Abo
  • Services:

Novena: Open-Source-Laptop für Hacker

Der ehemalige Chumby-Mitbegründer Andrew "Bunnie" Huang hat eineinhalb Jahre lang an einem offenen Laptop gebastelt. Jetzt sei er einsatzbereit, sagt Huang. Novena ist in erster Linie für das Hacking von Hardware gedacht.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Prototyp des Novena, einem Laptop für Hacker
Der Prototyp des Novena, einem Laptop für Hacker (Bild: Andrew Huang)

"Wenn du sie nicht hacken kannst, gehört sie nicht dir," schreibt Huang in seinem Blogeintrag und meint damit die Hardware, auf der er arbeiten will. Seit er als Mitbegründer von Chumby Open-Source-Hardware entwickelt, wollte er einen Laptop basteln, der speziell an seine Bedürfnisse als Hardwarehacker und Sicherheitsforscher angepasst ist. Nach eineinhalb Jahren präsentiert Huang nun einen fertigen Prototyp des Novena. Die Produktion will Huang bald über Crowdfunding finanzieren.

  • Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
  • Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
  • Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
  • Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
  • Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
Der Open-Source-Laptop Novena (Bild: Andrew Huang)
Stellenmarkt
  1. 10X Innovation GmbH & Co. KG, Berlin
  2. Lidl Digital, Berlin

Fast alle Komponenten seien vollständig dokumentiert und die Unterlagen ohne Einschränkungen öffentlich zugänglich, schreibt Huang. Auf der Platine, deren Layout er bereits Ende Dezember 2012 freigegeben hatte, ist beispielsweise der Cortex-A9-Quad-Core-Prozessor iMX6 von Freescale mit 1,2 GHz verbaut, dessen etwa 6.000-seitige Dokumentation vollständig veröffentlicht wurde. Lediglich bei der GPU, einer Vivante GC2000, ist ein Binärblob für hardwarebeschleunigtes 3D nötig. Auf diese Treiberkomponente hat Huang aber verzichtet, das Decodieren von Videos schafft sein Laptop allein über Softwaredecoder. Mit dem Laptop haben Huang und der Hacker xobs auf dem 30C3 in Hamburg ihre Arbeit über unsichere SD-Karten präsentiert. Sämtliche Komponenten seien über Distributoren für mindestens die nächsten fünf Jahre erhältlich.

Flexible Akkulaufzeit durch Displaywahl

Für eine längere Akkulaufzeit verwendet Huang ein energiesparendes LCD Pixel Qi. Da solche Displays aber nicht überall problemlos erhältlich sind, hat Haung das Mainboard so konzipiert, dass es auch mit preiswerteren LCDs funktioniert. Damit sollen Nutzer auch mehr Flexibilität bei der Wahl des Akkus erhalten. Huang plant eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und sein Laptop soll die siebentägige Fahrt über ganz ohne eine Stromquelle auskommen können.

Für das Hacking hat Huang ein FPGA (Field Programmable Gate Array) mit Spartan-6 CSG324 von Xilinx in das Mainboard integriert. Der lasse sich auch für das Bitcoin-Mining einsetzen, schreibt Huang. Neben dem Gigabit-Netzwerkadapter gibt es einen zweiten 100-MBit-Adatpter, über den sich beispielsweise Paketfilter nutzen lassen. In einem integrierten EEPROM lassen sich Crashlogs speichern und über den Over-the-Gate-USB-Anschluss lassen sich externe Geräte fuzzen oder spoofen. Damit der Laptop sämtliche Treiber und Firmware aus dem jeweiligen Quellcode kompilieren kann, seien nicht nur entsprechend kräftige Komponenten nötig, sondern auch eine SATA-Schnittstelle, an die eine SSD angeschlossen werden kann.

Huangs Novena hat ein Gehäuse aus Aluminium und ein LED-Backlit-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.700 Pixeln. Das Gehäuse ist teilweise offen und lässt sich über nur zwei Schrauben öffnen, um das Auswechseln oder Hinzufügen von Komponenten zu erleichtern. Die Außenhülle ist aus Leder, Huang mag den Geruch. Die Crowdfunding-Kampagne will Huang nach dem chinesischen Neujahr Ende Februar oder Anfang März 2014 starten. Einen Preis nennt er noch nicht.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

Wiggy 15. Jan 2014

Meines Wissens gibt es keinen FPGA-Hersteller, der Tools anbietet, die auf ARM laufen...

LittleFox 14. Jan 2014

Wenn das USB-OTG sein soll ist das aber mal richtig mies aus der Abkürzung übersetzt, das...

Fuchs 13. Jan 2014

Krass, was du so alles über Hacker weisst :-)

gbe 12. Jan 2014

Auf dem 30c3 haben Bunny und xobs ca 400 Dollar für die Basisplatine mit...


Folgen Sie uns
       


PC Building Simulator - Test

Der PC Building Simulator stellt sich im Test als langweiliges Spiel, aber gutes Product Placement heraus - inklusive falscher Informationen und Grafikfehlern.

PC Building Simulator - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SteamVR Tracking 2.0 36 m² Spielfläche kosten 1.400 Euro
  2. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  3. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort

    •  /