Abo
  • Services:
Anzeige
Viren sind global von geringer Bedeutung.
Viren sind global von geringer Bedeutung. (Bild: Microsoft)

Microsoft: Viren kommen wieder

Viren sind global von geringer Bedeutung.
Viren sind global von geringer Bedeutung. (Bild: Microsoft)

Echte Computerviren gibt es in Industrieländern kaum noch. Wer umgangssprachlich von Viren spricht, meint Trojaner, Adware oder Würmer. Doch Microsoft sieht sie vor dem Comeback - in Regionen mit schlechter Internet- und Patch-Versorgung.

Wenn heute von Computerviren gesprochen wird, sind diese meistens gar nicht gemeint. Ganz andere Typen von Schadsoftware sind bei uns mittlerweile verbreitet: Exploits, Adware, Würmer oder Trojaner finden sich weltweit auf mehr Rechnern als Viren. Doch Microsoft prophezeit ihr Comeback. Das Unternehmen verzeichnet in bestimmten Regionen eine große Anzahl von Virusinfektionen: Zwischen 10 und 15 Prozent der Rechner, auf denen Schadsoftware gefunden wurde, zeigt einen Virenbefall in Ländern mit schlechter Internetversorgung, darunter Russland und Brasilien. Weltweit sind es im Durchschnitt nur 7,8 Prozent.

Anzeige

Hohe Bandbreite schützt indirekt vor Viren

Wer in einem Gebiet mit guter Internetversorgung lebt, wird anscheinend indirekt vor Viren geschützt. Das liegt daran, dass bei gut angebundenen Anwendern andere Angriffsmethoden bevorzugt werden. Mit Trojanern, unerwünschter Software und Würmern lässt sich dann besser Geld verdienen.

  • Die Top 10 der von Microsoft erkannten Schädlinge zeigt nur einen Virus. (Grafik: Microsoft)
  • Weltweit sind Viren von geringer Bedeutung. (Grafik: Microsoft)
  • Sality befällt auch neue Rechner. Die meisten Infektionen sind jedoch auf Windows-XP-Rechnern. (Grafik: Microsoft)
Die Top 10 der von Microsoft erkannten Schädlinge zeigt nur einen Virus. (Grafik: Microsoft)

In Schwellen- und Entwicklungsländern sieht die Situation anders aus. Kommunikationsfreudige Trojaner oder Adware sind dort nicht besonders effizient. Viren, die sich über USB-Datenträger verbreiten, haben mehr Erfolg. Auch weil bei schlecht oder überhaupt nicht angebundenen Rechnern die Anti-Viren-Software nicht aktualisiert werden kann. Daher sieht Microsoft in solchen Ländern einen Schadsoftwareanteil von Viren von teils über 40 Prozent. In Pakistan fand Microsoft auf 44 Prozent der verseuchten Rechner Viren. In Indonesien und Äthopien sind es jeweils 40 Prozent. In Indonesien liegt der Anteil von Breitbandanschlüssen innerhalb der Bevölkerung bei gerade einmal 1,13 Prozent. In Äthiopien sind es sogar nur 0,01 Prozent.

Ein alter Virus in der Top 10 der Schadsoftware

Der Topvirus ist laut Microsoft Win32/Sality auf Platz 6 der Schadsoftware. Er nutzt eine alte Sicherheitslücke beim Laden von kleinen Bildern von Verknüpfungen (Shortcut Icon Loading Vulnerability - CVE-2010-2568), die auch schon Stuxnet ausgenutzt hat. Ein Wurm, der bei Microsoft für Hektik sorgte, wie Microsoft vor über zwei Jahren (40 Stunden gegen Stuxnet) auf dem Chaos Communication Congress belegte.

Ein Rechner, der regelmäßig mit Patches über das Internet versorgt wird, ist gegen Sality eigentlich immun. Ohne Internetzugang und wichtige Patches kann sich Sality jedoch sehr gut verbreiten und befällt .exe- und .scr-Dateien. Großen Erfolg hat Sality vor allem auf Windows-XP-Rechnern. Aber auch Windows 8 und Windows 7 sind betroffen. Sality verbreitet sich nicht nur über CVE-2010-2568.

Viren verbreiten sich langsamer als etwa Würmer, die in kurzer Zeit weltweit auftreten können. Allerdings bleiben sie auch sehr lange erhalten. Sality ist recht alt. Der Virus befällt Rechner bereits seit rund drei Jahren und ist offenbar nicht aus der Welt zu bekommen.


eye home zur Startseite
y.m.m.d. 23. Mai 2013

Zitat: "Ohne Internetzugang und wichtige Patches kann sich Sality jedoch sehr gut...

y.m.m.d. 23. Mai 2013

Google hilft bei sowas immer gern, aber ich bin mal so nett: Ein Obfuscator wird...

__destruct() 22. Mai 2013

Der wahre Grund dafür, dass es kaum mehr Viren gibt, ist, dass es nicht mehr notwendig...

BLi8819 22. Mai 2013

Ich will nicht wissen wie viele unbekannt Zero-Day-Exploits es gibt. Da bringt dir kein...

Anonymer Nutzer 22. Mai 2013

Hehe. +1


Henning Uhle / 22. Mai 2013

The Return of the Virenangriffe



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH & Co. KG, Lübeck
  2. andagon GmbH, Köln
  3. ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr
  4. SSI Schäfer Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg, Dortmund


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  2. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  3. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  4. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  5. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  6. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  7. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  8. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  9. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  10. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

Flettner-Rotoren: Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
Flettner-Rotoren
Wie Schiffe mit Stahlsegeln Treibstoff sparen
  1. Hyperflight China plant superschnellen Vactrain
  2. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  3. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße

Cybercrime: Neun Jahre Jagd auf Bayrob
Cybercrime
Neun Jahre Jagd auf Bayrob
  1. Antivirus Symantec will keine Code-Reviews durch Regierungen mehr
  2. Verschlüsselung Google schmeißt Symantec aus Chrome raus
  3. Übernahme Digicert kauft Zertifikatssparte von Symantec

  1. Re: Macht da bitte nicht mit

    quineloe | 19:50

  2. Re: Bahn schneller machen

    grumbazor | 19:41

  3. Re: Dalli Dalli

    teenriot* | 19:34

  4. Re: Leider verpennt

    arthurdont | 19:33

  5. Das würde mich auch freuen:) (kt)

    ckerazor | 19:29


  1. 17:14

  2. 16:25

  3. 15:34

  4. 13:05

  5. 11:59

  6. 09:03

  7. 22:38

  8. 18:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel