Abo
  • Services:

Urknall: Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?

Die wissenschaftliche Sensation war möglicherweise ein Irrtum: Forscher räumen ein, dass kosmischer Staub und nicht der Urknall Ursache für das von ihnen gefundene Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung gewesen sein könnte. Daten eines europäischen Weltraumteleskops sollen Klärung bringen.

Artikel veröffentlicht am ,
Vom Urknall bis heute: Staub am Himmel über dem Südpol
Vom Urknall bis heute: Staub am Himmel über dem Südpol (Bild: Nasa)

Im März berichteten Forscher, sie hätten mit dem Teleskop Bicep2 in der kosmischen Hintergrundstrahlung Muster von Gravitationswellen der kosmischen Inflation gefunden. Die wissenschaftliche Sensation könnte aber eine Täuschung gewesen sein. Das legen auch neue Daten nahe.

Stellenmarkt
  1. MDK Baden-Württemberg Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Lahr
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

Für das Signal, das die Forscher auf die blitzartige Ausdehnung des Universums direkt nach dem Urknall zurückführten, könnte auch kosmischer Staub verantwortlich sein, schreiben die Forscher der Bicep2-Kollaboration in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift Physical Review Letters. Sie räumen aber ein, dass die von ihnen angewandten Modelle zur Datenanalyse "nicht ausreichend durch externe, öffentlich verfügbare Daten belegt sind, um die Möglichkeit von Staubemissionen auszuschließen, die hell genug sind, um das vollständige überschüssige Signal zu erklären."

Ausdehnung nach dem Urknall

Das am Südpol stationierte Teleskop Bicep2 hatte in der kosmischen Hintergrundstrahlung eine bestimmte Form der Polarisierung gefunden. Diese interpretieren die Forscher als Überbleibsel der kosmischen Inflation. Das ist die Phase direkt nach dem Urknall, in der sich das Weltall im Bruchteil einer Sekunde um das 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000fache (10 hoch 30) ausgedehnt haben soll. Bewiesen ist das bislang allerdings nicht.

Allerdings hinterlassen kosmische Staubpartikel ähnliche Polarisationsmuster wie Gravitationswellen. Kritiker hatten schon bald nach der Ankündigung vermutet, dass das Signal zu einem großen Teil oder sogar vollständig durch kosmischen Staub verursacht sein könnte.

Geringer Einfluss des Staubs

Das sei den Bicep2-Forschern auch bewusst gewesen. Sie hätten den Einfluss des Staubs jedoch für so gering erachtet, dass sie ihre Messdaten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Gravitationswellen des Urknalls zurückgeführt hätten, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin Nature.

Auch jetzt noch halten sie Gravitationswellen für die wahrscheinlichste Erklärung. Die Daten sprächen dagegen, dass das Signal ausschließlich auf Staub zurückzuführen sei, sagte Jamie Bock vom Bicep2-Team dem Magazin. Das hätten sie genau so auch im März schon gesagt.

Daten von Planck

Klarheit gibt es möglicherweise in den kommenden Monaten: Dann sollen die Daten veröffentlicht werden, die das europäische Weltraumteleskop Planck gesammelt hat. Wie Bicep2 untersucht auch Planck die kosmische Hintergrundstrahlung.

Erste Ergebnisse, die der Planck-Forscher Jean-Loup Puget kürzlich auf der Konferenz anlässlich des 100. Geburtstags des Physikers Jakow Borissowitsch Seldowitsch in Moskau vorgestellt hat, legen nahe, dass die Bicep2-Kollaboration sich getäuscht hat. Laut der von Planck gesammelten Daten ist Staubpolarisation in deutlich größerem Maße für Signale, die am Himmel über dem Südpol erfasst werden, verantwortlich als bisher angenommen. Das ist genau jene Region, die Bicep 2 absucht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,49€
  2. 1,29€
  3. 19,99€
  4. 8,59€

limes 23. Jul 2014

seit über 100 jahren ist die krümmung des raums bewiesen. wer das nicht glaubt, braucht...

GodsBoss 18. Jul 2014

Dass es sich um galaktisches Plasma handelt, schließt du woraus?

Renzo 27. Jun 2014

Genau auf den Punkt. Jede Menge Quatch Wer hat nochmal den Urknall erfunden? Was gibts...

Renzo 26. Jun 2014

Wer hat nochmal den Urknall erfunden?

munk86 25. Jun 2014

(volksmund)Theorie != (wissenschaftliche)Theorie


Folgen Sie uns
       


Hyundai Ioniq - Test

Wir sind den elektrisch angetriebenen Hyundai Ioniq ausgiebig Probe gefahren.

Hyundai Ioniq - Test Video aufrufen
Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
Razer Nommo Chroma im Test
Blinkt viel, klingt weniger

Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten
  2. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  3. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen

    •  /