Sicherheit: Telekom will Produkte gegen Cyberangriffe anbieten
Die Deutsche Telekom baut nach Informationen der Wirtschaftswoche eine Spezialabteilung auf, die noch in diesem Jahr Sicherheitsprodukte und -dienstleistungen anbieten soll. "Wir werden dafür das über den Konzern verteilte Knowhow in einer neuen Einheit bündeln und Sicherheitsprodukte für alle Unternehmensgrößen auf den Markt bringen", sagte Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, der für den neuen Geschäftsbereich Cybersicherheit verantwortlich ist. Eine Arbeitsgruppe aus Managern der internen Konzernsicherheit und Experten der IT-Sparte T-Systems bereitet derzeit die Gründung vor.
Ein neues Produkt soll ein "dynamischer Echtzeitschutz" sein, der schneller und besser als Firewalls Angriffe abblocken soll. Bisher beschränkt sich die Telekom darauf, jeden Angriff zu melden, statistisch auszuwerten und die aktuelle Bedrohung im Internet zu veröffentlichen. Um Angriffsziele und Herkunftsländer zu erkennen, hat die Telekom 97 Fallen, sogenannte Honeypots, in ihren IT-Systemen aufgestellt, die bis 450.000 Mal pro Tag attackiert werden. Die Telekom ermittelt anhand der IP-Adressen auch, von welchen Rechnern die Angriffe ausgehen. Ihren Geschäftskunden will sie nun eine automatische Sperrung all der IP-Adressen anbieten, von denen besonders viele oder gefährliche Angriffe ausgehen.
Bisher steuern die Sicherheitsprodukte nach internen Schätzungen rund 100 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. Mit der Entwicklung neuer Angebote und einem gezielteren Vertrieb will die Telekom ihren Marktanteil im stark wachsenden Cybersicherheitsgeschäft ausbauen.
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