Hubble schaut in die Geschichte des Universums
Mit einer neuen Kamera hat Hubble(öffnet im neuen Fenster) tiefer als je zuvor in die Geschichte des Universums geschaut: Das Weltraumteleskop hat Bilder von den ältesten und damit am weitesten entfernten bisher entdeckten Galaxien aufgenommen. Die Galaxien sind 600 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden, der vor etwa 13,7 Milliarden Jahren stattfand. Zum Vergleich: Unser Sonnensystem ist nur rund 4,5 Milliarden Jahre alt.
Neue Kamera sieht infrarot
Aufgenommen wurden die Bilder im August von der Wide Field Camera 3 (WFC3). Die war erst in diesem Jahres von Astronauten an dem inzwischen 19 Jahren alten Weltraumteleskop angebracht. WFC3 fängt Licht im Infrarotbereich ein und kann damit laut Nasa weiter in die Geschichte des Universum blicken als seine Vorgänger.
Die jetzt entdeckten Galaxien erscheinen in dem Infrarotlicht, da sie sich wegen der Ausdehnung des Universums von der Erde wegbewegen: Das Licht einer sich entfernenden Lichtquelle verschiebt(öffnet im neuen Fenster) sich in das rote Spektrum. Die Wellenlänge des Lichts, das diese Galaxien aussenden, hat sich inzwischen so weit ausgedehnt, dass das Licht für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar ist.
Das Bild stammt aus einer Himmelsregion im Sternbild Fornax(öffnet im neuen Fenster), die Hubble bereits zwischen 2003 und 2004 beobachtete. Das damals entstandene Bild, das Hubble Ultra Deep Field(öffnet im neuen Fenster), wurde jedoch noch mit einer älteren Kamera gemacht. Um das aktuelle Bild machen zu können, hat die Nasa nach eigenen Angaben das Weltraumteleskop vier Tage lang ausgerichtet. Die Belichtungszeit betrug mehr als 48 Stunden.
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