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BeA: Anwaltspostfach wird neu ausgeschrieben

Die Bundesrechtsanwaltskammer sucht einen neuen Betreiber für das von Sicherheitspannen geplagte besondere elektronische Anwaltspostfach. Die Verträge mit dem bisherigen Betreiber Atos laufen 2019 aus.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Viele Rechtsanwälte empfinden das BeA weder als einfach noch als sicher.
Viele Rechtsanwälte empfinden das BeA weder als einfach noch als sicher. (Bild: Brak)

Die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) hat eine Ausschreibung für den zukünftigen Betrieb und die Entwicklung des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (BeA) gestartet. Die Verträge mit dem bisherigen Betreiber Atos laufen zum Jahresende aus. Das BeA ist ein spezielles Kommunikationssystem für Rechtsanwälte und Gerichte.

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Das BeA hat eine lange Geschichte von Sicherheitsproblemen hinter sich. Im Dezember 2017 musste es kurzfristig abgeschaltet werden und blieb bis September 2018 offline.

Pannengeplagt und umstritten

Umstritten blieb das BeA weiterhin. So fordert eine Gruppe von Anwälten, dass das System eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen sollte und versucht dies auch gerichtlich durchzusetzen. Mehrere lokale Rechtsanwaltskammern haben zudem gefordert, dass der Quellcode des BeA unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden soll. Zudem beschweren sich Anwälte, dass der Betrieb des BeA nach wie vor nicht reibungslos läuft und der Support oft nur schleppend reagiert.

Da die Verträge mit dem jetzigen Betreiber bereits Ende des Jahres auslaufen, bleibt vergleichsweise wenig Zeit für einen möglichen neuen Betreiber, sich in das System einzuarbeiten. Die Ausschreibungsunterlagen können auf der Webseite der Brak heruntergeladen werden.

Trotz der Sicherheitsprobleme in der Vergangenheit scheint für die Brak das Thema bei der Neuausschreibung nur eine geringe Rolle zu spielen. In der Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung sind nur sehr oberflächliche Sicherheitsziele angegeben. Zum großen Streitpunkt um die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sagen die Ausschreibungsunterlagen nichts. Allerdings ist von "dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselungsverfahren" die Rede.



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Gunther Marko 13. Apr 2019

Gunther Marko, Samstag, 13 April 2019 Rechtsanwalt

grorg 03. Apr 2019

Eine Sozietät ist nur eine mögliche Kanzleiform. Viele vermeiden diese auch weil sonst...

Sharra 02. Apr 2019

Also schon mal nicht die BRAK. Die hat sich bereits als "nicht ganz sauber in der Birne...

quineloe 02. Apr 2019

Bei uns arbeiten über 200 Rechtsanwälte und ich kenne keinen einzigen, der das beA...

benneq 02. Apr 2019

Das ist ja nicht nur bei uns so. Wenn selbst Facebook hunderttausende unverschlüsselte...


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