Nasa: Boeing umging Sicherheitsprozeduren bei Starliner

Vergessene Tabelleneinträge, fehlende Zeitabfragen und störende Mobilfunksignale sollen ursächlich für die Probleme beim Testflug des Starliner-Raumschiffs gewesen sein. Das seien aber nur Symptome des Zusammenbruchs der Sicherheitsprozeduren in der Softwareentwicklung von Boeing. Parallelen zur Boeing 737 MAX werden deutlich.

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Das Starliner Raumschiff besteht aus der Kapsel und einem abtrennbaren Servicemodul.
Das Starliner Raumschiff besteht aus der Kapsel und einem abtrennbaren Servicemodul. (Bild: Nasa)

Bei Boeing sieht es noch schlimmer aus als bisher bekannt: Zwei Software- und ein bis dahin noch nicht veröffentlichter Hardwarefehler seien nur Symptome eines tiefer liegenden Problems in der Entwicklung des Starliner-Raumschiffs und fehlender Aufsicht. Das wurde auf einer Pressekonferenz deutlich, die Nasa-Chef Jim Bridenstine ansetzte, um weitere Details aus den Untersuchungen des missglückten Testfluges vom Boeing Starliner im Dezember zu veröffentlichen. Der Zwischenbericht der Nasa zum ersten Testflug des Raumschiffs habe in der Presse zu Spekulationen geführt, die nun ausgeräumt werden sollten. Doug Loverro, Nasa-Chef für menschliche Raumfahrt, zeichnete dabei ein noch schlechteres Bild vom Stand der Entwicklung bei Boeing als bisher bekannt war.


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