Mit Angriffen durch RAM-Bitflips lassen sich unberechtigt Speicherinhalte auslesen. Als Demonstration zeigen Forscher, wie sie mit Nutzerrechten einen RSA-Key eines SSH-Daemons auslesen können.
Das Projekt Have I been Pwned? soll von einer Firma übernommen werden und wird in Project Svalbard umbenannt. Mit dem Service können Nutzer prüfen, ob ihre Zugangsdaten in Datenleaks auftauchen, bisher wird er vom Sicherheitsforscher Troy Hunt als Privatprojekt betrieben.
In zahlreichen Java-Projekten werden Abhängigkeiten ungeprüft über HTTP ohne TLS heruntergeladen. Ein Netzwerkangreifer kann dadurch trivial die Downloads manipulieren und Schadcode ausführen.
Eine Sicherheitslücke im Exim-Mailserver lässt sich auch übers Netz zur Codeausführung ausnutzen, der Angriff dauert aber in der Standardkonfiguration mehrere Tage. Lokal ist er trivial und emöglicht es Nutzern, Root-Rechte zu erlangen.
Im Texteditor VIM wurde eine Sicherheitslücke gefunden, bei der ein speziell präpariertes Dokument Code ausführen kann. Die dafür genutzte Funktion der Modelines ist nur auf manchen Systemen aktiv.
Knapp eine Million im Internet erreichbare Windows-Computer sind für eine Sicherheitslücke anfällig, die laut Microsoft das Potenzial hat, Schäden wie Wanna Cry zu verursachen.
Die Telekom beendet bei ihren Internetzugängen die Praxis, Anfragen nach nichtexistenten Domainnamen auf eine Navigationshilfe eines Drittanbieters weiterzuleiten. Ein Nutzer hatte sich bei verschiedenen Behörden beschwert und Strafanzeige gestellt.
Die New York Times berichtet, dass Berliner Antifagruppen von Russland gesteuert sein könnten. Die Belege dafür sind äußerst dünn: Offenbar nutzen die Gruppen lediglich einen Webhoster, der in der Vergangenheit auch von russischen Agenten genutzt wurde.
Der Mathematiker Robert McEliece ist tot. Er entwickelte Fehlerkorrekturverfahren, die auch in der Raumfahrt eingesetzt wurden, und war ein Pionier der Public-Key-Verschlüsselung. Sein bislang kaum genutztes Verschlüsselungsverfahren könnte mit Blick auf Quantencomputer noch eine Zukunft haben.
Eine israelische Firma hat offenbar eine Sicherheitslücke in Whatsapp genutzt, um Rechtsanwälte und Menschenrechtsaktivisten anzugreifen - darunter einen Anwalt, der gegen sie klagte. Nutzer sollten den Messenger umgehend updaten.
Als Antwort auf Zehntausende Anfragen nach einem Gutachten zum Herbizid Glyphosat hat das Bundesinstitut für Risikobewertung eine eigene, nicht sehr sichere Webseite programmieren lassen. Wir konnten Konfigurationsdateien auslesen, die Datenbank war mit dem Passwort "doof" geschützt.
Eine auf Dell-Laptops vorinstallierte Windows-Software zur Installation von Treibern öffnet einen lokalen HTTP-Server. Ein Netzwerkangreifer kann das missbrauchen, um Schadsoftware zu installieren.
Der IT-Dienstleister Citycomp ist gehackt worden und die dort gelagerten Daten zahlreicher, vor allem deutscher Firmen sind im Internet offen verfügbar. Der Angreifer hatte wohl versucht, Citycomp zu erpressen.
Microsoft hat den Code der Windows-eigenen Verschlüsselungsbibliothek Symcrypt unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Allerdings fehlt ein Build-System und externe Beiträge sind nicht gewollt.
Mit einer ganzen Reihe von Tricks lassen sich Mailprogramme dazu bringen, E-Mails scheinbar signiert anzuzeigen. Dabei wird aber nicht die Kryptographie angegriffen, sondern die Interpretation durch den Mailclient.
Ein 1999 von RSA-Miterfinder Ron Rivest erstelltes Kryptopuzzle, bei dem man eine langwierige Berechnung durchführen sollte, ist gelöst - viel früher als erwartet.
Viele Webseiten stellen unbeabsichtigt Backup-Dateien zum Download bereit. Sie lassen sich durch einfaches Erraten von Dateinamen wie backup.zip finden. Bei einer Datingbörse waren beispielsweise Hunderttausende von Profilen abrufbar.
Update Mit einem Service von Microsoft konnten Webseiten Neuigkeiten auf Windows-Kacheln als sogenannte Windows Live Tiles darstellen. Den Service gibt es nicht mehr, die zugehörige Subdomain konnten wir übernehmen und eigene Kachelinhalte anzeigen.
Update A service from Microsoft used to allow web page owners to deliver news on Windows Tiles as so-called Windows Live Tiles. After the service has been disabled, we were able to take over the corresponding subdomain and display our own Tile contents.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Die Schlüsselserver für PGP sind so ausgelegt, dass sie fast alles ungeprüft akzeptieren. Das führt zu zahlreichen Problemen, zuletzt wurden die Keyserver aufgrund von Angriffen mit vergifteten Schlüsseln immer unzuverlässiger.
Groß- und Kleinbuchstaben, mindestens ein Sonderzeichen, aber nicht irgendeins? Viele Passwort-Richtlinien führen dazu, dass Nutzer genervt oder verwirrt sind, aber nicht unbedingt zu sichereren Passwörtern. Wir geben Tipps, wie Entwickler es besser machen können.
Aufgrund subtiler Unterschiede beim Parsen von HTML-Code gelang es einem Sicherheitsforscher, gängige Filtermechanismen zu umgehen. Betroffen waren zwei Javascript-Bibliotheken und die Google-Suche.
Die Bundesrechtsanwaltskammer sucht einen neuen Betreiber für das von Sicherheitspannen geplagte besondere elektronische Anwaltspostfach. Die Verträge mit dem bisherigen Betreiber Atos laufen 2019 aus.
Online-Shops mit der Software Magento sollten schnellstmöglich updaten: Eine SQL-Injection-Lücke erlaubt es jedem Angreifer, Daten aus der Datenbank auszulesen.
Bisher war es laut Standard möglich, von DNS-Servern eine Liste aller Records für eine Domain anzufragen. Doch das ist problematisch und kann für Amplification-Angriffe missbraucht werden. Ein neuer RFC sagt daher, dass man diese Anfragen nicht mehr beantworten muss.
Update In der SSH-Software Putty sind im Rahmen eines von der EU finanzierten Bug-Bounty-Programms mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken entdeckt worden. Der verwundbare Code wird auch von anderen Projekten wie Filezilla und WinSCP verwendet.
VPN-Anbieter werben aggressiv und preisen ihre Produkte als Allheilmittel in Sachen Sicherheit an. Doch im modernen Internet nützen sie wenig und bringen oft sogar Gefahren mit sich.
Viele TLS-Zertifikate wurden nicht nach den geltenden Regeln ausgestellt. Sie müssten eine zufällige 64-Bit-Seriennummer haben, es sind aber real nur 63 Bit. Ein Risiko ist praktisch nicht vorhanden, trotzdem müssen die Zertifikate zurückgezogen werden.
Update Eine schwere Sicherheitslücke im Code der Schweizer Post für zukünftige Onlinewahlen ermöglicht es dem Betreiber einer Wahl, das Ergebnis zu manipulieren. Die Schweizer Post weiß angeblich schon seit 2017 von dem Problem, der Hersteller hat es jedoch versäumt, den Fehler zu beheben.
Für 670 Millionen Dollar übernimmt F5, ein Hersteller von Netzwerkhardware, die Firma hinter dem freien Webserver Nginx. Mit Nginx wird nach Schätzungen etwa ein Viertel aller Webseiten betrieben.
Google hat in Chrome eine "echte Zeroday-Chain", also eine bislang unbekannte Sicherheitslücke gefunden. Nutzer des Browsers und seiner Derivate sollten schnellstmöglich ein Update aufspielen.
Mehrere große IT-Konzerne haben in jüngerer Zeit Partnerschaften mit der Ölindustrie aufgebaut und tragen damit aktiv zur Klimakatastrophe bei. Dabei geben sie sich gerne als besonders umweltfreundlich und verantwortungsbewusst.
Durch Thunderbolt-Anschlüsse sind in modernen Laptops Angriffe auf den Speicher durch bösartige Hardware mittels DMA möglich. Verhindern soll das eine Technologie namens IOMMU, doch die ist oft abgeschaltet oder lässt sich umgehen.
In manchen OpenSSL-Konfigurationen und in Citrix-Loadbalancern wurde eine Padding-Oracle-Lücke gefunden, mit der man TLS-Datenverkehr entschlüsseln kann. Ein Forscherteam hat weitere Lücken entdeckt, weiß aber bei vielen nicht, welche Produkte dafür verantwortlich sind.
Die Entwickler von Drupal erläutern ihre künftige Releasestrategie und kündigen das Supportende für Drupal 7 an. Da Major-Updates bei Drupal oft umständlich sind nutzen viele Webseiten noch diese alte Version.
Die Firma Dark Matter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten betreibt eine TLS-Zertifizierungsstelle. Laut einem Reuters-Bericht ist Dark Matter daran beteiligt, im staatlichen Auftrag Menschenrechtsaktivisten mit Hilfe von Sicherheitslücken anzugreifen.
Signaturen von PDF-Dateien sind offenbar nicht besonders sicher: Einem Forscherteam der Uni Bochum gelang es, die Signaturprüfung in nahezu allen PDF-Programmen auszutricksen.
Die Schweizer Post hatte dazu aufgerufen, ihr Online-Voting-System zu testen - allerdings nur gegen die Zusicherung, gefundene Sicherheitsprobleme nicht unabgesprochen zu veröffentlichen. Jetzt ist der Quellcode zugänglich gemacht worden.
Ein Angreifer ist offenbar beim Mailprovider VFEMail in die Systeme eingedrungen und hat versucht, so viel Zerstörung wie möglich anzurichten. Für viele Kunden heißt das wohl, dass ihre Mails verloren sind.
Ein Kryptograph weist darauf hin, dass die sogenannten S-Boxen in russischen Verschlüsselungsstandards eine seltsame Struktur aufweisen und dass nirgendwo erklärt ist, wie es dazu kam. Handelt es sich um eine Hintertür?
Eine Sicherheitslücke ermöglicht es, dass Software aus einem Container ausbricht. Die Ausführungsumgebung Runc, mit der Container gestartet werden, kann überschrieben und so der Host übernommen werden. Docker und viele andere Lösungen sind verwundbar.
Ein Hersteller von Kühlsystemen, die bei industriellen Kunden wie Supermärkten und Krankenhäusern zum Einsatz kommen, hat diese mit einem Standardpasswort ausgestattet. Sie lassen sich übers Internet steuern und abschalten. Der Hersteller sieht das Problem nicht bei sich.