Unter dem Motto "#StopWatchingUs" sind in deutschen Städten am 27. Juli 2013 Tausende Bürger auf die Straße gegangen, um gegen die flächendeckende Überwachung durch Programme wie Prism zu demonstrieren. Die Demonstranten dankten Edward Snowden in Sprechchören und zeigten sich von deutschen Politikern tief enttäuscht.
Der berühmte Hacker Barnaby Jack lebt nicht mehr. Der durch seine Hacks von Geldautomaten, Insulinpumpen und Herzschrittmachern bekannte Jack plante eine weitere große Enthüllung. Seine Todesursache ist unbekannt.
Seit mehr als einer Woche sind nur wenige Teile der Entwicklerwebseiten von Apple überhaupt verfügbar. Doch langsam beendet Apple die Umbauarbeiten, die verhindern sollen, dass auf dieselbe Art noch einmal eingebrochen wird.
Australische Sicherheitsforscher zeigen einen neuen Angriffsvektor auf Verschlüsselung, die auf virtuellen Maschinen stattfindet. Durch Manipulation des Caches von Intel-Prozessoren können sie Schlüssel im Klartext auslesen. Die Abhilfe ist einfach, aber unbefriedigend.
Das BSI bestreitet, Schwachstellen in IT-Ausrüstung an die NSA weiterzuleiten. Auch beim Ausspähen des DE-CIX sei die Behörde den USA nicht behilflich.
Update Kurz nach der Veröffentlichung der neuen Android-Version haben sich erste Hersteller zu kommenden Updates geäußert. Sony nennt bereits konkrete Modelle, die Mitbewerber äußern sich weniger genau.
Laut der Erklärung der NSA, die durch BND-Geheimdienstchef Gerhard Schindler dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) übergeben wurde, existieren nicht zwei, sondern sogar drei Prism-Programme.
Eine Gruppe von US-Abgeordneten beider Parteien hat versucht, die Überwachungsaktivitäten des Geheimdienstes NSA zumindest einzuschränken. Der Antrag ist mit knapper Mehrheit abgelehnt worden.
Die NSA hat die Existenz von zwei verschiedenen Prism-Programmen zwar bestätigt, widerspricht aber den Aussagen des Whistleblowers Edward Snowden. Es handele sich nicht um ein System zur massenhaften Überwachung.
32 namhafte Autoren wenden sich wegen der NSA-Affäre in einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel. Sie wollen endlich die Wahrheit wissen und erklären: "Wir können uns nicht wehren. Es gibt keine Klagemöglichkeiten, keine Akteneinsicht."
Mehr als 100 Fragen hat die Opposition der Regierung zur Aufklärung der NSA-Affäre gestellt. Die Union verspricht zwar Antworten, vergleicht die Enthüllungen Snowdens jedoch mit den Hitler-Tagebüchern.
Nur 2 Prozent der Internetnutzer glauben noch, dass ihre Daten im Internet sehr sicher sind. Wegen der Bedrohungslage wollen 43 Prozent keine vertraulichen E-Mails mehr verschicken. 19 Prozent wollen auf Cloud-Dienste verzichten, 13 Prozent auf soziale Netzwerke.
Knapp drei Wochen lang hat die US-Armee ein unbemanntes Prallluftschiff in der Luft schweben lassen. Es ist mit Radar ausgestattet und kann ein etwa 1.100 Kilometer großes Gebiet dauerhaft überwachen.
Zu den weltweiten Stop-Watching-Us-Protesten am kommenden Samstag hat der Chaos Computer Club die Forderung nach Abschaffung der Geheimdienste aufgestellt. "Wer im Namen Deutschlands internationale Abkommen" gegen die Grundrechte zulasse, solle wegen Landesverrats verurteilt werden.
Ein Whitepaper des CSIS relativiert bisherige Studien zu den Kosten der Cyberkriminalität. Der Thinktank versucht, einen Rahmen zu erarbeiten, anhand dessen die Verluste präziser errechnet werden können.
Die Enthüllungen von Edward Snowden zur NSA und anderen Geheimdiensten bringen eine Fülle von Abkürzungen und Namen von Einrichtungen und Personen mit sich. Golem.de hat die wichtigsten Erklärungen kompakt zusammengefasst.
Am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut haben Forscher mit Fiberio ein biometrisches Multitouch-System entwickelt, das nicht nur die Finger, sondern auch deren Fingerabdrücke erkennt, wenn die Oberfläche berührt wird.
Mark Zuckerberg kann starkes Wachstum bei den Werbeeinnahmen auf Smartphones und Tablets verzeichnen. Gewinn und Umsatz Facebooks liegen über den Analystenprognosen.
Einem Medienbericht zufolge setzen Behörden in den USA vor allem kleinere Unternehmen unter Druck, damit diese Generalschlüssel für SSL-Verschlüsselung herausrücken. Die großen wie Google und Facebook sollen da aber angeblich nicht mitspielen.
Ein Vertrag zwischen der Telekom in den USA und dem FBI zeigt: Schon vor den Terroranschlägen 2001 ließ die US-Regierung in großem Ausmaß Daten sammeln.
Update Seit fast fünf Wochen hält sich US-Whistleblower Snowden im Transitbereich eines Moskauer Flughafens auf. Eine Einreiseerlaubnis nach Russland lässt trotz anderslautender Berichte weiter auf sich warten.
Die Datenschützer in Deutschland werden keinen Übertragungen von personenbezogenen Daten durch Firmen ins Ausland mehr zustimmen, bis die NSA-Affäre geklärt ist. Bestehende Übermittlungen könnten über das Safe-Harbor-Abkommen ausgesetzt werden.
Wer seine E-Mails über ein offenes WLAN verschickt, sollte das über eine verschlüsselte Verbindung per TLS tun. Dennoch legen E-Mails danach oft einen größeren Teil ihres Weges durchs Internet unverschlüsselt zurück, hat Michael Kliewe beobachtet.
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel will in Deutschland Verschlüsselung per Gesetz durchsetzen. Microsoft, Google oder Facebook hätten "sich willfährig von der NSA für deren Zwecke einspannen lassen."
Der Webhoster OVH wurde nach eigenen Angaben gehackt. Dabei könnten verschlüsselte Passwörter entwendet worden sein. Der Anbieter rät dazu, sie umgehend zu ändern. Zugang zu Kreditkarteninformationen sollen die Datendiebe aber nicht gehabt haben.
Mit der weltweiten elektronischen Jagd auf Terroristen ist die NSA zum wichtigsten Geheimdienst der USA aufgestiegen. Das zeigt auch der Ausbau seiner Standorte. Das Hauptquartier ist inzwischen größer als das Pentagon - und soll noch weiter wachsen.
Das Kultusministerium Baden-Württembergs hat "jegliche dienstlichen Zwecken dienende Kommunikation zwischen Schülern und Lehrkräften" in sozialen Netzwerken verboten. Stattdessen wird auf den konventionellen Schriftverkehr oder die Nutzung von verschlüsselten E-Mails verwiesen.
Der SIM-Karten-Hersteller Giesecke & Devrient versichert, dass kommerzielle SIM-Karten mit dem G&D-eigenen Betriebssystem sicher sind. Selbst im Ausland seien deutsche Nutzer sicher, teilte Vodafone mit.
Mit der Integration von SELinux in den Kernel der alternativen Android-Distribution Cyanogenmod können Nutzer in Zukunft das Verhalten von Apps besser kontrollieren. Durch festlegbare Bedingungen können ungewollte Zugriffe und Aktionen verhindert werden.
Der frühere BND-Chef Hansjörg Geiger hat die unbegrenzte Datenspeicherung und Überwachung kritisiert. "Die neue mögliche Quantität der Überwachung schafft eine neue Qualität."
Unbekannte haben am vergangenen Donnerstag Apples Server angegriffen. Das ist der Grund für die lange Auszeit, über die sich Entwickler mangels Informationen bereits beschwerten. Apple ist nun dabei, den Schaden zu beheben und beruhigt die Entwickler.
Millionen SIM-Karten weltweit sind auf Grund schwacher Verschlüsselung und fehlerhafter Software unsicher. Das hat der Sicherheitsexperte Karsten Nohl herausgefunden.
Microsoft hat seine Sicherheitsrichtlinien für App-Entwickler geändert. Sicherheitslücken müssen innerhalb einer Frist geschlossen werden, sonst werden die Programme aus den Stores entfernt.
Hacker haben sich Zugang zur Datenbank des Ubuntu-Forums verschafft und sämtliche Nutzernamen, Passwörter und E-Mail-Adressen gestohlen. Die Passwörter lagen nicht im Klartext vor, teilen die Forenbetreiber mit.
Für Gpg4win 2.2.0 sind unter anderem die Unterstützung für Windows 8 und Outlook 2013 geplant. In der kürzlich veröffentlichten Beta gibt es bereits Funktionen für Outlook 2010. Zudem soll die portable Version von Gnupg in das Kryptographie-Werkzeugpaket integriert werden.
Update Offenbar um Suchmaschinenabfragen zu bespitzeln, setzen BND und Verfassungsschutz das NSA-Programm XKeyscore ein. Monatlich hat die NSA auf rund 500 Millionen Datensätze aus Deutschland Zugriff.
Der frühere NSA-Chef hat sich im ZDF über die überraschten Reaktionen der deutschen Politik auf die Snowden-Enthüllungen lustig gemacht. Er vergleicht sie mit einer Szene aus dem Film Casablanca.
Die Überwachung der Verbindungsdaten der US-Bürger geht weiter. Ein zuvor geheimer Beschluss des Foreign Intelligence Surveillance Court dazu wurde jetzt freigegeben.
Das Hackerkollektiv Anonymous hat eine Liste von Mailadressen und Passwörtern veröffentlicht, die Mitarbeitern des US-Parlaments gehören. Der Kongress wiegelte gegenüber US-Medien ab: Viele Accounts seien erloschen und die Passwörter nicht aktuell.
Kanzlerin Merkel will im Prism-Skandal die Ergebnisse der Aufklärung durch die USA abwarten. Entscheidend für sie bleibt dabei, dass "auf deutschem Boden deutsches Recht gilt". Für Europa bringt sie eine eigene Cloud-Sphäre ins Spiel.
Ex-NSA-Chef Michael Hayden hat Huawei beschuldigt, für die chinesische Regierung zu spionieren. Huawei nennt die Vorwürfe rassistisch. Der Ex-General solle Beweise vorlegen, "oder die Klappe halten".
In einem Interview mit der ARD hat der Journalist Glenn Greenwald bekräftigt, dass er noch weitere Enthüllungen zur NSA plant, die aus den Dokumenten Edward Snowdens hervorgehen. 9.000 bis 10.000 Unterlagen lägen ihm noch vor.
In einem gemeinsamen offenen Brief fordern 63 namhafte IT-Konzerne mehr Transparenz im Zusammenhang mit dem NSA-Programm Prism. Sie wollen Details dazu veröffentlichen, welche Informationen sie an die US-Geheimdienste weitergegeben haben.
In einem Appell an die Bundesregierung für den Schutz von Edward Snowden erklärt Landesdatenschützer Thilo Weichert, warum der US-Geheimdienst NSA und der britische GCHQ illegal handeln und Snowden Asyl in Deutschland bekommen muss.
Magst du keine Drohnen? Dann schieß sie doch ab. Das könnte zumindest in einem kleinen Dorf im US-Bundesstaat Colorado Anfang kommenden Monats gehen. Der Urheber der Idee verfolgt damit aber ein durchaus ernstes Ansinnen.
Update Das E-Mail-Programm auf Blackberry-Smartphones überträgt Zugangsdaten für IMAP-Konten auf den Server des Herstellers. Dem Nutzer wird das nicht mitgeteilt.
Die Bild-Zeitung behauptet weiterhin, dass die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan das "richtige" Prism nutzen können. Doch die Frage, ob es tatsächlich nur ein Prism-Programm gibt, ist gar nicht so einfach zu beantworten.