Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik will im kommenden Frühjahr eine technische Richtlinie für Heimrouter vorstellen. Nach Ansicht des Innenministers ist ein gehackter Router gefährlicher als abgefahrene Reifen.
Die künftige Bundesregierung könnte deutschen Behörden die Erlaubnis für Gegenangriffe im Internet erteilen. Doch die potenziellen Koalitionspartner Grüne und FDP könnten sich querstellen.
Infineon-Chips in Personalausweisen, Laptops und Krypto-Hardware sind unsicher. Pikant daran: Die Produkte wurden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert.
Update RSA-Schlüssel von Hardware-Kryptomodulen der Firma Infineon lassen sich knacken. Das betrifft unter anderem Debian-Entwickler, Anbieter qualifizierter Signatursysteme, TPM-Chips in Laptops und estnische Personalausweise.
Das hat lange gedauert: Nach vier Jahren Untersuchungen hat sich die Bundesanwaltschaft entschieden, nicht gegen die Geheimdienste NSA und GCHQ zu ermitteln.
Erstmals müssen alle Chefs der deutschen Nachrichtendienste öffentlich dem Bundestag Rede und Antwort stehen. Sie nutzten die Gelegenheit weidlich, um ihre Überwachungswünsche loszuwerden.
Die eklatanten Sicherheitslücken bei der Wahlsoftware sollen künftig vermieden werden. Die Bundesregierung hält eine Zertifizierung durch das BSI für möglich.
Ausgerechnet der Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik möchte in der kommenden Legislaturperiode eine digitale Stimmabgabe bei Wahlen - weil er die "Digitalisierung ernst nehmen" will. Das Bundesverfassungsgericht und Angela Merkel sind anderer Meinung.
Windparks machen einen professionellen Eindruck, doch bei der IT-Sicherheit hapert es leider. Recherchen von Internetwache.org und Golem.de zeigen eine Menge Schwachstellen und ein Chaos bei der Zuständigkeit.
/58Kommentare/Von Sebastian Neef und Tim Philipp Schäfers
Ein 29-jähriger Brite ist in sein Heimatland überstellt worden. Zuvor war der Mann in Deutschland wegen des Angriffs auf Router der Telekom verurteilt worden, in seiner Heimat drohen ihm vermutlich härtere Strafen als in Deutschland.
Bei der IT-Sicherheit setzen die Unionsparteien auf eine verstärkte Überwachung des Darknets - durch "Internetpolizisten". Die SPD will die Rolle des BSI reformieren und Haftung für Sicherheitslücken. Nach dem Willen der Linkspartei gehört das BND-Gesetz abgeschafft, die Grünen wollen mehr Prävention.
Die Bundesregierung will mit neuen Aufgaben Jugendliche für den ehrenamtlichen Einsatz bei Feuerwehr und THW begeistern. "Hacken für die Guten", lautet das Motto.
Der BKA und das BSI gehören dem IT-Sicherheitsverband Teletrust an. Das hindert den Verein jedoch nicht daran, gegen die Ausweitung des Staatstrojaner-Einsatzes Verfassungsbeschwerde einzulegen.
Die Bundeswehr will agiler werden. Dafür sucht sie nach IT-Fachkräften und neuen Ideen aus Startups. Das beginnt mit vielen Schreibtischen in einem Hochsicherheitsbüro und auf dem Hangar einer Fregatte.
Müssen Händler Kunden über möglicherweise unsichere Software auf Smartphones informieren? Das soll eine Zivilklage gegen eine Media-Markt-Filiale klären. Verbraucherschützer hoffen auf eine Signalwirkung.
Zwei Schwachstellen in einem Programm der öffentlichen Verwaltung können unter Umständen dazu genutzt werden, die rechtssichere Signatur und Verschlüsselung von Behördenkommunikation zu umgehen. Ein Patch steht zwar zur Verfügung, wird aber nur langsam eingespielt.
Angriffe auf IT-Infrastruktur richten sich nicht nur gegen dienstliche Adressen. Derzeit seien auch private Mailkonten im Visier von Angreifern, warnt das BSI. Betroffen seien "Spitzenkräfte" aus Wirtschaft und Verwaltung.
Wer hat die Hoheit über die Daten, die ein vernetztes Fahrzeug generiert? Die Konzepte von Autoherstellern sowie Daten- und Verbraucherschützern nähern sich an. Doch es sind noch viele Fragen zu klären.
Die Meldepflicht für IT-Sicherheitsvorfälle ist auf weitere Branchen ausgedehnt worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf mehr als 1.600 Einrichtungen in ganz Deutschland.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Yahoo kritisiert, weil das Unternehmen nicht mit den deutschen Behörden kooperiere. Auch internationale Unternehmen sollten kooperieren, wenn deutsche Staatsbürger von Security-Vorfällen betroffen sind.
Die Sicherheitslücke ist seit gut zwei Jahren bekannt, trotzdem konnten Kriminelle sie ausnutzen: Mit einem Trick fingen sie mTAN-SMS ab und räumten deutsche Konten leer.
Was andere Staaten angeblich können, soll auch für Deutschland möglich werden. Sicherheitsbehörden sollen Angriffe auf IT-Systeme aktiv abwehren und Server im Ausland "zerstören" dürfen.
Der vermeintlich gezielte Cyberangriff auf den Bundestag war wohl keiner: Das BSI spricht in einer aktuellen Stellungnahme von einer mit schädlichen Werbebannern infizierten Webseite, die Abgeordnete einem Drive-by-Angriff aussetzten.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beklagt, dass Nutzer von Owncloud und Nextcloud ihre Installationen nicht aktualisieren. Das liegt aber auch daran, dass die Updatefunktion oft fehlschlägt. Und die Ratschläge des BSI waren in der Vergangenheit auch nicht unbedingt hilfreich.
Das BSI warnt Organisationen und Parteien vor Schwachstellen in ihren Cloud-Diensten. Viele haben bis heute nicht darauf reagiert. Golem.de konnte entsprechende Warnungen nachvollziehen: Die AfD nutzt ein abgelaufenes Zertifikat für ihre Subdomain, die Grünen sehen einen Dienstleister in der Pflicht.
Update Passkontrolle per Smartphone: Die auf der Chipkarte gespeicherten Daten des neuen Reisepasses lassen sich künftig ohne stationäres Lesegerät abfragen.
Update Wer steckte hinter dem Telekom-Routerhack? In Großbritannien wurde jetzt ein Mann festgenommen, ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft. Unklar ist, ob er nach Deutschland ausgeliefert wird.
Rund 60 Routermodelle von Netgear haben eine Sicherheitslücke, die Angreifern das Auslesen des Passwortes ermöglicht. Das BSI warnt vor der Lücke - und ruft Risikostufe 5 aus. Was das bedeutet, bleibt leider unklar.
Das Verbot der Datenhehlerei soll eigentlich den Handel mit gestohlenen Nutzerdaten erschweren. Doch investigative Journalisten sehen sich dadurch in ihrer Arbeit bedroht.
Der Wahlkampf 2013 war noch geprägt von Edward Snowdens Enthüllungen. In diesem Jahr scheinen netzpolitische Themen hingegen kaum eine Rolle zu spielen. Von den Piraten ganz zu schweigen.
Mit der neuen Version 45.6 des E-Mail-Clients Thunderbird schließt Mozilla mehrere Sicherheitslücken. Die Entwickler stufen zwei der sechs korrigierten Fehler als kritisch ein und auch das BSI empfiehlt dringend das Update.
Das Jahr 2016 hat im politischen Bereich vor allem eins gebracht: Informationskampagnen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Vom Hack der Kampagne der US-Demokraten über Fake-News bis hin zu vertraulichen Informationen über US-Sportler. Wie soll damit umgegangen werden?
Eine Auswertung von Passwörtern aus frei zugänglichen Daten-Leaks hat ergeben, dass die meistgenutzten Passwörter in Deutschland alles andere als sicher sind. Nach "hallo" finden sich auch die Klassiker "passwort" und "passwort1" in der Liste.
Der Angriff auf Thyssenkrupp soll auf das Konto der Hackergruppe Winnti gehen, die früher Gaming-Plattformen attackiert hat. Weitere deutsche Firmen sollen betroffen sein.
Die von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichten geheimen Akten aus dem NSA-Untersuchungsausschuss wurden möglicherweise beim Cyberangriff auf den Bundestag 2015 gestohlen. Die Opposition widerspricht dieser Darstellung.
Die Staatsanwaltschaft in Verden hat in Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden ein weltweit agierendes kriminelles Netzwerk zerschlagen. Die Avalanche-Infrastruktur wurde zur Verteilung von Ransomware, Spam und Phishing-Mails genutzt und soll mindestens 6 Millionen Euro Schaden verursacht haben.
Update Es war wohl nur eine Frage der Zeit: Die digitalisierten Unterlagen des NSA-Untersuchungsausschusses sind an die Öffentlichkeit gelangt. Für Empörung sorgt zudem die weitere Blockade der Vernehmung Edward Snowdens durch die Koalition.
Der Angriff auf die Telekom ist nach Angaben des Unternehmens nicht gut gemacht gewesen. Ausschließen, dass es so etwas wieder geben werde, könne man jedoch nicht, sagte ein Sprecher. Am Dienstag soll es keine Probleme mehr geben.
Das BSI bezeichnet die Störung der Telekom als Teil eines "weltweiten Angriffs auf ausgewählte Fernverwaltungsports von DSL-Routern". Die Grünen fordern Entschädigung für die Betroffenen.
Die Bundesnetzagentur weiß manchmal selbst nicht genau, welche Telekommunikationsprovider Vorratsdaten speichern müssen. Für bestimmte Anbieter gelten die Anforderungen jedoch nicht.
Angreifer werden immer professioneller, während die Abwehrmaßnahmen weiter an Wirksamkeit verlieren: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnet in seinem Jahresbericht 2016 ein düsteres Bild der Bedrohungslage für private Nutzer, Unternehmen und den Staat.
Das BSI soll ein Gütesiegel für die sichere Nutzung von Internet und Computern entwickeln. Zudem will die Bundesregierung eine "besonders bösartig intelligente Nutzung von Kommunikationsmitteln" bekämpfen.
Für die Provider wird es ernst mit der Vorratsdatenspeicherung. Da die EU-Kommission die Anforderungen der Bundesnetzagentur gebilligt hat, können sie von nächster Woche an mit den Vorbereitungen loslegen.
Die Hersteller vernetzter Geräte für das IoT sollen nach Ansicht des BSI höhere Sicherheitsstandards einhalten. Bei der Entwicklung dürfe nicht nur auf den Preis geachtet werden.
Firmen sollen IT-Experten kostenlos an den Staat ausleihen, um Cyberangriffe zu bekämpfen. Was bei der Feuerwehr funktioniert, ist bei der Cyberwehr nicht ganz so simpel.
Die Internetsicherheit ist ein hohes Gut - die CDU will diese mit einer Reihe von Maßnahmen verbessern. Wieso das Knacken von Verschlüsselung dazu gehört, bleibt ihr Geheimnis.
Es klingt wie ein Computerspiel oder ein Hackerfilm, ist aber leider Realität: Die Ampelanlagen eines deutschen Herstellers lassen sich fernsteuern. Obwohl das Unternehmen seit Monaten Kenntnis davon hat, ist bislang nichts geschehen.