Abo
  • IT-Karriere:

SHA-3: Nist bleibt beim Original

Anders als zunächst angekündigt, will das Nist jetzt darauf verzichten, beim neuen Hash-Standard SHA-3 die Sicherheitsparameter zu ändern. Die Ankündigung hatte vor einigen Wochen heftige Kritik erregt.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Das Nist geht auf seine Kritiker ein.
Das Nist geht auf seine Kritiker ein. (Bild: Nist)

Die Standardisierung der kryptographischen Hash-Funktion SHA-3 schreitet voran. In Kürze will die US-Standardisierungsbehörde Nist (National Institute of Standards and Technology) einen Entwurf für den finalen SHA-3-Standard vorlegen. SHA-3 ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, der von belgischen Kryptographen entwickelte Algorithmus Keccak hatte sich hierbei gegen zahlreiche andere Einreichungen durchgesetzt.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Freiburg
  2. KfW Bankengruppe, Berlin

Nist-Mitarbeiter John Kelsey erklärt auf der Mailingliste des Hash-Wettbewerbs, man werde nicht, wie zunächst angekündigt, die Sicherheitsparameter für die finale Standardisierung ändern. Das hatte kürzlich zu heftigen Diskussionen geführt. Das Nist wollte ursprünglich in Absprache mit den Keccak-Entwicklern die sogenannte Kapazität des Algorithmus ändern. Dadurch wäre SHA-3 geringfügig schneller, aber eben auch unsicherer geworden.

Viele Kryptographen warfen dem Nist daraufhin vor, den Sinn des SHA-3-Verfahrens zu pervertieren, wenn am Ende eine Variante von Keccak standardisiert wird, die in dieser Form überhaupt nicht im Rahmen des Wettbewerbs untersucht wurde.

"Das Feedback, das wir erhalten haben, zeigt uns, dass viele in der Krypto-Community damit nicht einverstanden sind", erklärte Kelsey und kündigte an, dass der Entwurf wieder auf die alte Variante von Keccak mit den höheren Kapazitätsparametern zurückgreifen wird.

SHA-3 soll es in vier Varianten geben - mit 224, 256, 384 oder 512 Bit Ausgabelänge. Außerdem plant das Nist, zwei weitere Varianten mit variabler Ausgabelänge unter dem Namen Shake zu standardisieren. Bisherige Hash-Funktionen haben immer eine feste Ausgabelänge, bei SHA-1 etwa 160 Bit. In manchen kryptographischen Verfahren sind jedoch andere Ausgabelängen notwendig.

Bisher behilft man sich dabei mit Konstruktionen, die meist mit einem Zähler eine gängige Hash-Funktion mehrfach aufrufen und entsprechend abschneiden. Ein Beispiel für eine derartige Konstruktion ist die Funktion MGF1, die Teil des RSA-Standards ist. Künftig sind solche Hilfskonstrukte nicht mehr notwendig und können durch Shake ersetzt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 279,90€
  2. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

TC 03. Nov 2013

Ich überflieg die Überschrift schon zum x'ten mal in 2 Tagen und les immer wieder...


Folgen Sie uns
       


Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom

Wetter, Allgemeinwissen, sächsische Aussprache - wir haben den Magenta-Assistenten gegen Alexa antreten lassen.

Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

Pixel 4 im Hands on: Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro
Pixel 4 im Hands on
Neue Pixel mit Dualkamera und Radar-Gesten ab 750 Euro

Nach zahlreichen Leaks hat Google das Pixel 4 und das Pixel 4 XL offiziell vorgestellt: Die Smartphones haben erstmals eine Dualkamera - ein Radar-Chip soll zudem die Bedienung verändern. Im Kurztest hinterlassen beide einen guten ersten Eindruck.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Google Pixel 4 entsperrt auch bei geschlossenen Augen
  2. Live Captions Pixel 4 blendet auf dem Gerät erzeugte Untertitel ein
  3. Google Fotos Pixel 4 kommt ohne unbegrenzten unkomprimierten Fotospeicher

    •  /