Abo
  • IT-Karriere:

Nach Hackerangriff: Bundestag will Mitarbeitern Flash verbieten

Der Deutsche Bundestag will Mitarbeitern und Abgeordneten den Einsatz des Flash Players und anderer Browsererweiterungen künftig verbieten - das soll aus einem internen Dokument der Bundestagsverwaltung hervorgehen. Außerdem sollen sich die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter längere Passwörter ausdenken.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundestag will Flash verbieten - der Livestream setzt aber weiterhin auf diese Technologie.
Der Bundestag will Flash verbieten - der Livestream setzt aber weiterhin auf diese Technologie. (Bild: Screenshot Golem.de)

Nach dem schweren Hackerangriff vor rund sechs Monaten will der Deutsche Bundestag mit einigen Maßnahmen die IT-Sicherheit erhöhen. Mitarbeiter und Abgeordnete sollen zu längeren Passwörtern und PINs mit mindestens acht Zeichen verpflichtet werden, außerdem werden Flash und andere Browsererweiterungen von den Rechnern verbannt, wie Spiegel Online unter Berufung auf ein internes Dokument der Bundestagsverwaltung berichtet.

Inhalt:
  1. Nach Hackerangriff: Bundestag will Mitarbeitern Flash verbieten
  2. Ein politischer Hintergrund wird vermutet

Laut Spiegel steht in dem Dokument, dass "Internetbrowser-Erweiterungen zur Darstellung multimedialer Inhalte [...] deaktiviert werden" sollen. Damit würden der Flash Player, Shockwave und Quick Time aus dem erlaubten "Softwarekorb" fliegen. Tatsächlich wurden in diesem Jahr mehrfach politische Institutionen wie diplomatische Vertretungen und Außenministerien im Rahmen der Pawnstorm-Kampagne mit Zero-Days in Flash angegriffen.

Mit dem Aus für Flash könnte es für Mitarbeiter schwieriger werden, den Livestream des Bundestages während der Arbeit anzuschauen. Denn auf der Webseite heißt es, es werde "ein aktueller Flash Player (mindestens 9.0.124) benötigt", um Inhalte aktueller Legislaturperioden anzuschauen. Die aktuelle Version ist laut Adobe derzeit 19.0.0.245.

Keine detaillierten Vorgaben für Passwörter

Zu weiteren Vorschriften für die neuen Passwörter und PINs macht das Dokument offenbar keine Angaben. "Bundestag" könnte also nach wie vor als Passwort durchgehen. Ob der Bundestag ein eigenes Hochsicherheitsnetz bekommt, ist nach wie vor unklar.

Stellenmarkt
  1. SKF GmbH, Schweinfurt
  2. Klöckner Pentaplast GmbH, Heiligenroth

Neue Details zur Urheberschaft des Angriffs scheint das Dokument nicht zu bieten. Es heißt lediglich: Die Täter hätten "gängige Methoden und öffentlich verfügbare Tools, wie sie auch von weniger professionellen Tätern verwendet werden", genutzt. Möglicherweise sei dies geschehen, um "eine Zuordnung des Angriffs" zu erschweren.

Ein politischer Hintergrund wird vermutet 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. bis zu 11 PC-Spiele für 11,65€
  2. 499,00€ (zzgl. 8,99€ Versand)
  3. GRATIS
  4. 104,90€

nicoledos 08. Nov 2015

weil das nicht praktizierbar ist. Emails ohne Anhänge? Sollen die Dokumtene per Dropbox...

nicoledos 08. Nov 2015

Das Problem an Biometrie ist, die Person wird zum direkten und leichten Ziel. Dazu sind...

DeaD_EyE 07. Nov 2015

Das betrifft dich ja auch gar nicht oder arbeitest du im Bundestag und benötigst Zugang...

Kartenknipser 07. Nov 2015

Wen juckt was Chrome kann? Flash im Proxy blocken, gut ist. Der Proxy sollte...

JohannesB 07. Nov 2015

Eh ein bisschen schade/traurig, dass der Bundestag nicht längst in HTML5 streamed ;)


Folgen Sie uns
       


Cowboy Pedelec ausprobiert

Sportlich und minimalistisch - das Cowboy Pedelec ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Cowboy Pedelec ausprobiert Video aufrufen
IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Jobporträt Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
  2. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  3. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

    •  /