Die Hersteller von mobilen Geräten und eingebetteten Systemen haben im vergangenen Jahr zum Linux-Kernel mehr als doppelt so viel Code beigetragen wie zuvor. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Linux Foundation hervor. Außerdem will IBM etwa 1 Milliarde US-Dollar in die Kernel-Entwicklung stecken.
Das Fairphone-Projekt hat eine detaillierte Liste der Kosten für sein Smartphone veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass etwa 8,5 Prozent des Kaufpreises an gemeinnützige Projekte gehen, darunter eine Sozialkasse für Arbeiter.
Der Linux-Kernel 3.12 steht ab sofort als erster Release Candidate zum Testen bereit. Linus Torvalds bezeichnet die aktuelle Version als "mehr oder weniger normal". Etwa 73 Prozent der Änderungen betreffen diverse Treiber, 12 Prozent betreffen die Systemarchitektur und 6 Prozent die Dateisysteme.
Das Freeciv-Team hat nach zweijähriger Entwicklungsarbeit die Version 2.4 des freien Civ-Nachbaus freigegeben. Spieler können sich auf mehr als zehnmal so großen Karten austoben.
Die NSA-Abteilung "Follow the money" sammelt offenbar Informationen zu Kreditkartentransaktionen und Banküberweisungen in einer Datenbank namens Tracfin. Sie soll 2011 bereits 180 Millionen Datensätze enthalten haben.
Nachdem ein Hacker beobachtet hat, dass auf Dropbox gespeicherte Dokumente von dem Onlinespeicherdienst geöffnet werden, folgt prompt eine Erklärung: Dropbox generiert eine Vorschau davon.
Die Sonde Voyager 1 machte sich auf, in den interstellaren Raum zu fliegen. Das habe sie jetzt geschafft, teilt die Nasa mit. Messdaten, die die Sonde noch immer an die Erde funkt, sollen dies belegen.
Dass die US-Regierung das Tor-Projekt mitfinanziert, ist kein Geheimnis. Nach den jüngsten Enthüllungen um die US-Geheimdienste wird jedoch darüber spekuliert, ob Tor grundsätzlich sicher ist.
Das Software-Repository Medibuntu wird es bald nicht mehr geben. Von dort konnten sich Anwender die Bibliothek Libdvdcss herunterladen, die für das Abspielen verschlüsselter DVDs benötigt wird. Eine alternative Quelle gibt es bereits.
Aufgrund einer erfolgreichen Klage der Electronic Frontier Foundation (EFF) musste die US-Regierung Dokumente veröffentlichen, die abermals einen massiven Datenmissbrauch durch die NSA belegen. Selbst das Foreign Intelligence Surveillance Court hat demnach das Vertrauen in den Geheimdienst verloren.
Mehrere Behörden und Unternehmen sollen Opfer eines Cyberangriffs aus Nordkorea geworden sein. Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky hat den dafür verwendeten Trojaner namens Kimsuky untersucht.
Die Linux-Entwickler wehren sich dagegen, den Code für den Zufallsgenerator in Intels Ivy-Bridge-Chips zu entfernen. Er nutzt Nists SP800-90-Standard. Dort wird eine Hintertür der NSA vermutet.
Oracle hat das Java Developer Kit 8 als Developer Preview freigegeben. Der endgültige Erscheinungstermin wurde mehrfach verschoben. Im März 2014 soll Java 8 veröffentlicht werden.
Unter dem Motto "Linux für München" verteilt die Münchner Stadtverwaltung Datenträger mit Ubuntu 12.04 LTS in den städtischen Bibliotheken und will damit Linux als Alternative zu Windows bewerben.
Der US-Geheimdienst CIA hat jahrelang mit deutschen Geheimdiensten an einer geheimen Datenbank gearbeitet. Dort wurden Informationen zu mutmaßlichen islamistischen Terroristen gesammelt. Die dafür verantwortliche Anti-Terror-Einheit trug den Namen Projekt 6.
Eine wissenschaftliche Studie belegt, dass Tor-Nutzer leichter zu identifizieren sind als weitläufig vermutet. Die Wahrscheinlichkeit, einen Nutzer spätestens nach sechs Monaten zu enttarnen, liegt bei 80 Prozent.
US-Präsident Barack Obama hat eine neue Gesetzgebung für Geheimdienste in den USA angedeutet. Durch den technischen Fortschritt sei das Risiko eines Missbrauchs größer als zuvor, sagte Obama auf einer Pressekonferenz in Stockholm.
Mit dem Release Candidate des Mediaplayers Mythtv 0.27 lassen sich Internetradiosender abspielen. Außerdem erhält der freie Mediaplayer ein erweitertes Benachrichtigungs-API.
Die Anwälte des verurteilten Wikileaks-Informanten Manning haben bei US-Präsident Barack Obama ein Gnadengesuch eingereicht. Es enthält auch eine persönliche Botschaft an Obama.
Für Kubuntu gibt es künftig kommerziellen Support. Die Firma Emerge Open bietet verschiedene Unterstützungspakte für die Linux-Distribution mit KDE an. Die Einnahmen sollen Kubuntu zufließen.
Satte 1,65 Milliarden Euro will Microsoft bei der Übernahme der Mobilgerätesparte von Nokia für Patentlizenzen ausgeben. Es handelt sich aber hauptsächlich um Designpatente.
Linux 3.11 erhält zahlreiche Änderungen im Grafikstack. Außerdem lassen sich der Swapspeicher und die Initram komprimieren. Mit einem Patch laufen Windows-RT-Apps mit Wine. Die Änderungen sind allerdings recht überschaubar.
Der Hersteller der Trojaner- und Spionagesoftware Finfisher wirbt damit, dass seine Software auch SSL-Verbindungen abhören kann. Als neuer Mitarbeiter wird der Backtrack-Gründer Martin Johannes Münch vorgestellt.
Der Whistleblower Edward Snowden soll auch geheime Unterlagen entwendet haben, zu denen er selbst als Administrator keinen Zugang hatte - mit Hilfe von gekaperten Profilen. Die NSA überprüft weiterhin interne Sicherheitsmaßnahmen, hat aber keine Ahnung, welche Dokumente der Whistleblower mitgenommen hat.
Der freie Desktop Gnome wird künftig Duck Duck Go als Standardsuchmaschine verwenden statt wie bisher Google. Damit wollen die Entwickler die Privatsphäre ihrer Nutzer schützen.
Sicherheitsforscher haben den in Python geschriebenen Dropbox-Client entschlüsselt und ihre Ergebnisse veröffentlicht. Damit offenbaren sie potentielle Sicherheitslücken - auch für andere Software.
Die 3D-Grafikbibliothek Mesa 9.2 kommt mit dem Unified Video Decoder (UVD) für AMD-Grafikkarten. Außerdem wurde die Unterstützung für Adreno-Grafikchips erweitert.
Ein ungepatchter Exploit in Java 6 wird inzwischen aktiv ausgenutzt. Seit April 2013 unterstützt Oracle Java 6 nicht mehr, einen Patch gibt es nur kostenpflichtig. Java 6 ist weiterhin stark verbreitet.
Die X.org Foundation ist nicht länger eine gemeinnützige Organisation. Die US-Steuerbehörde hat dem Open-Source-Projekt seinen Status entzogen, weil entsprechende Steuererklärungen fehlen.
Das Gnome-Team hat eine Vorabversion von Gnome 3.10 veröffentlicht. Die Titelleiste geöffneter Anwendungen wird künftig in die Taskleiste integriert. Außerdem wird mit Gnome Maps erstmals Kartenmaterial integriert.
Die CIA hat Dokumente zur sagenumwobenen Area 51 freigegeben. Dort sollen keine Außerirdischen untersucht, sondern nur Spionageflugzeuge getestet worden sein. Wer's glaubt - ich nicht!
Wegen einer fehlerhaften Abstimmung zwischen Hardware und dem USB-Stack in der Energieverwaltung des Linux-Kernels werden Verbindungen zu USB-Geräten häufig unterbrochen. Bislang sahen die Kernel-Entwickler die Schuld bei den Geräteherstellern.
Der verurteilte Whistleblower Bradley Manning habe die hohe Gefängnisstrafe gelassen hingenommen, sagt sein Anwalt. Er hoffe auf Begnadigung durch den US-Präsidenten. Sollte er in Haft bleiben müssen, wisse er, dass er diesen hohen Preis dafür zahle, dass andere in einer freien Gesellschaft leben können.
Ein Militärgericht hat den Whistleblower Bradley Manning zu einer Haftstrafe von 35 Jahren verurteilt. Das liegt weit unter den von der Anklage geforderten 60 Jahren.
Der Entwickler Tavis Rudd programmiert, indem er mit seinem Rechner spricht. Er nutzt dafür Pythons Dragonfly, eine Schnittstelle zu Dragon Naturally Speaking. Dabei ist auch eine eigene Sprache herausgekommen.
In ihrem Schlussplädoyer hat die Anklage im Prozess gegen Bradley Manning 60 Jahre Haft für den Whistleblower gefordert. Manning ist 25 Jahre alt. Am letzten Prozesstag reichte Manning ein Gnadengesuch ein.
Jos Poortvliet hat nochmals klargestellt, wie der Release Plan für die nächsten Versionen von KDE SC 4.11 aussehen wird. Demnach ist der Code für die Plasma Workspaces ab sofort eingefroren. In den Applikationen werden hingegen noch Änderungen angenommen.
Der Quellcode des Exfat-Treibers von Samsung steht jetzt unter der GPLv2 auf den Webseiten des Unternehmens bereit. Der zuvor geleakte Sourcecode war offenbar zu Recht unter die freie Lizenz gestellt worden, denn Samsung hat weite Teile aus dem Linux-FAT-Treiber entnommen.
Update Mit der Veröffentlichung von KDE SC 4.11 will das KDE-Team die Entwicklung der Plasma Workspaces 1.x abschließen. Die Portierung zu QML schreitet weiter voran und KWin lässt sich mit Wayland nutzen.
Samsung wird von der brasilianischen Regierung auf 110 Millionen US-Dollar verklagt. Das Geld soll geschädigten Arbeitern einer Fabrik in Brasilien zugutekommen, die dort unter schlechten Bedingungen Hardware für Samsung zusammenbauen.
Das Crowdfunding-Experiment für Ubuntus Mobiltelefon Edge droht zu scheitern. Dennoch will Mark Shuttleworth den Ubuntu-Desktop weiter für mehrere Geräte entwickeln. Denn mit dem Computer-Desktop allein könne Canonical kein Geld verdienen.
Unter seinem Open Patent Non-Assertion (OPN) Pledge hat Google weitere Patente freigegeben, die ohne Einschränkungen genutzt werden dürfen. Insgesamt sind es bereits 89 Patente, die teils in mehreren Ländern registriert sind.
Bei ihren Durchsuchungen von Internetdaten gehen die Mitarbeiter der NSA auch Informationen über Dritte nach, die bereits überwachte Personen erwähnen. Das kann auch US-Bürger betreffen. Einen Durchsuchungsbefehl benötigen sie dafür nicht.
Die E-Mail-Provider Lavabit und Silent Circle vernichten lieber die E-Mails ihrer Kunden, als sie an die NSA weiterzugeben. Sie geraten offenbar unter Druck der US-Strafverfolgungsbehörden. Über die genauen Gründe dürfe er nicht sprechen, schreibt der Lavabit-Gründer.
Auf einschlägigen Foren wird ein Banking-Trojaner für Linux verkauft. "Hand of Thief" soll unter anderem Code in Webseiten von Banken injizieren können.
Mit Darling sollen Anwendungen aus Mac OS X unter Linux laufen. Es handelt sich allerdings noch um einen Prototyp mit ungewissem Ausgang. Einige Terminalprogramme laufen schon.