Abo
  • Services:
Anzeige
Wer eines dieser Passwörter nutzt, dem hilft vermutlich auch eine gute Hash-Funktion nichts.
Wer eines dieser Passwörter nutzt, dem hilft vermutlich auch eine gute Hash-Funktion nichts. (Bild: SplashData)

Wettbewerb: Neue Hash-Funktionen für Passwörter

Wer eines dieser Passwörter nutzt, dem hilft vermutlich auch eine gute Hash-Funktion nichts.
Wer eines dieser Passwörter nutzt, dem hilft vermutlich auch eine gute Hash-Funktion nichts. (Bild: SplashData)

Die Passwort Hashing Competition (PHC) sucht nach neuen Verfahren, um Passwörter sicherer zu speichern. 24 Vorschläge wurden in der ersten Runde eingereicht.

In einem Wettbewerb suchen Kryptographen nach neuen Hash-Funktionen zum Speichern von Passwörtern. Die Organisatoren der Password Hashing Competition (PHC) riefen im vergangenen Jahr dazu auf, Vorschläge hierfür einzureichen. Die Frist ist am 31. März abgelaufen und 24 Vorschläge wurden nun veröffentlicht. Die Kryptographen-Gemeinde ist jetzt aufgefordert, die eingereichten Vorschläge zu untersuchen.

Anzeige

Der Hintergrund: Passwörter werden üblicherweise in sicheren Applikationen nicht direkt gespeichert. Stattdessen speichert ein Server nur einen Hash des Passworts. Das führt dazu, dass bei einem Einbruch in den Server einem Angreifer nicht sofort alle Passwörter bekannt sind. Herausfinden kann man diese nur, indem man mit Hilfe eines Brute-Force-Angriffs versucht, Kombinationen von gängigen Passwörtern auszuprobieren. Mit Hilfe von sogenannten Rainbow Tables kann man bekannte Passwörter vorberechnen. Um das zu verhindern, wird nicht nur das Passwort selbst gehasht, es wird stattdessen ein sogenannter Salt zusammen mit dem Passwort als Eingabe für die Hashfunktion verwendet. Der Salt, bei dem es sich schlicht um einen Zufallswert handelt, wird zusätzlich unverschlüsselt gespeichert.

Das Problem: Passwort-Hashes haben gänzlich andere Sicherheitsanforderungen als gängige kryptographische Hash-Funktionen. Übliche Hashfunktionen wie SHA-2, die beispielsweise bei digitalen Signaturen eingesetzt werden, müssen etwa kollisionsresistent sein. Beim Speichern von Passwörtern ist das völlig egal. Hingegen zeichnet sich ein guter Passwort-Hash dadurch aus, dass er nicht besonders schnell berechnet werden kann. Für die Prüfung des Passwortes ist das nicht sonderlich schlimm, denn dafür muss die Funktion nur einmal ausgeführt werden. Für den Angreifer ist die langsame Ausführung jedoch ein Problem. Denn je länger ein Angreifer für die Berechnung braucht, desto schwieriger wird ein Brute-Force-Angriff.

Trotz dieser Unterschiede bei den Sicherheitsanforderungen wurden in der Vergangenheit oft gewöhnliche kryptographische Hashes für Passwörter verwendet. Unter aktuellen Linux-Systemen werden beispielsweise Passwörter in der shadow-Datei mehrfach mit SHA-512 gehasht. Es gibt jedoch auch Hash-Funktionen, die speziell für Passwörter ausgelegt sind. Eine beliebte Funktion ist bcrypt, es wird etwa vom Apache-Webserver unterstützt. Ein etwas neuerer Ansatz ist die Funktion scrypt, die besonders viel Speicher verbraucht und somit versucht, einen Angriff zu erschweren.

Wettbewerbe wie die Passwort Hashing Competition werden immer beliebter unter Kryptographen. Die Idee: Über einen längeren Zeitraum soll die Wissenschaftsgemeinde alle eingereichten Vorschläge untersuchen und öffentlich diskutieren. In der Vergangenheit hat das US-Standardisierungsgremium Nist zwei solche Wettbewerbe durchgeführt: Der Verschlüsselungsstandard AES und die Hash-Funktion SHA-3 wurden so ausgewählt. Erst kürzlich wurde der CAESAR-Wettbewerb gestartet, bei dem neue Verfahren zur authentifizierten Verschlüsselung gesucht werden. Weder CAESAR noch die Passwort Hashing Competition werden von einer Standardisierungsbehörde organisiert, hinter den Wettbewerben stehen jedoch Teams von bekannten Kryptographen, die diese durchführen und am Ende die Gewinner auswählen.


eye home zur Startseite
JensM 04. Apr 2014

Danke für die Anregungen. :) Es macht schon Sinn, rechenaufwendige Verfahren zu nehmen...

Malocher 02. Apr 2014

Nein, das stimmt so nicht, oder versteh ich dich gerade völlig falsch?

zoggole 02. Apr 2014

Für ein bestimmtes Zertifikat eine Fälschung zu erstellen ist es in der Tat ziemlich...

CiC 02. Apr 2014

Diese Protokolle (PAKE = Password Authenticated Key Exchange) erlauben es zwar das...

Sinnfrei 01. Apr 2014

AES-Hash - lässt sich optimal per AES-NI-Beschleunigen: http://csrc.nist.gov/groups/ST...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), Berlin
  3. Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach gGmbH, Bergisch Gladbach
  4. Fresenius Netcare GmbH, St. Wendel


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 12,99€
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  3. (u. a. Game of Thrones, Big Bang Theory, The Vampire Diaries, Supernatural)

Folgen Sie uns
       


  1. Blizzard

    Update und Turnier für Warcraft 3 angekündigt

  2. EU-Urheberrechtsreform

    Kompromissvorschlag hält an Uploadfiltern fest

  3. Desktop-Modi im Vergleich

    Fast ein PC für die Hosentasche

  4. Android 8.0

    Samsung verteilt Oreo-Upgrade wieder für Galaxy S8

  5. Bilanzpressekonferenz

    Telekom bestätigt Super-Vectoring für dieses Jahr

  6. Honorbuddy

    Bossland muss keine Millionen an Blizzard zahlen

  7. Soziale Netzwerke

    Twitter sperrt Tausende verdächtige Accounts

  8. Qualcomm

    802.11ax-WLAN kann bald in Smartphones kommen

  9. Synthesizer IIIp

    Moog legt Synthie-Klassiker für 35.000 US-Dollar wieder auf

  10. My Playstation

    Sony überarbeitet sein soziales PS-Ökosystem



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

Materialforschung: Stanen - ein neues Wundermaterial?
Materialforschung
Stanen - ein neues Wundermaterial?
  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Netzkarte, Signalanzeige - keine Aussagekraft...

    qq1 | 14:07

  2. Re: Schuster, bleib bei deinem Leisten.

    Frank... | 14:05

  3. Re: Es gibt keine Drosselung auf 1Mbit/s

    qq1 | 14:04

  4. Re: Netzabdeckung Norwegen

    schily | 14:04

  5. Re: Meine Ansicht zu dem Ganzen:

    Muhaha | 14:02


  1. 13:12

  2. 12:40

  3. 12:07

  4. 12:05

  5. 12:01

  6. 11:50

  7. 11:44

  8. 11:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel