Kopierschutz: Protest gegen Kopierschutz auf der Playstation 4

Für das Management von Sony dürften die vergangenen Tage relativ sorglos gewesen sein: Während Konkurrent Microsoft mit der Xbox One wegen Datenschutzes und des Umgangs mit Gebrauchtspielen kritisiert wurde, galt die Playstation 4 in dieser Hinsicht bei vielen Spielern als unproblematisch. Zu Unrecht, sagt nun ein Journalist von Gametrailers.com(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf anonyme Quellen. Seinen Informationen zufolge verfügt die PS 4 ebenfalls über ein Kopierschutzsystem, das den Weiterverkauf gebrauchter Spiele verhindert oder zumindest erschwert.

Außerdem verweist Gametrailers.com darauf, dass die Publisher kaum bei einem System mitmachen dürften, bei dem die eine Konsole über DRM verfügt, die andere aber nicht. So bedauerlich das für Spieler ist: Das Argument sticht - wahrscheinlich dürfte es zumindest langfristig deutlich mehr Games für das Gerät mit Kopierschutz geben.
Nach dem Bericht haben viele Spieler nach Aufforderung in einem einflussreichen Forum(öffnet im neuen Fenster) angefangen, sich mit dem Hashtag #PS4NODRM(öffnet im neuen Fenster) über Twitter bei leitenden Sony-Manager wie Shuhei Yoshida, Chef der Worldwide Studios, zu beschweren. Eine offizielle Stellungnahme von Sony steht aus.

Unterdessen hat sich der Microsoft-Blogger Larry Hryb(öffnet im neuen Fenster) , besser bekannt als Major Nelson, zum Thema Gebrauchtspielehandel geäußert. Allerdings sagt er nur, dass die bisherigen Berichte "fehlerhaft und ungenau sind" . Mehr Informationen soll es in naher Zukunft geben; vermutlich ist damit die Spielemesse E3 im Juni 2013 gemeint.
Inzwischen ist auch bestätigt, dass die Xbox One über eine Regionensperre verfügt. Das hat Microsoft über Digital Trends(öffnet im neuen Fenster) gesagt. Allerdings war das im Grunde bereits vorher klar, weil Spiele ja grundsätzlich online aktiviert werden müssen. Vermutlich verfügt die Playstation 4 aus dem gleichen Grund auch über die Möglichkeit zur Regionalsperre; ob die dann jeweils auch von den Publishern genutzt werden, ist eine andere Sache.



