NSA-Enthüller: Edward Snowden nimmt Asylangebot von Russland an

Einer russischen Nachrichtenagentur und Human Rights Watch zufolge nimmt Edward Snowden das Angebot Russlands an, in dem Land Asyl zu erhalten. Dies gab der NSA-Whistleblower bei einem Treffen mit Menschenrechtsorganisationen und Anwälten bekannt. Später will er nach Lateinamerika ausreisen.

Artikel veröffentlicht am ,
Edward Snowden beim Treffen mit Menschenrechtlern in Moskau
Edward Snowden beim Treffen mit Menschenrechtlern in Moskau (Bild: Tanya Lokshina/Human Rights Watch)

Der seit über zwei Wochen am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festsitzende Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden bittet Russland um Asyl. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ria Nowosti, der staatsnahe Fernsehsender RT hat die Meldung aufgegriffen.

Seit 15 Uhr deutscher Zeit soll am Moskauer Flughafen ein Treffen Snowdens mit Menschenrechtsaktivisten und Anwälten stattfinden, so die russischen Medien weiter. Ob Snowden der Bitte von Präsident Putin nachkommt, keine Veröffentlichungen über Aktionen der USA vorzunehmen, ist bisher nicht bekannt. Putin hatte dies zur Bedingung für Asyl gemacht.

Nachtrag vom 12. Juli 2013, 16:30 Uhr

Kenneth Roth, Chef von Human Rights Watch (HRW), hat per Twitter ein Foto veröffentlicht, das Snowden beim Treffen mit Menschenrechtlern am Flughafen zeigen soll. Aufgenommen wurde das Bild von der russischen HRW-Mitarbeiterin Tanya Lokshina, die bereits am Vormittag deutscher Zeit per Facebook auf das Treffen hingewiesen hatte. Dort hatte Lokshina auch die Einladung Snowdens veröffentlicht, die sie und andere Vertreter von Menschenrechtsorganisationen erhalten haben sollen.

Wie Spiegel Online unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet, hat Edward Snowden seinen Asylantrag inzwischen unterschrieben. Ein Sprecher des Kreml teilte aber der Meldung zufolge mit, dass dem Ex-NSA-Mitarbeiter nur Asyl gewährt werde, wenn er Putins Bedingung erfüllt.

Wohl deshalb ist Russland nur eine Zwischenstation, wie Tanya Lokshina der New York Times sagte. Mit Hilfe von Human Rights Watch will Snowden während eines temporären Asyls in Russland seine Reise nach Lateinamerika vorbereiten. Venezuela und Nicaragua hatten dem Whistleblower Asyl angeboten, und zwar nach bisherigem Kenntnisstand ohne Bedingungen. Die USA hatten Snowdens Pass als ungültig erklärt und suchen den 30-Jährigen per Haftbefehl.

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Anonymer Nutzer 16. Jul 2013

Würde mich aber wundern wenn in einen Container mit zulässigen Gesamtgewicht von über 32...

mightymike1978 15. Jul 2013

Als Exempel!!! Für alle anderen Geheimnisträger!!! Allein deshalb werden sie ihn killen....

ZwischendenZeil... 15. Jul 2013

Um es genauer zu sagen, das hat in diesem Fall gar nichts mit der nationalen Sicherheit...

nie (Golem.de) 15. Jul 2013

Das ist richtig, der Hinweis von Kenneth Roth erschien aber erst kurz nach dem ersten...



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