Forensische Software: FBI hat das iPhone 11 geknackt

Auch ohne Hintertür von Apple können US-Ermittler inzwischen die aktuellen iPhones auslesen. Dennoch beklagen sie sich über den hohen Aufwand für das Entsperren der Geräte.

Artikel veröffentlicht am ,
Das FBI kann offenbar ein iPhone 11 knacken.
Das FBI kann offenbar ein iPhone 11 knacken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit Hilfe forensischer Software hat die US-Bundespolizei FBI nach eigenen Angaben auch Apple-Geräte der aktuellen Generation geknackt. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die ein Verfahren wegen unzulässiger Wahlkampffinanzierung betreffen. In dem Schreiben vom 21. Januar 2020 (PDF) heißt es, der Angeklagte Lev Parnas habe sich geweigert, "das Passwort für seine Geräte bereitzustellen, was natürlich sein Recht ist, doch das FBI hat fast zwei Monate gebraucht, das iPhone 11 freizuschalten". Bereits in der vergangenen Woche war berichtet worden, dass mit Hilfe der forensischen Software Cellebrite die Textnachrichten des Gerätes ausgelesen worden seien.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler - CAD/PLM (m/w/d)
    Hays AG, Esslingen
  2. Mitarbeiter Softwarelogistik Automotive (m/w/d)
    DRÄXLMAIER Group, München
Detailsuche

US-Ermittler und Apple streiten sich seit Jahren in der Frage, ob der iPhone-Hersteller einen Zugriff auf beschlagnahmte Geräte ermöglichen muss. In der vergangenen Woche beschwerte sich US-Präsident Donald Trump per Twitter darüber, dass Apple sich weiterhin weigere, solche Geräte zu entsperren. Apple solle die Smartphones von "Mördern, Drogendealern und anderen gewalttätigen Kriminellen" knacken. Dabei ging es um einen terroristischen Angriff auf eine Marinebasis in Florida.

Noch viele weitere Geräte gesperrt

Im Falle von Parnas räumt das FBI ein, dass es "noch viele weitere passwortgeschützte Geräte" gebe, auf die die Regierung noch nicht zugreifen könne. Die Bemühungen dazu dauerten noch an. Anfang Dezember 2019 hätten aber einige der Geräte entsperrt werden können.

Laut US-Medienberichten geben US-Behörden Millionen Dollar für die Nutzung von Forensik-Software wie Cellebrite aus. Allerdings ist unklar, welche Programme tatsächlich in der Lage sind, bestimmte Geräte zu knacken. So war im Frühjahr 2016 darüber spekuliert worden, ob Cellebrite im Auftrag des FBI das iPhone eines Terroristen entsperrt hatte. Das machten jedoch professionelle Hacker für das FBI und kassierten dafür eine beträchtliche Summe. Der Fall hatte Aufsehen erregt, weil Apple sich sogar einem vom FBI erwirkten Gerichtsbeschluss widersetzt hatte, der das Unternehmen dazu verpflichtet hatte, beim Entsperren des iPhones zu helfen.

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    01.-05.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In einem anderen wichtigen Punkt ist Apple aber den Ermittlern entgegengekommen. So soll das Unternehmen auf Wunsch des FBI darauf verzichtet haben, iPhone-Nutzern verschlüsselte Backups in der firmeneigenen iCloud anzubieten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 29. Jan 2020

Ok, in der Schule nicht aufgepasst. Google doch mal nach "Gewaltenteilung".

FreiGeistler 29. Jan 2020

Das mag zwar gegen einige Glaubenssätze verstossen, aber Apple hat ebenfalls keine Wahl...

Ezekiel2517 25. Jan 2020

Audio bei pastebin CBzmtkE0

Peter Brülls 24. Jan 2020

Nein, Peter Brülls geht davon aus, dass ein Kalenderdatum in 8 Stellen gegossen wird...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Dungeon Keeper
Wir sind wieder richtig böse!

Nicht Held, sondern Monster: Darum geht's in Dungeon Keeper von Peter Molyneux. Golem.de hat neu gespielt - und einen bösen Bug gefunden.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Dungeon Keeper: Wir sind wieder richtig böse!
Artikel
  1. bZ4X: Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an
    bZ4X
    Toyota bietet Rückkauf seiner zurückgerufenen E-Autos an

    Toyota bietet Kunden den Rückkauf seiner Elektro-SUVs an, nachdem diese im Juni wegen loser Radnabenschrauben zurückgerufen wurden.

  2. Laptops: Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler
    Laptops
    Vom Bastel-Linux zum heimlichen Liebling der Entwickler

    Noch vor einem Jahrzehnt gab es kaum Laptops mit vorinstalliertem Linux. Inzwischen liefern das aber sogar die drei weltgrößten Hersteller - ein überraschender Siegeszug.

  3. Entwicklerstudio: Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen
    Entwicklerstudio
    Eidos Montreal möchte Cyberpunk 2077 mit Deus Ex toppen

    Eidos Montreal würde gerne ein neues Deus Ex machen. Der Plan, damit Cyberpunk 2077 zu übertrumpfen, scheitert aber vorerst an einem Detail.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. Samsung 980 1 TB 77€ und ASRock RX 6800 639€ ) • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 8 GB DDR4-3200 34,98€ ) • AOC GM200 6,29€ • be quiet! Deals • SSV bei Saturn (u. a. WD_BLACK SN850 1 TB 119€) • Weekend Sale bei Alternate • PDP Victrix Gambit 63,16€ [Werbung]
    •  /