Abo
  • Services:
Anzeige
Im Linux-Kernel blieb erneut eine Sicherheitslücke lange unentdeckt.
Im Linux-Kernel blieb erneut eine Sicherheitslücke lange unentdeckt. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Security: Gefährliche Lücke im Linux-Kernel

Im Linux-Kernel blieb erneut eine Sicherheitslücke lange unentdeckt.
Im Linux-Kernel blieb erneut eine Sicherheitslücke lange unentdeckt. (Bild: Jerzy Strzelecki/CC-BY 3.0)

Über eine Schwachstelle im Linux-Kernel kann sich ein lokaler Angreifer von einem eingeschränkten Konto Root-Rechte verschaffen. Die Schwachstelle besteht bereits seit mehreren Jahren. Die Lücke wurde klammheimlich geschlossen.

Die jetzt bekanntgewordene Sicherheitslücke im Linux-Kernel betrifft alle Versionen von 2.6.37 bis 3.8.8 und ist mehrere Jahre unentdeckt geblieben. Ob der inzwischen veröffentlichte Exploit die Kernel-Entwickler dazu brachte, die Schwachstelle zu patchen oder der Patch Hacker dazu animierte, die noch offene Lücke zu nutzen, lässt sich nicht genau sagen. Fest steht allerdings, dass der Kernel-Entwickler Tommi Rantala die Lücke im April 2013 geschlossen hat - ohne jedoch auf die Sicherheitslücke hinzuweisen. Erst nach der Verbreitung des Exploits wies Canonical-Entwickler Marc Deslauriers auf die Schwachstelle hin, die dann die CVE-Nummer 2013-2094 erhielt.

Der Linux-Kernel muss mit der Option CONFIG_PERF_EVENTS kompiliert werden, damit ein Angreifer Root-Rechte über beliebige Speicherbereiche erlangen kann. Welche Distributionen von dem Fehler betroffen sind, ist nicht ganz klar. Das Subsystem für Performance Counters ist zumindest in CentOS standardmäßig aktiviert. Der Exploit zielt auch explizit auf dieses System ab. Vor allem auf Webservern, auf denen zahlreiche nicht privilegierte Dienste im Userspace laufen, könnte die Lücke ausgenutzt werden.

Anzeige

Es ist nicht das erste Mal, dass die Kernel-Entwickler einen Patch eingereicht haben, ohne ihn als Fix für eine Schwachstelle zu deklarieren. Das kritisieren unter anderem der Kernel-Entwickler Eugene Teo und der Verantwortliche für die Kernel-Sicherheit bei Red Hat Kurt Seifried auch in E-Mails an die OSS-Security-Mailingliste. Auch der auf Sicherheitsfragen spezialisierte Kernel-Entwickler Brad Spengler kritisierte die mangelnde Transparenz der Kernel-Hacker und veröffentlichte eine detaillierte Beschreibung der Lücke. Greg Kroah-Hartman weist darauf hin, dass solche Fehler ständig repariert werden und sich nicht immer als Sicherheitslücken identifizieren lassen.

Red Hat hat inzwischen einen Workaround für die Lücke veröffentlicht, der genutzt werden kann, solange die gepatchten Versionen des Linux-Kernels noch nicht in Umlauf sind. Unter Ubuntu ist bereits ein Kernel-Update erschienen.


eye home zur Startseite
George99 17. Mai 2013

Es gab von CentOS auch schon am 14. einen eigenen Patch, bloß der offizielle Patch...

renegade334 17. Mai 2013

... dann habe ich schon gleich gedacht, dass es genügend Trolle sich in Versuchung sehen...

soulflare 17. Mai 2013

Leute, hier wurde überhaupt nichts klammheimlich geschlossen. Der Fehler wurde ganz...

EvilSheep 17. Mai 2013

Du schimpfst hier über einen kleinen Teil der OpenSource Nutzer die sich in Foren...

Kernschmelze 17. Mai 2013

Mit meiem OS X bin ich erst mal aus der gröbsten Schusslinie raus. Aber auch hier kommt...




Anzeige

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, München
  2. Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  3. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), Bad Nenndorf
  4. Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, Stuttgart, Ingolstadt


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-15%) 16,99€
  2. (-15%) 42,49€
  3. 10,99€

Folgen Sie uns
       


  1. FixFifa

    Fans von Fifa 18 drohen mit Boykott

  2. Samsung

    Erste Details zum Galaxy S9

  3. Cyber Monday

    Streiks an drei Amazon-Standorten

  4. Echo Show vs. Fire HD 10 im Test

    Alexa, zeig's mir!

  5. Apple

    Teure Lederhülle für iPhone X deckt Mikrofon ab

  6. Notruf

    Siri ruft unnötig die Feuerwehr

  7. Netzneutralität

    US-Behörde FCC will Internetprovidern alles erlauben

  8. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  9. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  10. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Smartphone-Kameras im Test Die beste Kamera ist die, die man dabeihat
  3. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert

Erneuerbare Energien: Siemens leitet die neue Steinzeit ein
Erneuerbare Energien
Siemens leitet die neue Steinzeit ein
  1. Siemens und Schunk Akkufahrzeuge werden mit 600 bis 1.000 Kilowatt aufgeladen
  2. Parkplatz-Erkennung Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten

Orbital Sciences: Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
Orbital Sciences
Vom Aufstieg und Niedergang eines Raketenbauers
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. Astronomie Erster interstellarer Komet entdeckt
  3. Nasa und Roskosmos Gemeinsam stolpern sie zum Mond

  1. Wegen iPhone X dieses Jahr kein Weihnachten

    FreierLukas | 10:36

  2. Re: FireHD 10 und der Amazon App Store

    Avarion | 10:36

  3. Re: Ich hasse Google

    Tamashii | 10:36

  4. Re: Kaum einer will Glasfaser

    bombinho | 10:34

  5. Re: Also ich, Entwickler, Nerd, 23, Single bin...

    Andrej553 | 10:34


  1. 10:39

  2. 10:30

  3. 10:20

  4. 08:55

  5. 07:41

  6. 07:30

  7. 07:12

  8. 17:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel