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Myris-Scanner: Auge ersetzt Passwort

CES 2014
Myris heißt der handtellergroße Iris-Scanner von Eyelock, der beide Augen des Anwenders filmt und prüft, ob es sich dabei um den rechtmäßigen Nutzer handelt. Der Scanvorgang soll nur Sekundenbruchteile dauern.
/ Andreas Donath
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Myris-Scanner (Bild: Eyelock)
Myris-Scanner Bild: Eyelock

Fingerabdruckscanner sind recht leicht auszutricksen und auch die Gesichtserkennung hat ihre Tücken, wenn es darum geht, möglichst fehlerfrei die berechtigte Person zu erkennen und nicht etwa einem Angreifer den Zugriff zu ermöglichen. Eyelock behauptet, dass durch den Musterabgleich beider Augen dieses Problem praktisch eliminiert wird: Die Falschakzeptanzrate liege bei 1 zu 2,25 Billionen. Zum Vergleich: Bei Fingerabdruckscans soll sie bei rund 1:10.000 bis 1:50.000 liegen.

Eyelock ersetzt Passwörter durch Augen
Eyelock ersetzt Passwörter durch Augen (01:39)

Der Myris(öffnet im neuen Fenster) wird über USB angeschlossen und ist mit einem kleinen Spiegel in der Mitte ausgerüstet, der dem Benutzer als Fokussierhilfe dient, während im Inneren eine Kamera die Augen filmt. Myris wird ungefähr 30 cm vor das Gesicht gehalten, während der Erkennungsvorgang läuft.

Der Scanner ermöglicht es, bis zu fünf Leute zu registrieren, und legt ein digitales Profil von ihren Augen im Gerät ab. Der Einmessvorgang dauert ungefähr eine halbe Minute, während das spätere Einloggen nur wenige Sekundenbruchteile benötigen soll. Eine LED signalisiert die erfolgreiche Identifikation.

Zu Myris gehört die Eyelock-Software für Windows und Mac OS X, die als Passwortmanager arbeitet und die Zugangskennungen des Anwenders speichert. Beim Besuch einer passwortgeschützten Website schaut der Anwender zum Beispiel nur kurz auf den Scanner und erhält dann Zugang.

Einen Täuschungsversuch mit einem Video würde die Lebenderkennung des Myris erkennen, so der Hersteller. Einen ganz anderen Schutz hat die Natur selbst vorgesehen: Schon wenige Minuten nach dem Ableben einer Person zerfallen ihre Irisstrukturen(öffnet im neuen Fenster).

Myris soll noch in der ersten Jahreshälfte 2014 für rund 200 bis 300 US-Dollar auf den Markt kommen, berichtet die Website Businessinsider(öffnet im neuen Fenster).


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