• IT-Karriere:
  • Services:

Künstliche Intelligenz: EU rückt von Verbot automatischer Gesichtserkennung ab

Die EU-Kommission steht dem Einsatz automatisierter Systeme zur Gesichtserkennung weiter kritisch gegenüber. Über deren Einsatz könnten jedoch die Mitgliedstaaten künftig selbst entscheiden.

Artikel veröffentlicht am ,
Die EU-Kommission will automatische Gesichtserkennungssysteme nicht mehr generell verbieten.
Die EU-Kommission will automatische Gesichtserkennungssysteme nicht mehr generell verbieten. (Bild: Alexander Theiler/naiv.tv)

Die EU-Kommission plant offenbar kein vorläufiges Verbot mehr für den Einsatz automatisierter Systeme zur Gesichtserkennung. Wie die Financial Times berichtet, findet sich in einem aktuellen Entwurf für ein Weißbuch zum künftigen Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in Europa keine entsprechende Passage mehr. Die Entscheidung über ein mögliches Moratorium werde den Mitgliedstaaten überlassen. In einem früheren Entwurf hatte die Kommission noch ein fünfjähriges Verbot der Technik ins Auge gefasst.

Stellenmarkt
  1. SySS GmbH, Tübingen
  2. Bundesnachrichtendienst, Berlin

Dem Bericht zufolge steht die EU-Kommission dem Einsatz solcher Systeme weiterhin skeptisch gegenüber. Ihrer Ansicht nach neigten sie zu Ungenauigkeiten, könnten zum Verstoß gegen Datenschutzgesetze führen und Identitätsbetrügereien erleichtern. Jedoch sollten die Mitgliedstaaten den Einsatz der Systeme selbst prüfen und dazu unabhängige Einrichtungen beauftragen.

Änderungen weiterhin möglich

Die Hintergründe des Sinneswandels sind nach Darstellung der Financial Times unklar. Eine namentlich nicht genannte Person, die mit den Diskussionen vertraut sei, verweise darauf, dass die Sicherheitsbehörden ein Verbot der Technik ablehnten, weil sie darin ein gutes Werkzeug sähen. Der frühere Entwurf habe vor allem die Bedenken von Bürgerrechtsaktivisten widergespiegelt. Allerdings dauere die Diskussion weiterhin an. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass weitere Änderungen an dem Papier erfolgten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) rückte zuletzt von seinen Plänen ab, in Deutschland an zahlreichen Bahnhöfen und Flughäfen solche Systeme einsetzen zu wollen. Der Minister befürchte, mit der Einführung der umstrittenen Gesichtserkennung die Akzeptanz der Bevölkerung für Videoüberwachung zu verlieren. Seehofer trete jedoch weiterhin für eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum ein. Zuvor hatte ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen die automatische Gesichtserkennung als "Hochrisikotechnologie" bezeichnet und ein generelles Verbot gefordert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,00€, Portable T5 500 GB 86,00€)

freierbenutzername 12. Feb 2020 / Themenstart

Keine Ahnung warum das jetzt wieder hochkommt, aber es ist seit ein paar Wochen bekannt...

Huanglong 12. Feb 2020 / Themenstart

Einfach jeden vor die Wand stellen, 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die...

NativesAlter 12. Feb 2020 / Themenstart

Bei unseren Hobbynazis ist das definitiv keine Stigmatisierung sondern tatsächlich nur...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020)

Der Eracing Simulator von Razer versucht, das Fahrgefühl in einem Rennwagen wiederzugeben. Dank Motoren und einer großen Leinwand ist die Immersion sehr gut, wie Golem.de im Hands on feststellen konnte.

Razer Eracing Simulator ausprobiert (CES 2020) Video aufrufen
Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  2. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  3. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

    •  /