Onlinespeicher: Dropbox öffnet Dokumente für Vorschaugenerierung

Ein Sicherheitsexperte hatte beobachtet(öffnet im neuen Fenster) , dass auf bei Dropbox gespeicherte Doc-Dateien von Unbekannten zugegriffen wird; Dropbox hat jetzt selbst eine Erklärung geliefert: Der Onlinespeicherdienst öffnet Dokumente, um davon eine Vorschau zu generieren.
Ein Backend-Prozess greife auf Dokumente zu, um eine Vorschau zu erstellen, die dann im Browser eines Nutzers angezeigt werde, schreibt ein Dropbox-Sprecher auf Anfrage der Webseite Business Insider(öffnet im neuen Fenster) .
Der Sicherheitsexperte und Blogger Vintsurf bei der Webseite Infosec hatte Dokumente mit einer Web-App präpariert und bei Dropbox hochgeladen. Mit Honeydocs erweiterte Dokumentdateien registrieren Zugriffe über eine eingebettete GET-Anfrage und speichern dabei die IP-Adresse samt Whois-Informationen und Timestamp, von der aus ein Dritter auf das Dokument zugreift.
Unbekannte Zugriffe
Vintsurf hatte dabei beobachtet, dass auf seine MS-Word-Dokumente innerhalb von zehn Minuten von diversen IP-Adressen bei Amazons EC2 zugegriffen wurde. Als Useragent war immer Libreoffice eingetragen. Offensichtlich nutzt Dropbox die freie Textverarbeitung, um Dokumente für eine Vorschaugenerierung zu öffnen. Zumindest mit einem kostenlosen Dropbox-Konto gibt es keine Möglichkeit, diese Funktion in den Optionen zu deaktivieren.
In den Dropbox-Richtlinien(öffnet im neuen Fenster) heißt es unter anderem, dass Dropbox Dateien offenlegen kann, etwa wenn Strafverfolgungsbehörden dies anfordern. "Wenn wir einer Strafverfolgungsbehörde ... Dateien aus Ihrer Dropbox offenlegen, wird von diesen Dateien zuvor die Dropbox-Verschlüsselung entfernt." "Dropbox kann jedoch keine Dateien entschlüsseln, die Sie vor der Ablage in Ihrer Dropbox verschlüsselt haben" , heißt es dort weiter.