• IT-Karriere:
  • Services:

E-Mail-Client: Thunderbird bekommt eigenes Mozilla-Unternehmen

Der freie E-Mail-Client Thunderbird von Mozilla wird künftig von einem eigenen Tochterunternehmen der Mozilla Foundation weiterentwickelt. Das Projekt kann so leichter Entwickler anstellen und Kooperationen eingehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Thunderbird ist ein Wesen der Mythologie Nordamerikas.
Der Thunderbird ist ein Wesen der Mythologie Nordamerikas. (Bild: Quinn Dombrowski/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Die Weiterentwicklung des freien E-Mail-Clients Thunderbird wird "ab sofort" von dem neuen Unternehmen MZLA Technologies Corporation durchgeführt, wie das Projekt in seinem Blog mitteilt. Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein Tochterunternehmen der gemeinnützigen Mozilla Foundation, die damit nun sowohl den Firefox-Browser als auch den Thunderbird-E-Mail-Client in zwei voneinander unabhängigen, eigens dafür geschaffenen kommerziellen Firmen erstellt.

Stellenmarkt
  1. Vorwerk Services GmbH, Wuppertal
  2. Advantest Europe GmbH, Böblingen

Die Ankündigung kommt für Außenstehende etwas überraschend, dieser Schritt sei aber schon länger in Arbeit gewesen, wie das Thunderbird-Team schreibt. Immerhin sei das Projekt in letzter Zeit gewachsen. Das betreffe Spenden, Angestellte und Ziele. Diese nun durchaus positiven Zukunftsaussichten musste sich das Projekt jedoch hart erarbeiten.

Schon im Jahr 2012 beendete Mozilla die Unterstützung der Anwendung, die seitdem mehrheitlich von Freiwilligen aus der Community gepflegt wird. Ende des Jahres 2015 wurde die Entwicklung von Firefox und Thunderbird strikt getrennt, um Ressourcen für Firefox frei zu machen. Die juristische und organisatorische Heimat des Thunderbird-Projekts sollte aber weiter die Mozilla Foundation bleiben.

Daraufhin hat es das Thunderbird-Projekt geschafft, so viele Spenden zu sammeln, dass dringende Arbeiten von fest angestellten Entwicklern durchgeführt werden konnten. Das Team gab vor einem Jahr sogar bekannt, auf 14 Vollzeitstellen wachsen zu wollen. Diese arbeiten demnach künftig bei der MZLA Technologies Corporation.

Kommerzielle Dienste und Partnerschaften

Der Schritt bietet nicht nur mehr Flexibilität, sondern auch die Möglichkeit, "unseren Benutzern Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die unter dem Dach der Mozilla Foundation nicht möglich waren", heißt es in dem Blogeintrag. Geplant ist demnach, "Einnahmen durch Partnerschaften und nicht gemeinnützige Spenden zu sammeln, die wiederum zur Deckung der Kosten für neue Produkte und Dienstleistungen verwendet werden können".

Welche konkreten Pläne das Team dazu hat, ist derzeit zwar noch nicht bekannt. Die Entwickler betonen aber, dass sich an der Verfügbarkeit des Clients und dem Projektfokus nichts ändern soll. Immerhin bleibe das Team das gleiche, das Projekt werde weiter von der bisherigen Leitung geführt und die Entwickler setzten weiter auf Open Source und offene Standards sowie den Schutz der Privatsphäre der Nutzer.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-82%) 3,50€
  2. (-44%) 13,99€
  3. 29,99€
  4. (-27%) 14,50€

Anonymer Nutzer 29. Jan 2020

Ich nutze privat inzwischen nur noch eM Client. Hat ein sauberes modernes UI, Email...


Folgen Sie uns
       


Cyberpunk 2077 - Trailer Juni 2020

Ds Spiel soll für alle aktuellen Plattformen im November 2020 erscheinen.

Cyberpunk 2077 - Trailer Juni 2020 Video aufrufen
Coronavirus und Karaoke: Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang
Coronavirus und Karaoke
Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang

Karaokebars sind gefährliche Coronavirus-Infektionsherde. Damit den Menschen in Japan nicht ihr Hobby genommen wird, gibt es nun ein System, das auch mit Mundschutz gute Sounds produzieren soll.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. Corona Gewerkschaft sieht Schulen schlecht digital ausgestattet
  2. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
  3. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz

8Sense im Test: Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken
8Sense im Test
Vibration am Kragen gegen Schmerzen im Rücken

Das Startup 8Sense will mit einem Ansteckclip einer Bürokrankheit entgegenwirken: Rückenschmerzen. Das funktioniert - aber nicht immer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Rufus Cuff Handgelenk-Smartphone soll doch noch erscheinen
  2. Fitnesstracker im Test Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Anzeige Die voll digitalisierte Kaserne der Zukunft
  2. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
  3. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab

    •  /