Aus Gerichtsdokumenten von US-Behörden geht hervor, dass die Bundespolizei FBI offenbar umfangreiche Datenbestände des Mitte 2013 eingestellten anonymen Dienstes Tor Mail besitzt. Auf Basis der Daten wurde nun ein Vertreiber von gefälschten Kreditkarten angeklagt.
Der Chrome-Browser von Google wird künftig für TLS-Verbindungen auf allen Plattformen die Bibliothek OpenSSL verwenden. Die ursprünglich von Netscape entwickelte Bibliothek NSS könnte dadurch an Bedeutung verlieren.
Update Das Landgericht Köln reagiert auf Beschwerden zu den Redtube-Abmahnungen. Den Anträgen auf Herausgabe der Namen der Telekom-Kunden hätte nicht entsprochen werden dürfen. Es handelte sich um Streaming, was "keinen relevanten rechtswidrigen Verstoß im Sinne des Urheberrechts" darstellt. Doch damit ist der Fall nicht erledigt.
Update Das erste TV-Interview mit Edward Snowden seit seiner Flucht aus den USA wäre eine einmalige journalistische Chance gewesen - doch der NDR und die ARD haben sie in einem wichtigen Punkt vertan. Es fehlte zu Beginn der Originalton.
Mehr als 50 Kryptographie-Experten aus den USA warnen vor den Praktiken der NSA. Spionage dürfe nicht dazu führen, die Sicherheitsstandards der Kommunikation zu untergraben.
Update Das Galaxy Note 3 von Samsung bekommt aktuell ein Update in Deutschland und der Schweiz. In Deutschland steht die neue Android-Version 4.4.2 momentan aber nur Kunden mit einem Gerät von Vodafone zur Verfügung - Nutzer ungebrandeter Smartphones müssen noch warten.
US-Whistleblower Edward Snowden hat erstmals seit seiner Flucht einem Fernsehsender ein Interview gegeben. Er deutet neue Enthüllungen über die Geheimdienstkooperationen an und lehnt ein nationales Routing als Schutz gegen Spionage ab.
Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden will bei Ermittlungen zum BKA-Trojaner zufällig auf die 16 Millionen Zugangsdaten zu Nutzerkonten gestoßen sein.
Die Einigung zur EU-Datenschutzverordnung soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres kommen. Die Bundesregierung misst dazu einem Google-Prozess "eine hohe Bedeutung zu".
Die Warnung des BSI vor gehackten Onlinekonten geht auf die Analyse von Botnetzen zurück. Wie sich diese effektiv bekämpfen lassen, erforscht ein Team des Fraunhofer-Instituts in Wachtberg bei Bonn.
Update Der ehemalige FIA-Chef Max Mosley hat einen Etappensieg errungen: Google muss Fotos, die ihn bei einer Sexparty zeigen, aus seinen Suchergebnissen löschen. Das Urteil des Landgerichts Hamburg dürfte aber kaum das letzte Wort in dieser Sache sein.
Update US-Whistleblower Edward Snowden hat sich fast zwei Stunden lang den Fragen aus dem Netz gestellt. Er nahm zu politischen Themen Stellung, äußert sich aber auch zu technischen und persönlichen Fragen.
Ein von Huawei hergestellter Router, den T-Mobile Austria vertreibt, hat eine schwere Sicherheitslücke, die sich auch über das Internet ausnutzen lässt. Abhilfe schafft eine neue Firmware, welche der Provider bereits vertreibt.
Nintendo hat in einem Rechtsstreit eine Niederlage erlitten: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Umgehung von Kopierschutzsystemen etwa für selbst erstellte Programme legal sein kann.
Der vor allem in den USA berüchtigte Hacker mit dem Pseudonym Guccifer ist offenbar in Rumänien verhaftet worden. Die Behörden legen dem Mann unter anderem die Verbreitung von persönlichen Daten von US-Politikern und Stars der Unterhaltungsbranche zur Last.
Seit Jahren verkauft Lenovo IBMs ehemalige Notebooks und Desktops der Thinkpad- und Thinkcentre-Serie, nun übernimmt der chinesische Konzern auch die x86-Serversparte. Rund 2,3 Milliarden US-Dollar bezahlt Lenovo dafür.
2,1 Millionen US-Dollar haben sich Kriminelle mit Bluetooth-Skimmern ergaunert. Diese wurden direkt an die Zapfsäulen montiert und lasen Karten von tankenden Autofahrern aus, die gerade bezahlen wollten. Ein Umbau einer Zapfsäule dauert nicht einmal 10 Minuten.
Mit dem "Privacy and Civil Liberties Oversight Board" hat sich erstmals eine vom US-Kongress installierte Bundesbehörde gegen Praktiken der NSA ausgesprochen. Allerdings soll nur die Telefonüberwachung von US-Bürgern im Inland gestoppt werden.
Bürger B. ist enttäuscht: Die Regierung unternimmt nichts gegen die NSA. Er will sich selbst helfen, notfalls mit Gewalt. Dürfte er das? Unter gewissen Umständen schon.
Die Wettbewerbsschützer der USA haben zwölf Unternehmen öffentlich ermahnt, sich an die Datenschutzregeln des Safe-Harbor-Abkommens zu halten. Betroffen davon ist unter anderem der Hersteller des Bittorrent-Protokolls, aber auch mit Level 3 einer der wichtigsten Transatlantik-Provider.
Die Sicherheitswarnung des BSI hat bereits Millionen Nutzer alarmiert. Das BSI geht davon aus, dass die Kriminellen über die gehackten Rechner an die Daten gelangten, wie BSI-Präsident Michael Hange Golem.de im Interview sagte.
Das Unternehmen Backblaze, das mit eigens entwickelter Hardware Onlinebackups anbietet, hat eine Statistik über die Zuverlässigkeit von Festplatten veröffentlicht. Hitachi-Laufwerke kommen dabei am besten weg, Seagate-Festplatten fallen am häufigsten aus. Die Anwendung und Konfiguration sind jedoch sehr speziell.
Das Gesetz zur Informationsfreiheit garantiert den Bürgern einige Auskunftsrechte gegenüber dem Staat. Nun will die Regierung jedoch die Veröffentlichung einer Stellungnahme per Abmahnung verhindern.
Der Hashtag lautet #AskSnowden: Per Twitter können Nutzer dem US-Whistleblower wieder Fragen zur NSA-Affäre stellen. Eine Liveanhörung durch das EU-Parlament ist aber weiter offen.
Update Obwohl sich das BSI einige Wochen Zeit für die Vorbereitung gelassen hat, können die Server die Vielzahl der Anfragen nicht verarbeiten. Weiter schweigen BSI und BKA zu den Hintergründen des merkwürdigen millionenfachen Identitätsdiebstahls.
US-Whistleblower Edward Snowden hat die Sympathie von Studenten in Schottland und Deutschland. Während er in Glasgow Rektor werden könnte, diskutiert die Uni Rostock über die Verleihung des Ehrendoktorhuts.
Auch wenn Microsoft den Support für Windows XP ab dem 8. April 2014 weitgehend einstellt, lässt sich der Betriebssystem-Oldie weiterhin installieren und aktivieren. Vor allem für Tests beim Umstieg von Firmen kann das nützlich sein.
Update Gegen das geplante Handelsabkommen mit den USA hat sich bereits breiter Widerstand formiert. Nun sieht die EU-Kommission selbst ein, dass einige Passagen sehr bedenklich sind. Die Bundesregierung begrüßte die Entscheidung "sehr".
Behörden haben bei der Analyse von Botnetzen rund 16 Millionen betroffene Benutzerkonten entdeckt. Das BSI bietet einen Sicherheitstest an, um E-Mails auf Identitätsdiebstahl zu überprüfen.
Vodafone will die Drosselung bei ihren "LTE-Zuhause-Tarifen" nicht lockern. Jetzt gehen die Verbraucherschützer vor Gericht, wo sie schon mehrere Siege erzielt haben.
Mit Datzing soll ein Android-Konkurrent für Apples iBeacon entstehen: Über ein Smartphone mit Bluetooth oder WLAN können Werbeangebote, Coupons und Mitteilungen an andere Smartphones von Passanten geschickt werden. So sollen Händler einfach für ihre Produkte werben können.
Es basiert auf Linux, soll sonst aber eine Eigenentwicklung sein - das COS genannte Betriebssystem, das chinesische Firmen und Wissenschaftler mit staatlicher Hilfe entwickelt haben. Es ist für Smartphones, Tablets und auch PCs vorgesehen.
Die USA verfahren weiter nach der Devise: "Wer nicht abhören will, muss fühlen." Die Reformen Obamas werden der NSA sicherlich nicht sehr wehtun. Die Massenüberwachung von Bürgern geht unvermindert weiter.
In Österreich formiert sich offenbar Widerstand gegen das Sammeln von Daten mit Hilfe von Kundenkarten. Dort soll sich die Nocard verbreiten, die vor allem für Rewe ein Problem ist. Sie verwendet einen zufällig generierten Code, um "Schokolade billiger" machen und die "Datenbank füllen" zu können.
Durch den Auto-Update-Prozess von Chrome werden auch die installierten Erweiterungen stets aktuell gehalten, doch das hat seine Tücken, wenn die Erweiterungen plötzlich nicht mehr nur das machen, was der Anwender will. Einige blenden nach einem Update unerwünscht Werbung ein.
Sky hat 100 Gastwirte fälschlicherweise wegen der öffentlichen Liveübertragung von Fußballspielen abgemahnt. Laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel will sich der Pay-TV-Anbieter bei den Gaststättenbesitzern entschuldigen.
In einem Interview mit dem Heute-Journal nach seiner Rede zur Minimalreform der NSA hat US-Präsident Barack Obama erneut die weltweite Überwachung von Kommunikation verteidigt. Dennoch soll es dafür neue Regeln geben, deren Anerkennung aber Zeit brauche.
Die Verzögerung bei der EU-Datenschutzreform spielt den US-Konzernen in die Hände. Berlins Datenschutzbeauftragter Dix fordert Widerstand gegen deren Ziele, den bisherigen Vorschlag insgesamt infrage zu stellen.
Nun liegt das Gutachten zur Software GladII 1.1.13 vor, das die Ermittlung der IP-Adressen zu den Redtube-Abmahnungen erklären soll. Es ist laut Experten "nichtssagend und dünn" bis "völlig untauglich".
Mit viel rhetorischem Aufwand hat US-Präsident Obama versucht, um Verständnis für die Spionageaktivitäten seines Landes zu werben. Gleichzeitig kündigt er Reformen an, die die Arbeit der NSA transparenter machen und mehr Datenschutz garantieren sollen.
Laut einem hochrangigen Manager des Herstellers NCR laufen fast alle Geldautomaten weltweit noch mit Windows XP. Die Deutsche Kreditwirtschaft will davon nichts wissen, und erklärt, dass die Geldautomaten in Deutschland nicht am Internet hängen. Daher spiele die Art des Betriebssystems keine Rolle.
In einem Tweet hat Whatsapp-Gründer Jan Koum verraten, wie viele Nutzer sein Dienst in Deutschland hat. Über 30 Millionen Menschen nutzten den Messenger hierzulande - trotz Alternativen.
Die kommende Version 6.5 von OpenSSH wird zahlreiche verbesserte Verschlüsselungsverfahren enthalten, darunter die elliptische Kurve Curve25519 und die Stromverschlüsselung Chacha20. Die bisher verwendeten elliptischen Kurven stammten von der NSA.
Im Jahr 2012 drangen Hacker ins Schengener Informationssystem ein, eine gemeinsame Datenbank europäischer Polizeibehörden. Die Bundesregierung nennt erst jetzt Details.
Update Dreimal im Monat jeweils 10 GByte kostenlos zubuchen können Kunden der LTE-Tarife "Call & Surf Comfort via Funk" der Telekom. Das haben Verbraucherschützer durchgesetzt. Doch die Drosselung für Neukunden bleibt bestehen.
Ein US-Sicherheitsunternehmen hat ein Botnetz enttarnt. Das Besondere daran ist, dass etwa ein Viertel der infizierten Geräte keine Computer sind, sondern andere internetfähige Geräte - darunter ein Kühlschrank.
Fast 200 Millionen SMS werden jeden Tag von der NSA abgefangen und von ihr und befreundeten Geheimdiensten wie dem britischen GCHQ ausgewertet. Auch andere Handydaten wie Zellenübergänge beim Roaming speichern die Spione, die Daten bezeichnen sie als "Goldgrube".
AMD hat den Catalyst 13.35 Beta für Ende Januar angekündigt. Der Treiber für Radeon-Grafikkarten unterstützt das Mantle-API, HSA sowie Trueaudio und Frame Pacing für Dual Graphics. Weitere Verbesserungen sind ein Jpeg-Dekoder mit OpenCL-Beschleunigung und neue Videofunktionen.