Abo
  • Services:

Fabrikarbeiter: Samsung wegen schlechter Arbeitsbedingungen verklagt

Samsung wird von der brasilianischen Regierung auf 110 Millionen US-Dollar verklagt. Das Geld soll geschädigten Arbeitern einer Fabrik in Brasilien zugutekommen, die dort unter schlechten Bedingungen Hardware für Samsung zusammenbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
In einer Fabrik müssen Arbeiterinnen bis zu 15 Stunden täglich stehen. Samsung wird dafür verklagt.
In einer Fabrik müssen Arbeiterinnen bis zu 15 Stunden täglich stehen. Samsung wird dafür verklagt. (Bild: Alex Pazzuelo/Agência de Comunicações do Governo do Estado do Amazonas)

Das Arbeitsministerium der brasilianischen Regierung klagt gegen Samsung wegen schlechter Arbeitsbedingungen in einer seiner Fabriken. Dort sollen Arbeiter bis zu 15 Stunden am Tag stehend arbeiten müssen. Fast die Hälfte der Belegschaft ist wegen physischer Schäden krankheitsbedingt ausgefallen. Das von der Regierung vor Gericht eingeklagte Geld soll den geschädigten Arbeitern ausbezahlt werden. Samsung hat bereits seine Kooperation bei der Klärung des Falls zugesichert.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Die Fabrik liegt in der Zona Franca Manaus, einer Freihandelszone in der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas im Norden Brasiliens. Dort angesiedelte Unternehmen sind beispielsweise steuerbegünstigt.

Dreifache Taktung

Die dort angestellten Arbeiter bewältigen eine um das Dreifache über dem als ergonomisch sicher geltenden Normalwert liegende Taktung bei der Geräteproduktion. Das haben zwei Inspektionen durch das Arbeitsministerium ergeben. Eine Untersuchung hat bereits 2011 stattgefunden.

Nach Berichten dortiger Arbeiter müssen sie teilweise 10 bis 15 Stunden stehend und ohne Pause bis zu 27 Tage hintereinander arbeiten. Von den etwa 5.600 Angestellten der Fabrik hätten etwa 2.018 Arbeiter wegen physischer Schäden wie Rückenprobleme und Sehnenschneideentzündungen krankgeschrieben werden müssen oder hätten gekündigt. Die unzureichende Höhe der Arbeitstische trage zu den Beschwerden bei, zitiert Reporterbrasil einen Mitarbeiter des Arbeitsministeriums. Es gebe außerdem kaum Stühle zum Ausruhen. Die Fabrikleitung habe trotz der wiederholten Beschwerden keinerlei Anstrengungen gemacht, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Samsung auch in China in der Kritik

In China gibt es bereits seit längerem Berichte darüber, dass Produktionsstätten großer Hersteller unzureichende Arbeitsbedingungen bieten, zu lange Schichten verlangen und schlechten Lohn auszahlen. Dort sollen Fabriken, die für Samsung produzieren, Schüler zur Arbeit regelrecht zwangsverpflichtet haben. Apple-Zulieferer Foxconn gerät wiederholt wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik. Der chinesische Fabrikant fertigt unter anderem auch für Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und Samsung.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-50%) 4,99€
  2. (u. a. Football Manager 2019 für 26,49€)
  3. 34,99€ (erscheint am 14.02.)

DrWatson 15. Aug 2013

sagte der SED-Wähler.

DrWatson 15. Aug 2013

Im Umkehrschluss: Wer keine Made in Germany Preise verlangt, darf auch billig...

DrWatson 15. Aug 2013

Nein. Die Auftraggeber sind nie Schuld. Deshalb werden in den Haag auch nie die...

Charles Marlow 15. Aug 2013

Habe ich das Gegenteil behauptet? Und "geiz ist geil" haben sich die "meisten Leute...

ichplatzegleich 14. Aug 2013

+ 1 Die auch, aber vorallem die Gier der Investoren.


Folgen Sie uns
       


Dell XPS 13 (9380) - Hands on (CES 2019)

Wir haben uns Dells neues XPS 13 auf der CES 2019 angesehen.

Dell XPS 13 (9380) - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

    •  /