Von T-Systems: Der Bundestag bekommt eine neue IT-Infrastruktur
Als Reaktion auf den Hackerangriff werden im Bundestag nun mehr als 10.000 Webseiten dauerhaft gesperrt. Außerdem soll T-Systems ein neues Netzwerk aufbauen. Bundestags-Mitarbeiter müssen ihre USB-Sticks bald zu Hause lassen.
Nach dem weitreichenden Angriff auf das IT-Netzwerk des Bundestages wird die gesamte IT-Infrastruktur des Parlaments auf Schwachstellen geprüft und neu aufgesetzt. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichten, hat das Parlament T-Systems mit der Analyse beauftragt. Die Mitarbeiter der Firma werden dabei vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt. Nach Abschluss der Untersuchung soll T-Systems ein Konzept für ein komplett neues System vorlegen.
In einem ersten Schritt soll Abgeordneten und Mitarbeitern der Zugriff zu mehr als 10.000 Webseiten gesperrt werden, vor allem solche, die Schadsoftware verteilen. Die Verwaltung der Sperrliste obliegt dabei dem BSI. Auf Druck der Grünen-Fraktion sollten die Mitglieder der IuK-Kommission die Liste jedoch einsehen können, um einen Missbrauch zu vermeiden, berichtet Tagesschau.de. Die Infektion des Bundestagsnetzes wurde wohl durch den Aufruf einer infizierten Webseite ausgelöst.
Mehr IT-Spezialisten für den Bundestag
Die jetzt diskutierten Maßnahmen sollen mittelfristig auch eine Aufstockung der internen IT-Abteilung sowie IT-Schulungen für Mitarbeiter und Abgeordnete umfassen. Möglicherweise wird das neue IT-Netz auch kompartmentalisiert, das heißt, in baulich voneinander getrennten Abschnitten errichtet werden.
Die Nutzung privater Smartphones, USB-Sticks und anderer Geräte könnte als Folge des Hacks eingeschränkt oder sogar verboten werden. Bereits vor der parlamentarischen Sommerpause sagte die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, dass in dieser Frage auch "unbequeme Entscheidungen denkbar" seien.
In der Sommerpause war das IT-Netz des Bundestages zwischenzeitlich komplett heruntergefahren worden, um Wartungsarbeiten durchzuführen. Die jetzt diskutierten Maßnahmen zeigen deutlich, dass sich das Parlament noch länger mit dem Thema auseinandersetzen wird. Lars Klingbeil von der SPD sagte Tagesschau.de: "Wir reden da schon von den nächsten zwei, drei Jahren. Wir müssen uns ja auch fragen, wie bleiben wir immer auf dem Stand der Technik. Das was im Sommer passiert ist, darf nicht noch einmal passieren."
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Grundsätzlicher Denkfehler: Nicht die Regierung Merkel-Gabriel (die sich nach wie vor...
Wenn es nur 100 Nutzer gibt ...
^^ +1
Das Problem im Bundestag ist ein rechtliches. In einem privatrechtlichen Betrieb...