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Kritische Infrastruktur: Weitere Beweise für Geheimdienstangriff auf Bundestag

Der IT-Angriff auf die Rechner des Bundestags hat Parallelen zu einer ausländischen Geheimdienstattacke im Jahr 2014. Damals sollen es China oder die NSA gewesen sein.
/ Achim Sawall
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Deutscher Bundestag (Bild: Deutscher Bundestag)
Deutscher Bundestag Bild: Deutscher Bundestag

Bei dem IT-Angriff auf den Deutschen Bundestag gibt es weitere Hinweise auf einen geheimdienstlichen Hintergrund. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) . Sicherheitsexperten fanden Parallelen zu einem Angriff auf deutsche Datenleitungen im Jahr 2014, der auch von einem Nachrichtendienst ausgeführt worden sein soll.

Aufgefallen sei der aktuelle Angriff, als Anfang Mai zwei Bundestagsrechner versuchten, einen Server in Osteuropa anzuwählen, der als Plattform für Wirtschaftsspione und organisierte Kriminelle den Geheimdiensten bekannt ist. Die beiden mit Schadsoftware infizierten Rechner befanden sich in den Räumen der Unions- und der Linksfraktion. Bis zum gestrigen Donnerstag entdeckten IT-Experten weitere befallene Bundestagsrechner, die vom Netz genommen wurden.

Bei dem Angriff im Jahr 2014 könnte es sich um die Attacke auf das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) handeln, der im April 2014 bekannt wurde. Monatelang soll es Angriffe auf das DLR gegeben haben. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum sei vom DLR eingeschaltet worden, nachdem mehrere Computer von Wissenschaftlern und Systemadministratoren mit Spionage-Programmen infiltriert wurden.

Hoher Grad an Perfektion

Das Szenario und die gefundene Schadsoftware seien mit einem hohen Grad an Perfektion vorbereitet worden. Wurde die Schadsoftware aufgespürt, löschte sie sich weitgehend selbst.

Die Attacke soll sich auf alle vom DLR eingesetzten Betriebssysteme gerichtet haben. IT-Forensiker des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollen im Code einiger Trojaner chinesische Schriftzeichen und wiederkehrende Tippfehler gefunden haben. Ein Insider erklärte, dass dies auch nur eine simple Tarnung gewesen sein könnte. Es könnte auch ein Angriff aus dem Westen gewesen sein. Westliche Geheimdienste hätten in diesem Fall bewusst Spuren in eine andere Richtung gelegt. Es gab die Vermutung, dass der US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) dahintersteckt.


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