Fairphone: 8,5 Prozent des Kaufpreises gehen an faire Projekte

Das Fairphone-Projekt hat eine detaillierte Liste der Kosten für sein Smartphone veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass etwa 8,5 Prozent des Kaufpreises an gemeinnützige Projekte gehen, darunter eine Sozialkasse für Arbeiter.

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Das Fairphone-Projekt hat die Kosten für das faire Smartphone veröffentlicht.
Das Fairphone-Projekt hat die Kosten für das faire Smartphone veröffentlicht. (Bild: Fairphone)

Von jedem verkauften Fairphone erhalten die Arbeiter der Fabrik in Changdong, China, in der die Smartphones zusammengebaut werden, 1,93 Euro, die in einen Sozialfonds eingezahlt werden. Mit den Besitzern der Fabrik wurde ausgehandelt, dass diese zu den 1,93 zudem noch 2,50 Euro beisteuern. Der Fonds soll allen Arbeitern der Fabrik zugutekommen, nicht nur denjenigen, die das Fairphone herstellen.

7,50 Euro pro Smartphone werden in das von Fairphone initiierte Made-With-Care-Programm einfließen. Mit dem Programm sollen die Arbeitsbedingen der Fabrikangestellten überwacht und verbessert sowie Trainingsprogramme finanziert werden.

Weitere 3,75 Euro werden an diverse Initiativen verteilt, die den Abbau von konfliktfreien Metallen fördern, unter anderem die Conflict-Free-Tin-Initiative. Für das spätere Recyceln des Fairphones werden 2 Euro zurückgelegt, und mit weiteren 3 Euro werden bestehende Recycling-Initiativen unterstützt. Mit 4 Euro sollen die Open-Source-Community sowie die Entwicklung des Fairphone-Betriebssystems subventioniert werden.

Die Gesamtkosten des Fairphones ohne Steuern und Gewinnmarge für Weiterverkäufer beträgt laut Fairphone-Projekt 257,50 Euro. Davon entfallen 185 Euro auf die Komponenten, Herstellung, Verpackung und Versicherungen. 25 Euro muss Fairphone für Patente und Lizenzen bezahlen. Mit den verbleibenden 45 Euro des Kaufpreises von insgesamt 325 Euro finanziert sich das Projekt selbst und zahlt davon 17,25 Euro für Personalkosten und Büroräume, die IT-Infrastruktur sowie Reisekosten.

Wegen der großen Nachfrage hat Fairphone die erste Produktionscharge von 20.000 auf 25.000 erhöht. Die ersten Geräte sollen im Dezember 2013 ausgeliefert werden.

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