Googles Street View ist in Deutschland bisher kaum verfügbar, das Bildmaterial ist veraltet und Häuser sind oft verpixelt. Grund ist der Vorabwiderspruch gegen die Anzeige von Häusern, den viele Besitzer in Anspruch nahmen. Google lässt nun prüfen, ob neue Aufnahmen ohne Vorabwiderspruch möglich sind.
Behörden in Deutschland haben im bisherigen Jahresverlauf häufiger auf Konten von Bürgern zugegriffen als im Vorjahreszeitraum. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten gefällt das nicht - er fordert eine Überprüfung der rechtlichen Grundlage.
Googles neue Pixel-4-Modelle haben keinen Fingerabdrucksensor mehr, sondern nur noch eine Gesichtsentsperrung. Diese basiert auf Infrarotwellen, was vermeintlich sicher ist - allerdings müssen die Augen des Nutzers nicht geöffnet sein, was ein Problem ist.
Zum Schutz gegen Spectre und ähnliche Seitenkanalangriffe nutzt der Chrome-Browser auf dem Desktop eine strikte Seitenisolierung. Die Entwickler von Google bieten die Technik nun auch auf Android an.
Auch nach über einem Jahr DSGVO sammeln Facebook und Google munter weiter Daten, ebenso Nachrichtenportale und viele Blogseiten. Die Datenschutz-Aufsichtsbehörden sehen sich im Moment nicht imstande, dem einen Riegel vorzuschieben.
/72Kommentare/Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti
Der neue Fingerabdrucksensor des Galaxy S10 lässt sich offenbar umgehen, wenn ein Displayschutz von einem Dritthersteller genutzt wird. Der Hersteller arbeitet an einem Update.
Nutzer berichten von Problemen mit ihrem iPad Air 2 nach dem Update auf iPad OS 13: Apps stürzen ab, das WLAN bricht ständig ab. Ein Factory Reset aufzuspielen, wird dadurch schwierig - Abhilfe soll allerdings Apples jüngstes Update auf iPad OS 13.1.3 schaffen.
In einem neuen Update wird Microsoft das Feature Tamper Protection in Windows 10 integrieren. Dieses sperrt die Sicherheitssoftware Windows Defender vor äußeren Zugriffen durch Malware. Die Funktion kann in den Systemeinstellungen aktiviert und deaktiviert werden.
Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Ein Sicherheitsforscher zeigt, wie er mit Equipment für unter 200 US-Dollar mit einem Mikrochip eine Hardware-Firewall übernehmen konnte. Damit beweist er, wie günstig und realistisch solche Angriffe sein können. Vor einem Jahr berichtete Bloomberg von vergleichbaren chinesischen Spionagechips.
Stabilo und der Bund wollen einen Stift entwickeln, der Kinder bei Defiziten mit der Handschrift unterstützt. Mit Hilfe von Machine Learning und einer mobilen App analysiert das System das Geschriebene und passt Übungen an. Das Projekt ist mit 1,77 Millionen Euro beziffert.
Der Datenschützer Johannes Caspar will den 5G-Quellcode von Huawei einsehen lassen, was der Ausrüster bereits zugesichert hat. Europäische Lösungen seien kaum vorhanden. Und US-Lösungen von Cisco könnten auch "Bedenken auslösen".
Es habe nicht am Datenschutz gelegen, dass Terroristen in den vergangenen Jahren nicht aufgehalten wurden, erklärt der Datenschutzbeauftragte Kelber. Derweil streitet die Regierung um Datenschutzabbau und Hintertüren in Messengern. Diese könnten aber auch von Kriminellen genutzt werden, warnt Kelber.
In China soll es ab Dezember Telefonnummern oder Internet-Anschlüsse nur noch mit Identitätsfeststellung per Gesichtserkennung geben. Eine entsprechende Regelung wurde kürzlich erlassen und soll auch für bereits registrierte Anschlüsse gelten.
Nach dem rechtsextremistisch motivierten Attentat in Halle gibt Bundesinnenminister Horst Seehofer in einem Interview der "Gamerszene" eine Mitschuld und kündigte mehr Überwachung an. Kritiker werfen ihm eine Verharmlosung des Rechtsextremismus und Inkompetenz vor.
Nach einem weltweiten Stopp möchte Apple die Sprachbefehle der Siri-Nutzer wieder auswerten - diesmal jedoch mit expliziter Zustimmung durch den Nutzer. Das gilt allerdings nur für Audioaufnahmen, die in Text umgewandelten Mitschnitte möchte Apple weiter ungefragt auswerten.
Mit einer präparierten SMS können Daten aus dem Mobiltelefon ausgelesen werden. Die Sicherheitsfirma Adaptive Mobile hat den Simjacker genannten Angriff entdeckt und die betroffenen Staaten veröffentlicht. Demnach nutzte in drei Ländern eine Überwachungsfirma die Lücke aktiv aus.
Schon vor der ersten Nutzereingabe hat die Gesundheitsapp Ada Daten an die Tracker von Amplitude und Facebook übermittelt. Später gab sie sogar Symptome weiter. Der Hersteller behauptet jedoch, keine Daten mit Dritten zu teilen.
E-Mail-Adressen, Nutzernamen und Passwörter von rund 330.000 Nutzern stehen zum Verkauf. Ein Angreifer konnte die Daten bei einem niederländischen und einem italienischen Escort-Forum über eine Sicherheitslücke in der Forensoftware auslesen. Kriminelle könnten die Betroffen erpressen.
Eine australische Konferenz lädt zwei Sprecher aus und fordert Änderungen an Vorträgen - auf Bitten der australischen IT-Sicherheitsbehörde, die eng mit den dortigen Geheimdiensten verflochten ist.
Nicht nur die Sprachbefehle an die Sprachassistentin Alexa werden transkribiert, auch die Videoaufnahmen von Amazons Cloud Cam werden von Mitarbeitern ausgewertet. Laut Amazon werden die Aufnahmen freiwillig eingereicht, ehemalige Mitarbeiter zweifeln jedoch daran.
Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Erst hat Netzpolitik.org gemeinsam mit mehreren NGOs den Trojaner-Hersteller Finfisher verklagt, jetzt geht dieser gegen die Berichterstattung des Blogs vor. Unterschriebe Netzpolitik.org die geforderte Unterlassungserklärung, dürfte man nicht mehr über die eigene Klage berichten.
Eigentlich sollte sie nur die Sicherheit erhöhen, doch Twitter nutzte die Zwei-Faktor-Telefonnummer auch zu Werbezwecken, darunter gezielte Nutzer-Ansprachen von Unternehmen. Es ist nicht das erste Mal, dass Twitter Probleme mit Telefonnummern oder 2FA hat.
Google plant, dass der Chrome-Browser künftig Mixed Content in Webseiten komplett blockiert. Das heißt, HTTP-Subressourcen können dann nicht mehr in HTTPS-Seiten geladen werden.
Das Fraunhofer SIT hat eine Sicherheitslücke im eingestellten Twitterkit entdeckt, die nicht mehr geschlossen werden soll. Über diese kann ein Man-in-the-Middle-Angriff durchgeführt werden. Einige iOS-Apps verwenden die Software noch, um auf Tweets zuzugreifen oder einen Login mit Twitter anzubieten.
Die Desktop-App des Messengers Signal darf nicht auf Rechnern von EU-Abgeordneten installiert werden, stattdessen verweist die IT-Abteilung auf Whatsapp. Bei diesem Anbieter werden die Metadaten jedoch mit Facebook und Drittanbietern geteilt.
Mussten sich Nutzer früher Enigmail und GnuPG installieren, soll Thunderbird bald alles, was man zur Verschlüsselung von E-Mails mit PGP braucht, mitbringen. Das bedeutet aber auch das Ende von Enigmail in Thunderbird.
Nicht nur GPS-Tracker und Kameras sind Teil des chinesischen Klassenraumexperiments der Zukunft. Schüler tragen Stirnbänder, die Gehirnaktivitäten messen. Lehrer und Eltern können so immer sehen, wie sich Kinder im Unterricht verhalten. Diese EEG-Messungen sind allerdings fehleranfällig.
Für die Teilnahme an einem Minispiel bekamen Freiwillige einen Gutschein über 5 US-Dollar. Dass es sich dabei um einen Gesichtsscan im Auftrag von Google handelte, wurde ihnen verheimlicht. Mit den Scans soll eine neue Funktion für das Pixel 4 realisiert werden.
Erstmals haben die USA mit einem anderen Staat den schnellen Austausch von elektronischen Beweismitteln vereinbart. Großbritannien akzeptiert den Zugriff von US-Behörden "ohne rechtliche Hürden".
Ein Fehler in Signal ermöglicht es, einen Sprachanruf aufzubauen, ohne dass der Empfänger diesen annehmen muss. Damit könnten Personen belauscht werden. Ein Update steht bereit.
Facebooks Bemühungen um einen besseren Datenschutz scheinen nicht allen Regierungen zu gefallen. Die USA, Großbritannien und Australien wollen weiterhin Zugriff auf Textnachrichten haben. Das beschütze "unsere Kinder", heißt es in einem Brief an Mark Zuckerberg.
Googles Project Zero berichtet über einen Bug im Linux-Kernel, mit dem sich Android-Telefone angreifen lassen. Laut Google wird offenbar ein Exploit für den Bug bereits aktiv ausgenutzt. Pikant: Gefunden wurde der Bug bereits 2017 - von Google selbst.
Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Weil einige Rechner von einer Schadsoftware befallen sind, hat das Berliner Kammergericht fast das gesamte System vom Netz nehmen müssen. Das Fax funktioniert aber noch.
Ein ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter hat vor Gericht zugegeben, auf Tausende private Konten von Yahoo-Nutzern zugegriffen zu haben. Über diese soll er auch an die Daten bei anderen Anbietern gelangt sein. Sein Ziel: intime Bilder und Videos.
Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Nach einem Datenleck beim Mobile-Games-Hersteller Zynga behauptet ein Hacker, im Besitz der persönlichen Daten von über 200 Millionen Spielern zu sein. Der Hacker ist kein Unbekannter.
Update Der Europäische Gerichtshof hat den Datenschutz im Internet gestärkt. Er fordert eine aktive Einwilligung der Nutzer beim Setzen und Abrufen von Cookies. Technische Cookies sind nicht betroffen.
Eine Versicherungsgruppe bietet Autofahrern einen Rabatt bei ihrer Kfz-Versicherung, wenn diese eine Dashcam ins Auto einbauen. Der Preisnachlass ist beträchtlich.
Wie Simjacker kann auch die Schadsoftware Wibattack Daten aus dem Mobiltelefon ausleiten. Auch hier kommt die Schadsoftware per SMS und läuft auf der SIM-Karte, sie nutzt allerdings eine andere Sicherheitslücke.
Die aktuelle Version 17 von Nextcloud bietet mit Virtual Data Rooms einen neuen Dienst zum Umgang mit besonders kritischen Daten an. Außerdem lassen sich nun Daten von gestohlenen Geräten löschen.
Passwortgeschützte PDF-Dateien bieten wenig Sicherheit. Ein Angreifer, der die Dateien manipulieren kann, kann dafür sorgen, dass deren Inhalt geleakt wird. Abhilfe gibt es nicht, dafür müsste das Dateiformat geändert werden.
Ein Abkommen zwischen den USA und Großbritannien soll der Polizei den einfacheren Zugriff auf die Social-Media-Plattformen ermöglichen. Das Abkommen enthält jedoch mehrere Beschränkungen und soll bereits im Oktober unterzeichnet werden.
Die Gewerkschaft der Polizei in Rheinland-Pfalz fordert, den Einsatz von Bodycams auch in Wohnräumen zu erlauben. In Nordrhein-Westfalen ist dies bereits möglich. Das Innenministerium hält jedoch nichts von den Plänen.
Ein Sicherheitsforscher hat einen Exploit veröffentlicht, der einen Jailbreak bei vielen Apple-Geräten bis hin zum iPhone X ermöglicht. Über die Sicherheitslücke kann nicht autorisierte Software eingespielt werden. Apple kann die Lücke nicht durch ein Update beheben.
Zwei Polizisten hatten gegen die Kennzeichnungspflicht in Brandenburg geklagt. Das Gericht hat entschieden, dass diese verfassungsgemäß sei, auch wenn sie in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Polizisten eingreife, und nennt dafür mehrere Gründe.