Polizei: Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung
Apple hat wegen der vielen Anfragen der Polizei eine Warteliste für das Umgehen der Verschlüsselung auf dem iPhone eingerichtet. Laut Unterlagen des Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF), einer zum Justizministerium gehörenden US-Bundespolizeibehörde, könne Apple jedoch die Passwortsperren und die Verschlüsselung auf dem iPhone umgehen, berichtet das US-Branchenmagazin Cnet(öffnet im neuen Fenster).
Apple verfügt laut einer eidesstattlichen Versicherung der Behörde über "Möglichkeiten, um die Sicherheitssoftware zu umgehen". Die Daten würden dann von Apple auf einen "externen USB-Speicher" geladen und den Behörden geliefert.
ATF-Agent Rob Maynard erklärte laut Cnet, dass er mindestens drei Monate vergeblich versucht habe, von lokalen oder Bundespolizeibehörden Hilfe beim "Entsperren" eines iPhone 4S zu erhalten. Die Polizeibehörden hätten erklärt, nicht über die "forensischen Möglichkeiten" dazu zu verfügen.
Maynard wandte sich an Apple, wo ihm von der Rechtsexpertin Joann Chang mitgeteilt wurde, dass die Wartezeit für das "Entsperren" bei mindestens sieben Wochen liege. "Es ist unklar, wie lange der Vorgang dauerte, aber es scheint sich mindestens um vier Monate gehandelt zu haben" berichtete Cnet.
Was genau die Behörde auf dem iPhone entschlüsseln wollte, ist aus dem Bericht nicht zu entnehmen. Das Magazin Macwelt berichtete im März 2012(öffnet im neuen Fenster), dass der vierstellige Ziffern-Code, mit der iPhone, iPod Touch und iPad geschützt würden, mit entsprechenden Programmen mittlerweile selbst von Laien binnen Minuten durch eine Bruteforce-Attacke am Rechner geknackt werden könne.
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