Medibuntu: Libdvdcss-Quelle wird geschlossen

Wer künftig die Softwarebibliothek Libdvdcss benötigt, wird auf andere Quellen zugreifen müssen als bisher. Medibuntu, wo Libdvdcss bislang verfügbar war, wird aufgegeben. Das Software-Repository diente zuletzt nur noch als Quelle für Libdvdcss, die dort zusätzlich angebotene Multimediasoftware war schnell veraltet. Stattdessen soll Libdvdcss jetzt bei Videolan gehostet werden.
Unter Ubuntu lässt sich Libdvdcss per Skript installieren, das der Bibliothek Libdvdread beiliegt. Das Einbinden der eigentlichen Softwarequelle Medibuntu ist dafür seit längerem nicht mehr nötig. Wer sie dennoch in Apt eingebunden hatte, erhält auf der Homepage des Maintainers Gauvin Pocentek eine Anleitung(öffnet im neuen Fenster) , wie die Paketquelle unter Debian und Ubuntu entfernt werden kann. Auf der Webseite des Videolan-Projekts gibt es bereits eine Anleitung zur Installation(öffnet im neuen Fenster) .
Medibuntu noch bis Oktober
Bis Ubuntu 13.10 im Oktober 2013 erscheint, will Pocentek das Repository noch online lassen. Die Pflege des Libdvdcss-Pakets für Ubuntu und Debian übernimmt Jonathan Riddell, der auch das Kubuntu-Projekt betreut. Riddell will das bei Libdvdread beigelegte Skript anpassen. Der Kubuntu-Maintainer hat auch die Pakete in Medibuntu inspiziert. Die meisten seien obsolet, aktuellere gebe es in den offiziellen Ubuntu-Softwarequellen, schreibt er(öffnet im neuen Fenster) . Deshalb lohne sich auch die Pflege des Repositorys nicht.
Libdvdcss ist in einigen Ländern, unter anderem in den USA, wegen der Entschlüsselung von DVDs illegal und wird deshalb nicht in den offiziellen Paketquellen für Ubuntu angeboten. Neben Libdvdcss waren bei Medibuntu(öffnet im neuen Fenster) weitere Multimediapakete erhältlich, die aufgrund von Patenten, Copyrights oder Lizenzproblemen nicht offiziell angeboten werden konnten.



