• IT-Karriere:
  • Services:

Whistleblower-Prozess: Bradley Manning muss 35 Jahre ins Gefängnis

Ein Militärgericht hat den Whistleblower Bradley Manning zu einer Haftstrafe von 35 Jahren verurteilt. Das liegt weit unter den von der Anklage geforderten 60 Jahren.

Artikel veröffentlicht am ,
Bradley Manning ist zu einer Gefängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt worden.
Bradley Manning ist zu einer Gefängnisstrafe von 35 Jahren verurteilt worden. (Bild: SAUL LOEB/AFP/Getty Images)

Bradley Manning ist zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Wenn er ein Drittel seiner Haftstrafe verbüßt hat, kann er auf Bewährung entlassen werden. Seine bisherige Haftzeit wird ihm mit dreieinhalb Jahren angerechnet. Außerdem wird er unehrenhaft entlassen. Damit verliert er auch alle Pensionsansprüche und sonstige Zahlungen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Trossingen
  2. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Hamburg

Zum Abschluss der Verhandlung über das Strafmaß hatte der Ankläger eine Haftstrafe von 60 Jahren gefordert. Außerdem forderte er, dass Manning eine Geldstrafe von 100.000 US-Dollar zahlen muss. Das Gericht sollte damit ein "klares Signal an alle Soldaten senden, die darüber nachdenken, Informationen zur nationalen Sicherheit herauszugeben".

Zuvor hatte sich Manning für die Weitergabe von geheimen US-Dokumenten und die Konsequenzen seiner Handlungen entschuldigt. "Ich bereue, dass meine Handlungen Menschen geschadet haben. Ich bereue, dass sie den Vereinigten Staaten geschadet haben", sagte Manning und bedauerte die "unbeabsichtigten Konsequenzen".

Noch während der Hauptverhandlung hatte sich Manning in einigen Punkten der Anklage für schuldig erklärt, die zusammen eine Haftstrafe von 20 Jahren ergeben hätten. Ende Juli 2013 wurde er in fast allen Anklagepunkten für schuldig erklärt. Vom Vorwurf der Begünstigung des Feindes, dem schwersten Anklagepunkt, wurde er freigesprochen.

Berufungsmöglichkeiten

Das Urteil gegen Manning wird zunächst von Generalmajor Jeffrey Buchanan geprüft, der die Anklage erhoben hat. Das sehen die Statuten des Uniform Code of Military Justice vor. Buchanan kann sowohl die Anklagepunkte als auch das Urteil selbst abmildern. An ihn hat Mannings Verteidigung bereits ein Gnadengesuch geschickt.

Nach der Überprüfung des Urteils durch Buchanan können sich Mannings Anwälte an den Army Court of Criminal Appeals mit einer Berufung wenden. Als letzte Instanz bleibt dann noch der United States Court of Appeals for the Armed Forces. Beide Gerichte überprüfen das Gerichtsverfahren auf Rechtsfehler, Sachfehler und die Angemessenheit der Strafe. Eine Begnadigung kann nur der Präsident der USA aussprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 129,99€ (mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 129,99€ (mit Vorbesteller-Preisgarantie)

Hirschin 26. Aug 2013

Die USA machen doch sowieso was sie wollen, wir wissen gar nicht was die inzwischen für...

SirFartALot 22. Aug 2013

Eine Stiftung (so es keine Fallstricke gibt) ist eigentlich eine hervorragende Idee...

SirFartALot 22. Aug 2013

YMMD! Ping Pong. Koestlich!

SirFartALot 22. Aug 2013

Nein. Nicht fuer die Amis. Wobei ich mich frage, wenn Manning und auch Snowden keine...

SirFartALot 22. Aug 2013

Sie (die Soldaten, die aus dem Heli schossen und dabei auch Reuters (?) Journalisten...


Folgen Sie uns
       


Datenbasierte Archäologie im DAI

Idai World ist ein System, um archäologische Daten aufzubereiten und online zugänglich zu machen. Benjamin Ducke vom Deutschen Archäologischen Institut stellt es vor.

Datenbasierte Archäologie im DAI Video aufrufen
Schräges von der CES 2020: Die Connected-Kartoffel
Schräges von der CES 2020
Die Connected-Kartoffel

CES 2020 Wer geglaubt hat, er hätte schon alles gesehen, musste sich auch dieses Jahr auf der CES eines Besseren belehren lassen. Wir haben uns die Zukunft der Kartoffel angesehen: Sie ist smart.
Ein Bericht von Martin Wolf

  1. Smart Lock Netatmo und Yale zeigen smarte Türschlösser
  2. Eracing Simulator im Hands on Razers Renn-Simulator bringt uns zum Schwitzen
  3. Zu lange Ladezeiten Ford setzt auf Hybridantrieb bei autonomen Taxis

Film: Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten
Film
Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten

Drachen löschen die Menschheit fast aus, Aliens löschen die Menschheit fast aus, Monster löschen die Menschheit fast aus: Das Jahr 2020 ist in Spielfilmen nicht gerade heiter.
Von Peter Osteried

  1. Alien Im Weltall hört dich keiner schreien
  2. Terminator: Dark Fate Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?
  3. Gemini Man Überflüssiges Klonexperiment

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

    •  /