Google und Apple stellen kleinere Änderungen an ihrer Bluetooth-API für Corona-Tracing-Apps vor, zu möglichen zentralisierten Ansätzen wird nichts gesagt.
Der Hersteller von CAD-Software hat damit geworben, dass RWE die Software für seine Braunkohlebagger nutze. Ein belgischer Künstler und Klimaaktivist hat die Firma darauf angesprochen - und der Hinweis auf das "Erfolgsprojekt" ist verschwunden.
Deutschland hat bei der zentralisierten Corona-App dabei womöglich auf den falschen Ansatz gesetzt. Ohne Unterstützung von Google und Apple wird sie nur schlecht funktionieren - und genau daran fehlt es.
Update Im europäischen Konsortium PEPP-PT, das die Technologie für eine Corona-Tracking-App entwickeln will, gibt es einen Konflikt: Informationen über einen dezentralen Ansatz wurden ohne Absprache von der Webseite entfernt. Projektleiter Chris Boos sieht darin aber keinen Richtungsstreit.
/44Kommentare/Von Hanno Böck und Christiane Schulzki-Haddouti
Wegen der Corona-Pandemie findet unser Workshop zur IT-Sicherheit für Webentwickler nicht als Präsenzseminar, sondern im Netz statt: in einem Live-Onlineseminar Ende April mit Golem.de-Redakteur und IT-Sicherheitsexperte Hanno Böck.
Die Investitionsbank stellt Hilfen für Unternehmen bereit, die durch die Coronavirus-Pandemie in eine schwierige finanzielle Lage kommen - und hat dabei eine größere Datenschutzpanne verursacht.
Wegen der Coronavirus-Pandemie sind Videokonferenzen angesagt. Eine eigene Instanz der freien Videokonferenz-Software Jitsi Meet ist innerhalb von wenigen Minuten lauffähig, Golem.de stellt eine bereit.
Eigentlich wollte Let's Encrypt letzte Nacht drei Millionen Zertifikate zurückziehen. Viele sind aber nach wie vor gültig. Let's Encrypt hat sich offenbar entschieden, noch in Benutzung befindliche Zertifikate vorerst auszunehmen.
Ein Fehler bei Let's Encrypt hat dazu geführt, dass der Check von CAA-DNS-Records nicht korrekt durchgeführt wurde. Die Zertifizierungsstelle zieht jetzt kurzfristig betroffene Zertifikate zurück, was für einige Probleme sorgen dürfte.
Troy Hunt wollte seinen Passwort-Leak-Checker Have I been Pwned? verkaufen. Doch nach einem für Hunt frustrierenden Prozess entschied er sich letztendlich, das Projekt nun doch unabhängig selbst weiterzubetreiben.
Welches sind die häufigsten Sicherheitslücken im Web, wie können sie ausgenutzt werden - und wie können Webentwickler ihnen begegnen? Diese Fragen beantwortet der Golem.de-Redakteur und IT-Sicherheitsexperte Hanno Böck in einem Workshop Ende März.
Viele Bürger wollen sich zur Zeit bei Behörden über die aktuellen Coronavirus-Erkrankungen informieren. Doch wer sich beim Gesundheitsministerium, beim Robert-Koch-Institut oder bei anderen Verantwortlichen erkundigen will, stellt fest: Deren Webseiten laden nur langsam und teilweise gar nicht.
Update Eine Sicherheitsfirma hat im Februar 2019 ein Sicherheitsproblem im Zusammenspiel von Google Pay und Paypal gefunden und an Paypal gemeldet. Jetzt wird das Problem offenbar von Kriminellen ausgenutzt.
Es gibt gute Gründe, die Elektromobilität nicht nur unkritisch zu bejubeln. Einige Umweltverbände und Klimaaktivisten machen im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide dabei aber keine besonders gute Figur.
Amazon-Chef Jeff Bezos kündigt an, 10 Milliarden US-Dollar an Projekte zu spenden, die den Klimaschutz voranbringen. Kritiker merken an, dass Amazon seine Geschäfte mit der fossilen Industrie immer weiter ausbaut und sogar Klimawandelleugner mitfinanziert.
Update Ein Wordpress-Plugin hat eine Funktion, mit der man die komplette Datenbank neu aufsetzen kann. Das Problem dabei: Diese Funktion lässt sich auch ohne Authentifizierung erreichen - und ermöglicht in manchen Fällen ein Übernehmen des Wordpress-Systems.
Update Wer in Gimp in einem Bild mit Transparenz Bildbereiche löscht, der macht sie nur durchsichtig. Dieses wenig intuitive Verhalten kann dazu führen, dass Nutzer ungewollt Geheimnisse preisgeben.
Für einen kurzen Zeitraum im November hat ein Bug bei Google Fotos dafür gesorgt, dass beim Export der persönlichen Daten Videos vertauscht wurden. Einige Nutzer erhielten Zugriff auf die Privatvideos von anderen.
Microsoft verkündet einen ambitionierten Plan, um das Unternehmen klimaneutral zu machen. Vieles darin klingt gut, aber es gibt einen großen Haken: Microsofts gute Geschäfte mit der Ölindustrie sollen weitergehen.
Eine Lücke in der Zertifikatsvalidierung von Windows ermöglicht es, die Codesignaturprüfung auszutricksen und TLS-Verbindungen anzugreifen. Zudem gibt es eine Sicherheitslücke im Remote Desktop Gateway.
Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Geräte aus der Netscaler-Serie der Firma Citrix sind für eine Remote-Code-Execution-Lücke anfällig, die sich sehr leicht ausnutzen lässt. Ein Update gibt es bislang nicht, Nutzer müssen die Konfiguration selbst anpassen, um Angriffe zu filtern.
Der Truecrypt-Audit des BSI, über den wir gestern berichtet hatten, stammte von den Firmen Sirrix - heute Rohde und Schwarz - und Escrypt. Sirrix entwickelte daraufhin einen Fork namens TrustedDisk, der als Open Source veröffentlicht werden sollte - was nie passiert ist.
Update Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Jahr 2010 eine umfangreiche Analyse der Verschlüsselungssoftware Truecrypt erstellen lassen. Die Ergebnisse landeten in der Schublade, die Öffentlichkeit wurde über die zahlreichen gefundenen Sicherheitsrisiken nicht informiert.
Update The German Federal Office for Information Security has created a detailed analysis of the software Truecrypt in 2010. The results ended up in the drawer, the public was not informed about the found security risks.
In einer Software für Arztpraxen ist der Updateprozess ungeschützt über eine Rsync-Verbindung erfolgt. Der Hersteller der Software versucht, Berichterstattung darüber zu verhindern.
Forscher haben auf einem Rechencluster eine 795 Bit große Zahl faktorisiert. Das RSA-Verschlüsselungs- und Signaturverfahren basiert darauf, dass Faktorisierung schwierig ist. Für die praktische Sicherheit von RSA mit modernen Schlüssellängen hat dieser Durchbruch heute aber wenig Bedeutung.
Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Der Elektronikhändler Conrad meldet, dass ein Angreifer Zugang zu Kundendaten und Kontonummern gehabt habe. Grund dafür war eine ungesicherte Elasticsearch-Datenbank.
Eine Klage von Rechtsanwälten, die fordern, dass im besonderen elektronischen Anwaltspostfach (BeA) eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung umgesetzt wird, ist vorerst gescheitert. Der Anwaltsgerichtshof mochte den Argumenten der Kläger nicht folgen, eine Revision ist aber möglich.
Mit einem Timing-Angriff lassen sich Signaturschlüssel auf Basis elliptischer Kurven aus TPM-Chips extrahieren. Mal wieder scheiterten Zertifizierungen daran, diese Fehler frühzeitig zu finden.
Aus Sicherheitsgründen planen mehrere Browserhersteller, künftig ihre Caches nach Webseiten zu trennen. Das Laden von Resourcen über CDN-Netze lohnt sich danach nicht mehr.