Abo
  • Services:
Anzeige
Exoplanet mit Schweif: Blick wie durch den Smog von Los Angeles
Exoplanet mit Schweif: Blick wie durch den Smog von Los Angeles (Bild: Nasa)

Kepler: Wissenschaftler entdecken begrenzt haltbaren Exoplaneten

Exoplanet mit Schweif: Blick wie durch den Smog von Los Angeles
Exoplanet mit Schweif: Blick wie durch den Smog von Los Angeles (Bild: Nasa)

Das Weltraumteleskop Kepler hat einen Exoplaneten entdeckt, der einen Schweif hinter sich herzieht. Der besteht aus Staub, der sich von der Oberfläche löst - der Planet wird in 100 Millionen Jahren verschwunden sein.

Das Weltraumteleskop Kepler hat einen Exoplaneten entdeckt, den sein Zentralgestirn versengt. In etwa 100 Millionen Jahren - in astronomischen Dimensionen ein überschaubarer Zeitraum - wird der Planet vermutlich verschwunden sein.

Anzeige

Der Planet umkreist sein Zentralgestirn KIC 12557548, einen orangefarbenen Zwerg oder K-Zwerg, in einer Entfernung von nur zwei Millionen Kilometern. Entsprechend dauert eine Umrundung nur etwas mehr als fünfzehneinhalb Stunden.

Die Wissenschaftler um Saul Rappaport vom Massachusetts Institute of Technology hatten festgestellt, dass die Lichtintensität des Sterns regelmäßig geringer wurde. Die Intervalle von 15.685 Stunden waren jedoch zu gleichmäßig und zu kurz, als dass sie durch zwei Planeten hätten verursacht werden können.

Smog über dem Exoplaneten

Gleichzeitig schwankte die Intensität. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass der Exoplanet einen Schweif, vergleichbar dem eines Kometen, hinter sich herzieht. Ihre Erklärung dafür: Wegen der geringen Entfernung zum Stern herrscht auf dem Planeten eine Temperatur von knapp 2.000 Grad.

Bei diesen Temperaturen verdampfe die Oberfläche des Planeten. Wegen der geringen Schwerkraft des Exoplaneten entwichen die Gase und nähmen Staubpartikel mit in den Weltraum, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal.

Die Staubpartikel seien sehr klein, erklärt Rappaport, wahrscheinlich im Bereich von weniger als einem Mikrometer. "Es wäre so, wie durch den Smog von Los Angeles zu schauen", vergleicht er. Der Planet ist etwas größer als der Merkur. Da er ständig an Masse verliert, schätzen die Forscher, dass er sich in etwa 100 Millionen Jahren aufgelöst haben wird.

Das Weltraumteleskop Kepler hat schon über 2.000 mögliche Exoplaneten entdeckt. Darunter sind etwa zwei, die etwa so groß wie unsere Erde sind, oder zwei Tatooine-artige Exoplaneten, die um zwei Sonnen kreisen. Eine Sensation stellte der Exoplanet Kepler 22b dar: Er ist der erste Exoplanet, auf dem es Wasser in flüssiger Form geben, der also bewohnbar sein könnte.


eye home zur Startseite
teleborian 23. Mai 2012

Wie viel macht eigentlich die Eigenrotation des Planeten aus? Damit könnte eigentlich die...

jangnisleh 22. Mai 2012

Wow, sogar in Englisch....

cyro 22. Mai 2012

Die Messwerte, wie im Video gezeigt, sind viel zu ungenau um sicher einen Schweif zu...

Wunderlich 21. Mai 2012

... FDP!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bizerba SE & Co. KG, Balingen
  2. Carmeq GmbH, Wolfsburg/Berlin
  3. Dataport, Hamburg
  4. Continental AG, Ingolstadt


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Big Bang Theory, The Vampire Diaries, True Detective)
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Betrugsverdacht

    Amazon Deutschland sperrt willkürlich Marketplace-Händler

  2. Take 2

    GTA 5 bringt weiter Geld in die Kassen

  3. 50 MBit/s

    Bundesland erreicht kompletten Internetausbau ohne Zuschüsse

  4. Microsoft

    Lautloses Surface Pro hält länger durch und bekommt LTE

  5. Matebook X

    Huawei stellt erstes Notebook vor

  6. Smart Home

    Nest bringt Thermostat Ende 2017 nach Deutschland

  7. Biometrie

    Iris-Scanner des Galaxy S8 kann einfach manipuliert werden

  8. Bundesnetzagentur

    Drillisch bekommt eigene Vorwahl zugeteilt

  9. Neuland erforschen

    Deutsches Internet-Institut entsteht in Berlin

  10. Squad

    Valve heuert Entwickler des Kerbal Space Program an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wanna Cry: Wo die NSA-Exploits gewütet haben
Wanna Cry
Wo die NSA-Exploits gewütet haben
  1. Deutsche Bahn Schadsoftware lässt Anzeigetafeln auf Bahnhöfen ausfallen
  2. Wanna Cry NSA-Exploits legen weltweit Windows-Rechner lahm
  3. Mc Donald's Fatboy-Ransomware nutzt Big-Mac-Index zur Preisermittlung

Komplett-PC Corsair One Pro im Test: Kompakt, kräftig, kühl
Komplett-PC Corsair One Pro im Test
Kompakt, kräftig, kühl
  1. Corsair One Pro Doppelt wassergekühlter SFF-Rechner kostet 2.500 Euro

Elektromobilität: Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
Elektromobilität
Wie kommt der Strom in die Tiefgarage?
  1. Elektroauto Tesla gewährt rückwirkend Supercharger-Gratisnutzung
  2. Elektroautos Merkel hofft auf Bau von Batteriezellen in Deutschland
  3. Strategische Entscheidung Volvo setzt voll auf Elektro und trennt sich vom Diesel

  1. Re: Wieso könnten Händler-Shops überhaupt...

    cat24max1 | 02:06

  2. Re: "falsche" Gegend, "falsche" Adresse

    plutoniumsulfat | 02:01

  3. Re: LTE nachrüsten

    southy | 01:39

  4. Re: Geisteswissenschaften vs. Realität/Intelligenz

    Biteemee | 01:26

  5. Re: Zu kleine SSD

    FrankM | 01:25


  1. 16:58

  2. 16:10

  3. 15:22

  4. 14:59

  5. 14:30

  6. 14:20

  7. 13:36

  8. 13:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel