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Internetcafé in China
Internetcafé in China (Bild: Reuters/Stringer)

Hacks for Sale: Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen

Internetcafé in China
Internetcafé in China (Bild: Reuters/Stringer)

Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.

Hackerfirmen preisen auf einer IT-Security-Messe in Peking offen ihre Dienstleistungen an. Wie der New-York-Times-Journalist Edward Wong berichtet, werben Sales-Experten von Unternehmen wie Nanjing Xhunter Software damit, dass sie jeden Computer in China angreifen, die Inhalte von der Festplatte kopieren, den Rechner mit einem Keylogger verseuchen und die Mobilfunkkommunikation des Angegriffenen überwachen können.

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Ein Hacker, der sich unter dem Namen V8 Brother von der New York Times interviewen ließ, sagte, er habe bereits direkt für die chinesische Armee und die Geheimdienste gearbeitet. Die meisten Hacker seien aber für IT-Sicherheitsfirmen tätig, die Regierungsaufträge bekämen, weil das besser bezahlt sei. Vor einem Jahrzehnt habe er begonnen, in der Szene zu arbeiten. Gegenwärtig verdiene der Autodidakt 100.000 US-Dollar im Jahr.

Die Hackereinheit 61398 der Armee ist so wenig ein Geheimnis, dass Exmitarbeiter sie in Stellengesuchen als früheren Arbeitgeber ausweisen. Universitäten haben Bereiche, wo Hacker ausgebildet werden. Ein Beispiel dafür sei die Shanghai Jiaotong University.

Die Kultur des Hackens, besser Crackens, wurde in China Ende der 1990er Jahre populär. Eine der bekanntesten Untergrundgruppen hieß Green Army und nannte sich später Lumeng. Der Name werde heute von einer der Topfirmen im Bereich Cybersecurity verwandt. Diese Firmen stünden oft unter Leitung eines berühmten Hackers und wiesen auf ihren aufwendig gestalteten Websites ihre Kunden in der chinesischen Regierung und bei Unternehmen namentlich aus. Eine dieser Firmen, Knownsec, nennt Microsoft als einen Auftraggeber.

Dass die US-Medien zunehmend über chinesische Hacker berichten, hat aber auch den Hintergrund, dass China zunehmend von den USA als Hauptrivale angesehen wird. Auch in den USA ist die Hackerszene weitgehend von Geheimdiensten und dem FBI unterwandert.

Den Spitzenplatz unter den Ländern, von denen Schadprogramme ausgehen, nimmt laut Kaspersky die USA ein, gefolgt von Russland. Deutschland liegt hier auf Platz vier. Das zeigen die Angaben des Kaspersky Security Network (KSN) für die Monate Januar bis März 2013. China liegt auf dem neunten Platz.


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IT.Gnom 24. Mai 2013

Fernstudium und zur Prüfung kannst mit der transsibirischen Eisenbahn hinfahren. So...

cry88 24. Mai 2013

Das kannst du so nicht machen. Diejenigen die richtig verdienen leben nach westlichen...

Soley 24. Mai 2013

Hacken ist nichts, was man an Uni lehren kann und anschließend mit einer bestandenen...

freddypad 23. Mai 2013

Das triffts wirklich gut. Die "Entkoppelung" vom menschlichen Faktor. Maschinen...

Graphen 23. Mai 2013

Der Satz bleibt komisch - von Kultur kann keine Rede sein. Und ist Cracken nicht...



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