Über 4.000 Planeten außerhalb unseres Sonnensystem sind inzwischen bekannt. Die meisten sind Gasriesen wie Jupiter oder Neptun. Mit einer verbesserten Suchmethode haben deutsche Forscher Daten des Weltraumteleskops Kepler erneut durchsucht und mehrere kleine Exoplaneten gefunden.
Forscher haben mit der ersten Aufnahme eines schwarzen Lochs Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Dafür waren 20 Jahre Vorarbeit und eine internationale Kooperation nötig. Golem.de sprach mit dem Radioastronomen Heino Falcke, der maßgeblich an dem Projekt beteiligt war.
Das Bild des schwarzen Lochs von M87 ging um die Welt. Aber es ist kein Foto. Niemand kann wissen, wie das Objekt wirklich aussieht. Denn acht über die Erde verteilte Radioteleskope machen die Erde nicht zu einem großen Radioteleskop.
Es hat einen Geburtsfehler und immer wieder mal Schluckauf: Kürzlich hat es erneut ein technisches Problem beim Weltraumteleskop Hubble gegeben. Doch die Hubble-Wissenschaftler sagen, dass das Teleskop noch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts einsatzfähig ist.
Kepler hat einen würdigen Nachfolger gefunden: Das 2018 in den Orbit geschossene Weltraumteleskop Tess hat in wenigen Monaten drei Exoplaneten entdeckt. Weitere Entdeckungen werden noch geprüft.
Das Kepler-Weltraumteleskop entdeckte Tausende Planeten und ferne Sterne und zeigte, dass Planeten der Normalfall und keine Ausnahme sind. Ohne Treibstoff geht nun seine einzigartige Mission zu Ende.
Hubble kommt wieder in den normalen Betrieb. Einmal aus- und wieder einschalten. Kräftig durchschütteln. Läuft wieder. Aber auch mit ausgefallenem Kompass wäre Hubble nicht verloren gewesen.
Weil ein weiteres Instrument zur Ausrichtung von Hubble ausfiel, ist das Weltraumteleskop in einen abgesicherten Modus versetzt worden und außer Betrieb. Das Problem hatte sich bereits abgezeichnet.
Erstmals sind Details des neuen chinesischen Weltraumteleskops veröffentlicht worden. Es soll die bisher schärfste Übersicht über das Universum liefern.
Zum Glück ist er weit weg: Der Jungstern RW Aur A hat mutmaßlich einen oder mehreren Protoplaneten verschlungen. Bestätigt sich das, wäre es das erste Mal, dass Wissenschaftler beobachten, wie ein Planet in einen jungen Stern stürzt. Die Daten wurden mit dem Weltraumteleskop Chandra gesammelt.
Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Wegen eines US-Gesetzes darf China nicht an der Internationalen Raumstation ISS teilhaben. Dafür soll jetzt jeder an der nächsten chinesischen Raumstation teilhaben dürfen. Zu der gehört neben Laboren auch ein Weltraumteleskop, das besser als Hubble sein soll.
/96Kommentare/Ein Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer
Manche sind klein wie der Erdmond, andere groß wie der Jupiter: Forscher haben erstmals Planeten außerhalb unserer Galaxis entdeckt. Sie haben keine eigene Sonne.
Das neue Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist den Bedingungen im Weltraum gewachsen. Das haben Tests im Vakuum bei sehr niedrigen Temperaturen gezeigt. Als Nächstes wird das James-Webb-Weltraumteleskop für den Start vorbereitet, der erneut verschoben wurde.
Über Moskau ins All: Das in Garching bei München entwickelte Weltraumteleskop Erosita ist fertig und kann für den Start vorbereitet werden. Es soll 2018 ins All fliegen, neue Galaxien entdecken und möglicherweise Hinweise auf Dunkle Energie liefern.
Nach Verzögerungen von mehreren Jahren ist es jetzt so weit: Der Spiegel des Weltraumteleskops James Webb ist fertig. In zwei Jahren soll es ins All geschossen werden.
Das Weltraumteleskop Hubble schaut noch ein Weilchen länger in die Sterne: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission um fünf Jahre verlängert. Es wird einige Jahre lang zusammen mit seinem Nachfolger im Einsatz sein. Darauf freuen sich die Wissenschaftler.
Dieser Exoplanet ist ungewöhnlich: Er gehört zu einem Doppelsternsystem, er ist riesig, braucht lange, um seine Sterne zu umrunden - und es dauerte Jahre, um seine Entdeckung zu bestätigen. Entdeckt wurde er mit dem Weltraumteleskop Kepler.
Vom Kandidaten zum Planeten: Astronomen haben knapp 1.300 Himmelskörper als Exoplaneten anerkannt. Eine Software hat die Daten des Weltraumteleskops Kepler automatisiert ausgewertet.
Eine Verkettung misslicher Umstände hat zum Ausfall des Weltraumteleskops Hitomi geführt und damit der Wissenschaft einen schweren Schlag versetzt. Schuld waren falsche Daten, ein Funkabbruch und fehlerhafte Software.
Hell und riesig groß, aber noch im Säuglingsalter: Forscher haben einen Exoplaneten entdeckt, der gerade einmal zehn Millionen Jahre alt ist. Er ist allein im All und deshalb gut zu studieren.
Wenn etwas versteckt werden soll, wird es meist aus dem Licht gerückt. Ein Planet nicht. Er wird mit Hilfe eines starken Lasers vor der Entdeckung durch bösartige Außerirdische versteckt. Das zumindest planen zwei US-Wissenschaftler.
Einen Energiestrahl von 300.000 Lichtjahren Länge hat eine weit entfernte Galaxie ausgestoßen. Astronomen haben Bilder des Jets, die zwei Teleskope aufgenommen haben, montiert.
Tolle Bilder aus dem Weltall: 2015 haben Raumsonden und Teleskope beeindruckende Ansichten ferner Planeten, Nebel und Galaxien gezeigt. Aber sehen die auch wirklich so aus?
Zusehen, wie ein Planet entsteht: Astronomen haben erstmals das Wachstum eines entfernten Planeten beobachtet. Sie konnten sehen, wie er Material aus seiner Umgebung aufnimmt.
Wir Erdbewohner sind Frühstarter: Die unzähligen Planeten, die derzeit im Universum existieren, machen nicht einmal ein Zehntel der Planeten aus, die das Universum je hervorbringen wird. Das schließen Forscher aus den Daten von zwei Weltraumteleskopen.
Kepler-Forscher haben einen Exoplaneten entdeckt, der etwa anderthalbmal so groß wie die Erde ist und auf dem es Wasser in flüssigem Zustand geben könnte. Er sei mit der Erde verwandt, sagen sie. Aber nicht allzu nah.
Sind wir allein oder gibt es da draußen noch anderes intelligentes Leben? Für die Antwort auf diese Frage stellt der russische Industrielle Juri Milner 100 Millionen US-Dollar bereit. Sein Projekt Breakthrough Listen wird von bekannten Wissenschaftlern unterstützt.
Es ist ein ganz besonderes Sonnensystem, das das Weltraumteleskop Kepler da entdeckt hat: ein Stern mit fünf Planeten. Als unsere Sonne entstand, war Kepler-444 schon älter als die Sonne heute.
Forscher haben erstmals eine detaillierte Karte über die Temperaturverteilung und das Wasservorkommen in der Atmosphäre eines Exoplaneten erstellt. Damit könnten auch Erkenntnisse über die Entstehung der Planeten in unserem Sonnensystem gewonnen werden.
Extrem groß und unglaublich weit: Astronomen schauen schon mit dem größten Radioteleskop der Welt in die Sterne, doch das reicht nicht. In Chile wird derzeit E-ELT gebaut, das größte optische Teleskop, das es je gab. Es soll revolutionäre Erkenntnisse ermöglichen.
Die wissenschaftliche Sensation war möglicherweise ein Irrtum: Forscher räumen ein, dass kosmischer Staub und nicht der Urknall Ursache für das von ihnen gefundene Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung gewesen sein könnte. Daten eines europäischen Weltraumteleskops sollen Klärung bringen.
Der Exoplanet Kepler-413b ist zwar fast in der habitablen Zone. Wäre er ein Gesteinsplanet, wäre es darauf dennoch sehr ungemütlich: Die Neigung seiner Rotationsachse ändert sich ständig, so dass die Jahreszeiten unvorhersagbar wären.
Doppelsternsysteme sind kein guter Ort für die Entstehung eines Planeten. Britische Forscher vermuten, dass ein Planet eines solchen Systems sich woanders gebildet hat.
Wie viele Arme hat die Milchstraße? Wie sieht es in ihrem Zentrum aus? Darüber könnte Gaia Aufschluss geben. Die europäische Raumfahrtbehörde Esa hat das Weltraumteleskop am heutigen Donnerstag auf die Reise geschickt.
Die Darpa hat ein Teleskop für Satelliten entwickelt, das als Linsen dünne Plastikmembranen hat. Ein solches Teleskop könnte viel größer als ein herkömmliches mit Glaslinsen sein und dabei trotzdem leichter.
Kepler-78b ist etwa so groß und schwer wie die Erde. Die Bedingungen auf dem Exoplaneten sind aber höchst ungemütlich. Sein Ende ist zudem unausweichlich.
Es hat einen Planeten weniger und ist deutlich kleiner: Dennoch ist KOI-351 unter den bisher entdeckten Planetensystemen das, welches unserem Sonnensystem vom Aufbau her am ähnlichsten ist.
Zum ersten Mal haben Wissenschaftler auf einem Planeten in einem fremden Sonnensystem Wolken ausgemacht. Das schließen sie aus dem Licht, das der Exoplanet Kepler 7b reflektiert.
Die Nasa wird Kepler nicht mehr reparieren und das primäre Missionsziel des nach Johannes Kepler benannten Weltraumteleskops nicht mehr weiterverfolgen. Mit zwei verbleibenden Gyroskopen ist das Teleskop aber noch zu präzise, um es ganz abzuschreiben.
Durchgänge von Exoplaneten vor ihrem Zentralgestirn haben Wissenschaftler schon tausendfach im sichtbaren Licht beobachtet. Erstmal haben zwei Röntgenteleskope Transits eines Planeten aufgezeichnet - und gleich wichtige Erkenntnisse über diesen geliefert.
Ein Forscher des Seti-Instituts hat auf den Bildern des Weltraumteleskops Hubble einen weiteren Neptunmond ausgemacht. Der Mond ist so klein, dass die Sonde Voyager 2 ihn beim Vorbeiflug am Neptun übersehen hat.
Weltraumteleskope entdecken immer weiter entfernte Planeten. Ob diese lebensfreundlich sind, können Forscher nur schätzen - anhand von Bewegungen und Licht. Für eindeutige Beweise reicht das nicht.
Das Weltraumteleskop Kepler hat weitere Exoplaneten entdeckt, die sich in der habitablen Zone ihres Sterns befinden. Die drei Planeten befinden sich in zwei Sternensystemen. Auf zwei der Planeten gibt es möglicherweise Wasser.
Ein neu entdeckter Planet in einem Sternensystem im Sternbild Leier ist etwas größer als der Mond und damit der kleinste bisher gefundene Exoplanet. Forscher rechnen damit, in Zukunft noch mehr solcher Winzlinge zu finden.
W49B ist eine ungewöhnliche Supernova: In ihrem Inneren befindet sich vermutlich ein schwarzes Loch - und ein junges dazu: In dem Zustand, in dem es jetzt zu sehen ist, ist es etwa 1.000 Jahre alt.