Abo
  • Services:
Anzeige
BND-Abhöranlage in Bad Aibling
BND-Abhöranlage in Bad Aibling (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Überwachung BND fischt deutlich weniger Kommunikation ab

Der Bundesnachrichtendienst hat seine Filtermethoden offenbar verbessert. Im Jahr 2012 sind viel weniger verdächtige Kommunikationsinhalte als in den Vorjahren in den Netzen hängengeblieben.

Anzeige

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat 2012 deutlich weniger verdächtige E-Mails und andere Nachrichten aus Telekommunikationsnetzen gefiltert als im Jahr zuvor. Dies geht aus einer Unterrichtung des Bundestags durch das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) hervor, die vom Bundestag veröffentlicht wurde. Als Grund gibt der BND an, dass "angewandte automatische Selektionsverfahren weiter optimiert" worden seien. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Umfang der überwachten Kommunikation vermutlich nicht reduziert wurde.

Der BND darf laut Artikel-10-Gesetz bis zu 20 Prozent des internationalen Fernmeldeverkehrs nach Stichworten durchsuchen. Statistiken zur Zahl der abgefragten Stichwörter und herausgefilterten E-Mails teilt der BND regelmäßig dem PKGr mit. Demnach wurden 2012 rund 1.800 "Telekommunikationsverkehre" erfasst, die bei der Suche nach mehr als 1.000 formalen und inhaltlichen Stichwörtern mit terroristischem Hintergrund aufgefallen waren. Darunter waren 818 Verkehrsdatensätze, 595 E-Mails, 290 Faxe und 36 SMS. Im Jahr zuvor waren fast 328.000 E-Mails erfasst worden. Nicht ganz so stark fiel der Rückgang im Bereich "Proliferation und konventionelle Rüstung" aus. Dabei wurden rund 850.000 Kommunikationen erfasst, verglichen mit mehr als 2,5 Millionen im Jahr 2011. Die Zahl der als geheimdienstlich relevant eingestuften Kommunikationen blieb im Bereich Terrorismus im Jahr 2012 mit 137 nahezu konstant (2011: 136). Bei den Waffengeschäften waren es mit 107 fast doppelt so viele wie im Vorjahr (2011: 56).

Auch deutsche Netzprovider betroffen

Unklar ist weiterhin, welche Teile der internationalen Telekommunikation der BND filtern lässt und wie er sicherstellt, dass davon keine deutschen Staatsbürger betroffen sind. Im vergangenen Oktober war bekanntgeworden, dass sich der BND vom Bundesinnenministerium das Anzapfen von Kommunikationsleitungen deutscher Internetprovider genehmigen lässt. Demnach führte der BND 25 Internet Service Provider auf, von deren Leitungen er am Datenknotenpunkt DE-CIX in Frankfurt einige anzapft. Betroffen davon waren auch die deutschen Internetprovider 1&1, Freenet, Strato AG, QSC, Lambdanet und Plusserver.

Die Bundesregierung wollte in einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion jüngst keine Antwort auf die Frage geben, ob es sich bei dem Datenverkehr der Provider überwiegend um innerdeutsche Kommunikation handele. "Die Bundesregierung hat keine Kenntnisse über die Datenführung der genannten Unternehmen", hieß es lapidar. Offen ist auch, wie sich der Anteil von 20 Prozent an der gesamten Kommunikation berechnet. Da der Anteil der Videodateien im Internettraffic in den kommenden Jahren auf 70 Prozent steigen soll, könnte mit 20 Prozent vermutlich der gesamte E-Mail-Verkehr gefiltert werden.

Unklar bleibt ebenfalls, welchen Anteil seiner überwachten Kommunikation der BND gleich an den US-Geheimdienst NSA weiterleitet. Unterlagen von US-Whistleblower Edward Snowden zufolge sollen dies allein im Dezember 2012 fast 500 Millionen Datensätze gewesen sein. Dazu gibt der BND wie in den Vorjahren keinerlei Auskunft.


eye home zur Startseite
Argh 05. Jan 2014

Warum soll der BND auch Daten abfischen, wenn die NSA diese schon hat. Ist doch sinnlos...

Mopsmelder500 04. Jan 2014

wen wunderts.

486dx4-160 04. Jan 2014

???

Noppen 04. Jan 2014

@Golem: Naja, wer in einem Newsblog für Fischereiinteressierte eine Headline...

hw75 04. Jan 2014

Die Zahlen sind doch alle frei erfunden, erstunken und erlogen. Wieviel...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg
  2. PlusServer GmbH, Köln
  3. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  4. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 65,00€
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  3. (u. a. Spaceballs, Training Day, Der längste Tag)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. App Store

    Apple verbietet Preishinweise in App-Bezeichnungen

  2. Software-Update

    Tesla-Autopilot 2.0 bis 130 km/h aktiv

  3. Terminverwaltung

    Googles Kalender-App fürs iPad erweitert

  4. Arbeitsplätze

    Audi-Belegschaft verlangt E-Autoproduktion in Deutschland

  5. Cloud Native Con

    Kubernetes 1.6 versteckt Container-Dienste

  6. Blizzard

    Heroes of the Storm 2.0 bekommt Besuch aus Diablo

  7. APT29

    Staatshacker nutzen Tors Domain-Fronting

  8. Stellenanzeige

    Netflix führt ausgefeilten Kampf gegen illegale Kopien

  9. Xbox One

    Neue Firmware mit Beam und Erfolgsmonitoring

  10. Samsung

    Neue Gear 360 kann in 4K filmen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android O im Test: Oreo, Ovomaltine, Orange
Android O im Test
Oreo, Ovomaltine, Orange
  1. Android O Alte Crypto raus und neuer Datenschutz rein
  2. Developer Preview Google veröffentlicht erste Vorschau von Android O
  3. Android O Google will Android intelligenter machen

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. iPhone Apple soll A11-Chip in 10-nm-Verfahren produzieren
  2. WatchOS 3.2 und TVOS 10.2 Apple Watch mit Kinomodus und Apple TV mit fixem Scrollen
  3. Patentantrag Apple will iPhone ins Macbook stecken

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  1. Exynos CPU für D

    niemandhier | 08:44

  2. Re: Klinke

    triplekiller | 08:43

  3. Re: Elektro SUV = Schwachsinn

    rocketfoxx | 08:42

  4. Re: 64 gb rom?

    triplekiller | 08:41

  5. Sinn?

    deefens | 08:38


  1. 08:27

  2. 07:40

  3. 07:27

  4. 07:13

  5. 18:40

  6. 18:19

  7. 18:01

  8. 17:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel