht. Bevor Apple Patches veröffentlicht hat, ist Googles 90-Tage-Schonfrist abgelaufen. Zudem sind Windows-Systeme derzeit über ein Sicherheitsloch in Adobes Flash-Player angreifbar.
Während die Politiker von Entschlüsselungsgesetzen reden, stellen die guten Hacker vom Chaos Computer Club die Debatte vom Kopf auf die Füße. Sie fordern ein strenges Verbot unverschlüsselter Kommunikation für Firmen mit ihren Kunden.
Ein Gericht in Hamburg meint, dass ein voreingestellter individueller Authentifizierungsschlüssel eines Routers genauso sicher ist wie ein selbst gemachtes Passwort. Daher greife die Störerhaftung nicht.
Für seinen recht speziellen Anwendungsfall hat das Backup-Unternehmen Backblaze neue Daten zur Zuverlässigkeit von Festplatten vorgelegt. Dabei kommen keine Enterprise-Laufwerke zum Einsatz, sondern herkömmliche Consumer-Festplatten. Einige fallen besonders schnell aus.
Tippe, und ich sage dir, wer du bist: Forscher in den USA und China haben eine Tastatur entwickelt, die ihren Besitzer am Tippen erkennt. Das könnte eine Ergänzung zu herkömmlichen Passwörtern sein. Die Tastatur gewinnt per Energy Harvesting elektrische Energie aus den Tippbewegungen.
AGB-Widerspruch oder Kidnapping im Einkaufszentrum: Eine neue Facebook-Funktion ermöglicht es Nutzern, erfundene Nachrichten zu melden. Ganz verschwinden werden die Hoaxe aber nicht.
Die Bundesregierung will Deutschland zum "Verschlüsselungs-Standort Nr. 1 auf der Welt" machen. Weil nun gleichzeitig Hintertüren für die Programme gefordert werden, kritisieren die Grünen und die IT-Wirtschaft die Koalition scharf.
Der Marktplatz Hackerslist vermittelt Hacker gegen Bezahlung. Nur zu legalen Zwecken, heißt es. Ob das stimmt? Das Phänomen zeigt: Hacking ist längst eine Dienstleistung.
Nach Microsoft ist jetzt Apple dran: Google hat nach Ablauf einer Schutzfrist von 90 Tagen eine Sicherheitslücke in OS X öffentlich gemacht. Wann es von Apple einen Patch geben wird, ist nicht bekannt.
Kehren die Crypto Wars der Neunzigerjahre zurück? Weltweit fordern Regierungen das Verbot von Verschlüsselungsprogrammen oder die Herausgabe von Schlüsseln, um den Terrorismus zu bekämpfen.
Trauen Sie noch ihrer Hardware? Weil Sie brav Updates installieren, nur Originalsoftware sowie Virenscanner verwenden und auch sonst vorsichtig sind? Das hilft alles nicht mehr, denn in Firmware vergrabene Malware ist nach neuen NSA-Dokumenten kein Gerücht mehr. Die Hardwarehersteller haben das jahrzehntelang verschlafen.
EU-Digitalkommissar Oettinger laviert weiter in Sachen Leistungsschutzrecht. Zudem soll das laufende Wettbewerbsverfahren gegen Google bis zum Sommer entschieden werden.
Speziell präparierte Videodateien können zur Codeausführung unter anderem in VLC genutzt werden. Dessen Entwickler verhalten sich aber zurückhaltend, zudem werfen die Berichte einige Fragen auf.
Einige US-Strafverfolgungseinheiten haben Radargeräte, mit denen sie durch Mauern hindurch feststellen können, ob sich Menschen in einem Gebäude aufhalten. Sie werden meist im Geheimen eingesetzt. Bürgerrechtler und Richter kritisieren den Eingriff in die Privatsphäre.
Weil die Antivirenhersteller keine Muster von Regierungs-Malware haben, die PC-Komponenten auf Firmware-Ebene infiziert, können sie diese kaum entdecken. Mikko Hypponen von F-Secure sieht vor allem die Hardwarehersteller in der Pflicht.
Zwei Forscherteams kündigen unabhängig voneinander an, bald neue Angriffe gegen den RC4-Verschlüsselungsalgorithmus vorzustellen. Knapp ein Prozent der Webserver setzt immer noch ausschließlich auf RC4.
Aus einem Polizeikessel in Leipzig kam nur heraus, wer sein Smartphone beschlagnahmen ließ. Laut einem Anwalt spricht vieles für die Unverhältnismäßigkeit und Rechtswidrigkeit der Maßnahme, bei der Bilder und Videos gesucht wurden.
Beim Angriff auf kritische Infrastruktur für die digitale Kriegsführung setzt der US-Geheimdienst NSA auch auf Manipulation von Hardware auf technisch niedrigster Ebene. Die Agenten arbeiten seit Jahren an Software, die Festplatten, SSDs und Mainboards direkt infizieren kann.
Nach einer Demonstration in Leipzig kesselte die Polizei rund 150 Menschen ein und nahm ihnen ihre Handys und Smartphones ab. Sie wollen Video- und Fotoaufnahmen finden.
Eine ungehinderte Überwachung sozialer Medien sei weiterhin im Kampf gegen Terrorismus nötig, sagte US-Präsident Barack Obama und pflichtet damit dem britischen Premier David Cameron bei. Dieser fordert legale Hintertüren bei verschlüsselter Kommunikation.
Für jede Sitzung auf einem Gerät erzeugt Peerio einen neuen Schlüssel. Damit sollen Chats und Dateiübertragungen besonders sicher sein. Das Gratisprogramm steht nun als Beta für Windows, Mac OS und den Chrome-Browser zur Verfügung und ist für Code-Reviews vorgesehen.
Der Exdatenschutzbeauftragte Peter Schaar fordert rechtliche Grundlagen und Kontrollen für alle Geheimdienstaktivitäten. Verschiedene Theorien und Definitionen des BND lehnte er in einer Vernehmung durch den NSA-Ausschuss ab.
Google hat das dritte Mal innerhalb von drei Wochen Details zu einer nicht geschlossenen Windows-Sicherheitslücke bekanntgegeben. Beim zweiten Mal hatte Microsoft mit einem langen Blogposting dagegengehalten und wird auch dieses Mal nicht begeistert sein.
Die Telekom windet sich vor dem NSA-Ausschuss bei konkreten Fragen zur Zusammenarbeit mit dem BND für die Operation Eikonal. Offenbar gab es eine generelle Anordnung, die Wünsche zum Abhören von Transitleitungen zu erfüllen.
Immer wieder tauchen Daten wie private Schlüssel oder Passwörter in Github-Repositories auf. Mit Hilfe von Gitrob sollen diese gefunden werden können, um sich besser zu schützen. Das öffnet aber auch die Möglichkeiten für einen interessanten Angriff.
Mit seinem Perma-Cookie sorgt der US-Vermarkter Turn für Ärger: Selbst wenn der Nutzer es löscht, wird es sofort wiederhergestellt - mit Hilfe von Verizons Unique Identifier Headers. Das von Turn selbst angebotene Opt-Out funktioniert nicht.
Für alle aktuellen Router von Asus, gleich ob mit oder ohne DSL-Modem, gibt es neue Firmware. Besitzer der Geräte sollten sie installieren, denn die Geräte lassen sich aus dem lokalen Netz sonst mit allen Rechten übernehmen.
Eigene Rezepte auf den Chip des Thermomix kopieren: Das ist wohl eigentlich aus Lizenzgründen verboten. Davon wollen sich Kochfreunde aus dem Forum Mikrocontroller.net nicht abhalten lassen - der Hack des Systems ist in vollem Gange.
RWC2015 Akamai verarbeitet eine Billiarde an Verbindungen pro Jahr. Brian Sniffen gibt Einblicke, was das bedeutet - und welche Schwierigkeiten darin bestehen, alte SSL-Implementierungen auszusperren.
Der BSI-Chef will Zwangstrennungen vom Internet von Rechnern, auf denen Trojaner und andere Malware laufen. Er räumt zugleich ein, dass mit konventionellen Sicherheitsmaßnahmen nur 80 Prozent aller Angriffe unterbunden werden könnten.
Update Blackhat ist ein düsterer Film über die Bedrohung durch Cyberkriminelle, der am 5. Februar in Deutschland anläuft. Er ist spannend, wenn man die teils unglaubwürdige Geschichte akzeptiert.
US-Präsident Barack Obama hat weitreichende Vorschläge für neue Gesetze zum Schutz der Onlinewelt gemacht. Der Verkauf von Kreditkartendaten soll künftig ebenso strafbar sein wie der von Botnetzen. Angegriffene Unternehmen - wie Sony - sollen mit US-Behörden besser zusammenarbeiten.
Der Aviator-Browser von White Hat Security enthalte Sicherheitslücken, schreibt ein Google-Entwickler. Es würden Fehler von Chromium übernommen. Das betroffene Unternehmen kritisiert dieses Vorgehen.
Wegen Bedenken zu Datensicherheit und Datenschutz wird die Cloud in Deutschland oft nicht genutzt. Bei den 16- bis 24-Jährigen verwenden 33 Prozent Cloud-Speicher. Im europäischen Vergleich liegt die Altersgruppe damit auf Platz 20.
Nicht nur die US-Geheimdienste nutzen ausgiebig die von der NSA gesammelten Daten. Trotz einer erfolgreichen Klage hält die US-Regierung aber viele Details dazu weiter geheim.
Die Mehrzahl der derzeit verwendeten Android-Geräte hat Sicherheitslücken - und wird sie behalten. Eine Android-Komponente in älteren Versionen erhält keine Patches mehr von Google.
Premierminister David Cameron will nach den Terroranschlägen in Paris eine Gesetzesverschärfung, die vertrauliche Kommunikation verbietet. Alles, was die Geheimdienste nicht komplett mitlesen und zuordnen können, dürfe nicht erlaubt sein. Das würde auch Whatsapp betreffen.
Private Fotos sind wieder privat: Instagram hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die öffentlich geteilte Fotos seiner Nutzer für alle sichtbar blieben, auch wenn die Privatsphäre-Einstellungen später geändert wurden.