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GnuPG unterstützt jetzt auch elliptische Kurven.
GnuPG unterstützt jetzt auch elliptische Kurven. (Bild: Petr Chudáček, Wikimedia Commons)

Verschlüsselung: GnuPG 2.1 bringt Unterstützung für elliptische Kurven

GnuPG unterstützt jetzt auch elliptische Kurven.
GnuPG unterstützt jetzt auch elliptische Kurven. (Bild: Petr Chudáček, Wikimedia Commons)

Eine neue Version der Verschlüsselungssoftware GnuPG liefert Unterstützung für elliptische Kurven. Die Unterstützung für alte Schlüssel von PGP 2 wurde entfernt.

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Die Entwickler der Verschlüsselungssoftware GnuPG haben eine neue Version ihres Programms herausgebracht. Die wichtigste Neuerung in GnuPG 2.1 ist die Unterstützung für Verschlüsselungs- und Signaturverfahren auf Basis elliptischer Kurven. Bislang unterstützte GnuPG lediglich klassiche Verfahren wie RSA, DSA oder ElGamal.

GnuPG ist die gängigste Software zur Verschlüsselung von Nachrichten nach dem OpenPGP-Standard. Es ist freie Software und steht unter der GNU General Public License (GPL) Version 3. Viele Mailverschlüsselungslösungen basieren auf GnuPG, beispielsweise das Thunderbird-Plugin Enigmail.

Verschlüsselungs- und Signaturverfahren auf Basis elliptischer Kurven sind schneller und kommen mit kürzeren Schlüsseln aus als klassische Verfahren. Das von Google entwickelte Browserplugin End-to-End setzt ebenfalls auf elliptische Kurven. Um die neuen Verfahren nutzen zu können, müssen sich Anwender allerdings einen neuen Schlüssel erstellen. Da diese Verfahren bislang wenig verbreitet sind, ist dies vorerst nur zu Testzwecken zu empfehlen.

GnuPG unterstützt unterschiedliche Verfahren zur Nutzung von elliptischen Kurven. Zum einen werden die bereits standardisierten Verfahren ECDSA für Signaturen und ECDH für Verschlüsselung aus dem RFC 6637 bereitgestellt. Diese können entweder mit den umstrittenen NIST-Kurven oder mit den vom BSI entwickelten Brainpool-Kurven genutzt werden. Daneben unterstützt GnuPG auch das von Dan Bernstein und Tanja Lange entwickelte Verfahren Ed25519 mit der Kurve Curve25519. Allerdings ist das lediglich ein Signaturverfahren, verschlüsseln lassen sich Nachrichten damit nicht.

Entfernt wurde in GnuPG die Unterstützung für PGP-Schlüssel von PGP 2. Laut den GnuPG-Entwicklern gibt es verschiedene Sicherheitsprobleme mit solch alten Schlüsseln. Diese alten PGP-Versionen waren bereits in den 90ern im Einsatz, heute dürfte kaum noch jemand Schlüssel aus der damaligen Zeit einsetzen.


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