Abo
  • Services:
Anzeige
Betrüger gehen mit der neuen Vorratsdatenspeicherung auf Passwortfang.
Betrüger gehen mit der neuen Vorratsdatenspeicherung auf Passwortfang. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Phishing-Attacke: Erste Betrugsversuche mit neuer Vorratsdatenspeicherung

Betrüger gehen mit der neuen Vorratsdatenspeicherung auf Passwortfang.
Betrüger gehen mit der neuen Vorratsdatenspeicherung auf Passwortfang. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Das ging schnell: Kaum ist das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten, gehen Betrüger damit auf Passwortfang.

Eigentlich ist die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt worden, um Straftaten besser aufklären zu können. Vorerst wird damit jedoch eher die Fantasie von Kriminellen beflügelt: Wenige Tage nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes nehmen es erste Phishing-Mails als Vorwand, um Nutzer zur Aktualisierung ihrer Daten aufzufordern - was nicht einer gewissen Ironie entbehrt. Dass an den Mails inhaltlich so ziemlich alles falsch ist, was die anlasslose Speicherung der Kommunikationsdaten betrifft, dürfte die Betrüger wenig stören, solange sie ahnungslose und verunsicherte Opfer finden.

Anzeige

Die Mail unter dem Betreff "Wichtige Anweisungen bezüglich der Vorratsdatenspeicherung" stammt angeblich vom Zahlungsdienstleister Paypal. Darin heißt es: "Wie Sie bereits wissen, wurde die Vorratsdatenspeicherung per Gesetz verabschiedet und auch wir sind gezwungen zu handeln. Durch diese Gesetzesänderung werden Sie nun aufgefordert, Ihre bestehenden Daten zu bestätigen respektive zu aktualisieren!" Was alles in allem kompletter Unsinn ist.

Zum einen ist das Gesetz zwar vor wenigen Tagen in Kraft getreten, allerdings startet die eigentliche Vorratsdatenspeicherung wohl erst in anderthalb Jahren. Zuvor muss das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) noch die Speichervorgaben für die Provider festlegen, die dann innerhalb von sechs Monaten umzusetzen sind. Zum anderen betrifft das Gesetz nur die Verbindungsdaten wie Datum, Uhrzeit und Telefonnummern eines Gesprächs. Die Betrüger sind hingegen an den Bestandsdaten der Nutzer interessiert, vor allem natürlich an deren Passwörtern. Zu guter Letzt ist Paypal als Finanzdienstleister nicht von der Vorratsdatenspeicherung betroffen.

Die Einführung der Vorratsdatenspeicherung selbst dürfte die Kriminellen nicht stören. Solche Phishing-Attacken gehören nicht zu den Straftaten, für die bei den Providern Verbindungsdaten abgefragt werden dürfen.


eye home zur Startseite
Flizuon 18. Jan 2016

Super. Neben diesem fast sinnfreiem Gesetz darf man sich jetzt auch noch mit Scams...

Winetou_Koslowski 25. Dez 2015

Traue niemanden, auch nicht der Dekra.

RipClaw 25. Dez 2015

Wichtig ist was die Leute glauben. Die Leute sind uninformiert und interessieren sich...

Zäh-de-uhh 25. Dez 2015

Ja griaß gottle vom neuland, Sie müüüssen natürlich wissen das fischen, also...

GaliMali 25. Dez 2015

Theoretisch müsste die VDS die Phisher, Spamer und andere Betrüger sofort lokalisieren...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Nürnberg
  2. Smartsteuer GmbH, Hannover
  3. diconium GmbH, Stuttgart
  4. Deutsche Hypothekenbank AG, Hannover


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 12,85€ + 5€ FSK18-Versand
  2. 49,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. PowerVR 9XE/9XM und PowerVR 2NX

    Imagination Technologies bringt eigenen AI-Beschleuniger

  2. Auslastung

    Wenn es Abend wird im Kabelnetz

  3. Milliarden-Deal

    Google kauft Smartphone-Teile von HTC

  4. MPEG

    H.265-Nachfolger kann 30 bis 60 Prozent Verbesserung bringen

  5. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  6. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  7. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  8. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land

  9. Liberty Global

    Unitymedia-Mutterkonzern hat Probleme mit Amazon

  10. 18 Milliarden Dollar

    Finanzinvestor Bain übernimmt Toshibas Speichergeschäft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Edge Computing: Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
Edge Computing
Randerscheinung mit zentraler Bedeutung
  1. Software AG Cumulocity IoT bringt das Internet der Dinge für Einsteiger
  2. DDoS 30.000 Telnet-Zugänge für IoT-Geräte veröffentlicht
  3. Deutsche Telekom Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

Mobilestudio Pro 16 im Test: Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
Mobilestudio Pro 16 im Test
Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  1. Wacom Vorschau auf Cintiq-Stift-Displays mit 32 und 24 Zoll

Play Austria: Die Kaffeehauskultur reicht bis in die Spielebranche
Play Austria
Die Kaffeehauskultur reicht bis in die Spielebranche
  1. Human Head Studios Nach 17 Jahren kommt die Fortsetzung für Rune
  2. Indiegames Erfahrungen mit der zufallsgenerierten Apokalypse
  3. Spielebranche Mikrotransaktionen boomen zulasten der Kaufspiele

  1. Re: "Vodafone sieht sich nicht betroffen"

    WalterWhite | 08:50

  2. Re: Und trotzdem wird auch das nach der Wahl...

    AngryFrog | 08:50

  3. Re: schade, aber

    anchedo | 08:48

  4. Re: Lawrows verzerrte Wahrheit

    daarkside | 08:47

  5. Re: Sputnik & Co

    css_profit | 08:45


  1. 09:00

  2. 08:00

  3. 07:10

  4. 07:00

  5. 18:10

  6. 17:45

  7. 17:17

  8. 16:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel