Abo
  • Services:
Anzeige
3D-Scan einer Schuhsohle: Lidar und Frequenzkamm kombiniert
3D-Scan einer Schuhsohle: Lidar und Frequenzkamm kombiniert (Bild: E. Baumann/Nist)

Nist: US-Behörde entwickelt Tele-3D-Scanner

Die Gipsabdrücke an einem Tatort könnten ausgedient haben: Die US-Behörde Nist hat einen 3D-Scanner vorgestellt, der für solche Anwendungen eingesetzt werden soll. Er scannt Gegenstände aus mehreren Metern Entfernung und erstellt davon ein 3D-Bild.

Anzeige

Forscher der US-Behörde National Institute of Standards and Technology (Nist) haben einen 3D-Scanner entwickelt, der Oberflächen aus größerer Entfernung abtastet. Der Scanner könnte beispielsweise in der Industrie sowie bei der Aufklärung von Straftaten eingesetzt werden.

Der 3D-Scanner nutzt Lidar (Light Detection and Ranging), die optische Entsprechung zum Radar. Dabei wird ein Laserstrahl ausgesendet, der von einer Oberfläche zum Ausgangspunkt zurückgeworfen wird. Aus der Laufzeit des Signals wird die Entfernung errechnet. Die Nist-Forscher haben diese Messmethode mit einem Frequenzkamm kombiniert. Dadurch wird die Messung schneller und genauer.

Ungefährlich für das Auge

Der Scanner tastet eine Oberfläche mit einem Infrarot-Laser in einem Raster ab. Daraus wird ein 3D-Bild mit einer Auflösung von von ungefähr 1 Megapixel erzeugt. Einen Punkt abzutasten, dauert eine halbe Millisekunde. Die räumliche Auflösung beträgt etwa 10 Mikrometer. Das System nutzt Laser mit einer Leistung von 9 Milliwatt, damit das Instrument ungefährlich für das Auge ist. Trotz der geringen Leistung kann es auch sehr schwache Reflexe auffangen, und das auch über eine größere Entfernung: Der 3D-Scanner hat eine Reichweite von über 10 Metern.

Sie hätten das System an verschiedenen Oberflächen ausprobiert, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Optics Infobase. Sie haben beispielsweise Fußabdrücke auf dem Boden gescannt, Werkstücke aus Metall, wie den Kolben eines Motorrads, oder einen Kaktus - wobei sie einzelne Dornen abgebildet haben.

Fußabdrücke scannen

Eine mögliche Anwendung sehen die Wissenschaftler in der Forensik: Mit dem Scanner könnten Spuren wie Fußabdrücke gescannt werden. Letztere werden heutzutage mit einem Gipsabdruck gesichert. Mit dem Scanner lasse sich eine solche Spur besser sichern. Außerdem erfasse er mehr Details, etwa vom Profil der Sohle. Eine andere Anwendungsmöglichkeit könnte die Überwachung der Produktion von Präzisionsteilen sein.

Derzeit hat der 3D-Scanner noch die Größe eines Desktop-Computers. Er könne aber zu einem tragbaren Gerät verkleinert werden, schreiben die Wissenschaftler. Einige Unternehmen haben schon ihr Interesse bekundet, das Gerät zu bauen. Das Projekt wurde von der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, mitfinanziert.


eye home zur Startseite
spag@tti_code 16. Okt 2014

1e6 px * 5e-4 s/px = 500 s = 8,33 min Dafür braucht man schon ein gutes Stativ. Der als...

flurreh 15. Okt 2014

Die Kinect hat bei weitem nicht eine so gute Auflösung. Wenn ich meine Kinect für 3D...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Werner Sobek Group GmbH, Stuttgart
  4. Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€
  2. und bis zu 60€ Steam-Guthaben erhalten
  3. ab 486,80€

Folgen Sie uns
       


  1. Service

    Telekom verspricht kürzeres Warten auf Techniker

  2. BVG

    Fast alle U-Bahnhöfe mit offenem WLAN

  3. Android-Apps

    Rechtemissbrauch erlaubt unsichtbare Tastaturmitschnitte

  4. Electro Fluidic Technology

    Schnelles E-Paper-Display für Video-Anwendungen

  5. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  6. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  7. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  8. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  9. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  10. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Meine Erfahrung als Störungssucher in Luxemburg

    AndyWeibel | 14:26

  2. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    BLi8819 | 14:25

  3. Re: Schadensersatzpflicht für fahrlässige...

    aLpenbog | 14:23

  4. Re: Unser Loggmittel?

    Theoretiker | 14:22

  5. Kenne ich

    kotzwuerg | 14:21


  1. 12:31

  2. 12:15

  3. 11:33

  4. 10:35

  5. 12:54

  6. 12:41

  7. 11:44

  8. 11:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel