Das US-Normungsinstitut Nist arbeitet gemeinsam mit Netzwerkausrüstern und -betreibern an einer Richtlinie, die den sicheren Betrieb des Routing-Protokolls BGP gewährleisten soll. Die Beteiligten setzen dabei eine Idee der IETF um.
Verschlüsselungsalgorithmen auf Basis elliptischer Kurven sollen kompakte Geräte im Internet der Dinge sicherer machen. Wir erklären, wie - und wo die Grenzen liegen.
Bisher gibt es kaum Informationen zur Auswirkung der Lücke im Bluetooth-Pairing auf Linux-Systeme. Es gibt zwar einen Patch, der das Problem grundlegend löst - und damit auch für andere Verwendungszwecke als Bluetooth dienen kann. Bis der Patch die Nutzer erreicht, dauert es aber wohl noch mehrere Wochen.
Bei HaveIBeenPwned können Nutzer aktuell rund eine halbe Milliarde Passwort-Hashes herunterladen. Damit könnten sie Dienste in die Lage versetzen, geleakte Passwörter abzulehnen.
Deutlich später als geplant hat Donald Trump eine Executive Order zum Thema IT-Sicherheit unterzeichnet. Darin fordert er 18 verschiedene Berichte an, ändert an der Politik seines Vorgängers aber nur wenig.
Forschern von Google und der Universität Amsterdam ist es gelungen, zwei unterschiedliche PDF-Dateien mit demselben SHA-1-Hash zu erzeugen. Dass SHA-1 unsicher ist, war bereits seit 2005 bekannt.
Schwache Kryptographie raus, weniger Round-Trips und damit mehr Performance - und außerdem Schmierfett für zukünftige Protokollversionen und Erweiterungen: Die Version 1.3 des TLS-Verschlüsselungsprotokolls kommt bald.
Kryptographen ist es gelungen, einen Primzahlparameter für DSA und Diffie-Hellman zu erstellen, der eine geheime Hintertür enthält. Diskutiert wurde diese Möglichkeit schon vor 25 Jahren, doch trotz der Gefahr für die Sicherheit von Verschlüsselungen wurden oft keine Gegenmaßnahmen ergriffen.
Die US-Bundespolizei FBI will Informationen aus Tätowierungen mit Hilfe eines Algorithmus automatisiert auswerten. Damit sollen Ermittlungen vereinfacht werden. Aktivisten beklagen Eingriffe in die Meinungs- und Religionsfreiheit.
Das Startup Sirin verspricht ein supersicheres Smartphone zum Luxuspreis. Für 9.500 britische Pfund plus Steuern soll es verschlüsselte Kommunikation geben. Der zugrundeliegende Krypto-Standard dürfte aber nicht jedem gefallen, dafür gibt es Wigig-WLAN.
Zahlreiche SSL-VPNs sichern den Traffic der Nutzer nur unzureichend ab - das behauptet eine Sicherheitsfirma. Viele Anbieter würden nach wie vor SHA-1 oder MD5 verwenden. Außerdem seien rund 10 Prozent der Dienste für Heartbleed anfällig.
Die Krypto-Arbeitsgruppe der IETF hat RFC 7748 veröffentlicht. Darin spezifiziert sind die zwei elliptischen Kurven Curve25519 und Curve447. Sie sind das Ergebnis einer langen Diskussion.
Eine der in Juniper-Firewalls gefundenen Hintertüren nutzt offenbar einen Zufallszahlengenerator, der mutmaßlich von der NSA kompromittiert ist. Bei der Analyse der Änderungen gibt es Hinweise, dass hier mehrere Akteure am Werk waren - und dass die Hintertür gar nicht wirklich geschlossen worden ist.
Das US-Handelsministerium hat die Hashfunktion SHA-3 jetzt offiziell als Federal Information Processing Standard (FIPS) 202 anerkannt. Das Nist hatte den Entwurf vor mehr als einem Jahr eingereicht. Grundlegende Änderungen gab es seitdem nicht.
Mit Windows 10 bietet Microsoft nun sowohl für Windows-7- als auch für Windows-8-Nutzer einen Nachfolger an. Mit einer Übersicht fassen wir ebenjene Neuerungen zusammen, die nicht offensichtlich sind und teils erst durch kommende Apps und Programme ihre volle Wirkung zeigen können.
/538Kommentare/Von Andreas Sebayang, Sebastian Grüner und Marc Sauter
RWC2015 Sehr ehrlich äußert sich John Kelsey von der US-Standardisierungsbehörde über die Probleme des Nist. Sie haben vermutlich dazu geführt, dass die NSA einen kompromittierten Standard durchsetzen konnte. Das Nist will aus den Fehlern lernen.
Curve25519 wird voraussichtlich bald von der IETF-Kryptographie-Arbeitsgruppe standardisiert werden. Nach längeren Diskussionen um Alternativvorschläge von Microsoft hat es ein Einlenken gegeben.
Die Kryptographie-Arbeitsgruppe der IETF will neue elliptische Kurven standardisieren. Curve25519 von Daniel Bernstein gilt als Favorit, doch Microsoft-Techniker sträuben sich dagegen.
Eine neue Version der Verschlüsselungssoftware GnuPG liefert Unterstützung für elliptische Kurven. Die Unterstützung für alte Schlüssel von PGP 2 wurde entfernt.
Die Gipsabdrücke an einem Tatort könnten ausgedient haben: Die US-Behörde Nist hat einen 3D-Scanner vorgestellt, der für solche Anwendungen eingesetzt werden soll. Er scannt Gegenstände aus mehreren Metern Entfernung und erstellt davon ein 3D-Bild.
Mit neuen Generatoren für Zufallszahlen, einer Prüfung für Firmware sowie einem schnelleren Block Layer für SSDs und USB im Netzwerk ist Linux 3.17 freigegeben worden.
Die Sicherheitslücke BERserk ist nur deshalb ein Problem, weil einige Zertifizierungsstellen sich nicht an gängige Empfehlungen für RSA-Schlüssel halten. Mit BERserk akzeptieren Firefox und Chrome gefälschte Zertifikate.
Cloudflare aktiviert künftig bei allen Kunden kostenlos verschlüsselte HTTPS-Verbindungen. Damit verdoppelt sich die Zahl der Webseiten im Netz, die verschlüsselt erreichbar sind.
Update Inzwischen wird die Bash-Sicherheitslücke Shellshock zur Verbreitung von Malware ausgenutzt. Die erste Korrektur war offenbar unvollständig. Wir haben die wichtigsten Hintergründe zu Shellshock zusammengefasst.
Def Con 22 Der PGP-Erfinder Phil Zimmermann will mit seinem Silent-Circle-Dienst und verschlüsseltem VoIP die Zusammenarbeit der Telekommunikationsunternehmen mit den Geheimdiensten und Regierungen beenden.
Forschern gelang es, durch kleine Veränderungen eine Variante der SHA-1-Hashfunktion mit einer Hintertür zu erzeugen. Die Sicherheit von SHA-1 selbst beeinträchtigt das nicht, es lassen sich aber Lehren für die Entwicklung von Algorithmen daraus ziehen.
Behörden wollen in großer Zahl Telefone mit Verschlüsselungsfunktion kaufen. Deren Hersteller Secusmart wurde gerade von Blackberry gekauft, einer Firma mit ungeklärten Verbindungen zu einer NSA-Hintertür. Auch bei der Verschlüsselung gibt es viele ungeklärte Fragen.
Der NSA-Ausschuss des Bundestages befasst sich mit den technischen Hintergründen der Überwachung. Die Empfehlungen der Experten dürften Politik und Geheimdiensten nicht gefallen.
Die Firma Certicom wusste spätestens seit Anfang 2005 von der Hintertür im Zufallszahlengenerator Dual EC DRBG. Das geht aus Patentanmeldungen hervor. Bei dem Zufallszahlengenerator handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine NSA-Hintertür.
In der Kryptobibliothek OpenSSL sind weitere teils gravierende Sicherheitslücken entdeckt worden. Patches dafür und neue Versionen der Software gibt es bereits.
Die US-Standardisierungsbehörde Nist zieht Dual EC DRBG offiziell zurück. Der Zufallszahlengenerator wurde von der NSA entwickelt, enthält nachweisbare Fehler und eventuell Hintertüren.
Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.
Die US-Behörde Nist hat einen Entwurf für die Standardisierung der Hashfunktion SHA-3 vorgelegt. Drei Monate lang besteht nun die Möglichkeit, diesen zu kommentieren.
Die Passwort Hashing Competition (PHC) sucht nach neuen Verfahren, um Passwörter sicherer zu speichern. 24 Vorschläge wurden in der ersten Runde eingereicht.
Update Schwächen im Zufallsgenerator Dual EC DRBG lassen sich praktisch ausnutzen, um TLS-Verbindungen anzugreifen. Eine TLS-Erweiterung, die nie standardisiert wurde, erleichtert die Attacke enorm. Schon länger wird vermutet, dass Dual EC eine Hintertür der NSA enthält.
Der Chef des Sicherheitsunternehmens RSA Security, Art Coviello, hat die Zusammenarbeit mit der NSA bestätigt und gleichzeitig verteidigt. RSA Security sei nicht die einzige Firma, die mit dem US-Geheimdienst zusammenarbeite.
Nach Empfehlungen der US-Behörde Nist darf der Hash-Algorithmus SHA-1 für digitale Signaturen 2014 nicht mehr genutzt werden, das Nist hielt sich aber selbst nicht daran. Auch das BSI kennt offenbar seine eigenen Empfehlungen in Sachen Hash-Funktionen nicht.
Das OpenSSH-Team hat OpenSSH in der Version 6.5 veröffentlicht. Die neue Version der Secure Shell bietet bessere Verschlüsselungsverfahren als der Vorgänger.
Die kommende Version 6.5 von OpenSSH wird zahlreiche verbesserte Verschlüsselungsverfahren enthalten, darunter die elliptische Kurve Curve25519 und die Stromverschlüsselung Chacha20. Die bisher verwendeten elliptischen Kurven stammten von der NSA.
Angreifern ist das Defacement der Webseite des OpenSSL Project gelungen. Die Code Repositories wurden laut den Betreibern überprüft, ohne dass eine Manipulation festgestellt werden konnte.
30C3 2013 war kein gutes Jahr für die Verschlüsselung. Auch jenseits des NSA-Skandals gab es etliche Schwachstellen, die zwar bereits bekannt waren, 2013 aber akut wurden.
Das Sicherheitsunternehmen RSA Security hat dementiert, in einem geheimen Vertrag mit der NSA dafür zu sorgen, dass Verschlüsselung mit Hintertüren in ihren Produkten eingesetzt wird.
10 Millionen US-Dollar zahlte die NSA an das Sicherheitsunternehmen RSA Security, um Dual_EC_DRBG in seiner BSafe-Bibliothek als Standard einzusetzen. Bereits im September 2013 hatte RSA davor gewarnt, die Bibliothek zu nutzen.
Das OpenSSL-Team hat einen fatalen Fehler in der Umsetzung eines Verschlüsselungsalgorithmus entdeckt. Er betrifft ausgerechnet das ins Verruf geratene Dual_EC_DRBG. Da der betroffene Standard kaum Verwendung findet, wird er nicht repariert.
Künftig werden Zufallszahlen in FreeBSD nicht mehr direkt von der Hardware von Intel oder Via berechnet. Nach der Enthüllung durch NSA-Dokumente seien sie nicht mehr sicher, so die Entwickler.