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Exoplanet Kepler 7b: Im Osten klar, im Westen Wolken

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler auf einem Planeten in einem fremden Sonnensystem Wolken ausgemacht. Das schließen sie aus dem Licht, das der Exoplanet Kepler 7b reflektiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Exoplanet Kepler 7b: bemerkenswert stabiles Klima
Exoplanet Kepler 7b: bemerkenswert stabiles Klima (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MIT)

Der erste Exoplanet mit Atmosphäre: Wissenschaftler haben aus den Daten der Weltraumteleskope Spitzer und Kepler Anhaltspunkte auf Wolken auf dem Planeten Kepler 7b gefunden. Es ist das erste Mal, dass Wolken auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt worden sind.

  • Kepler 7b (l.) ist  etwa anderthalb mal so groß wie der Jupiter (r.), hat aber nicht einmal die Hälfte von dessen Masse. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MIT)
Kepler 7b (l.) ist etwa anderthalb mal so groß wie der Jupiter (r.), hat aber nicht einmal die Hälfte von dessen Masse. (Bild: Nasa/JPL-Caltech/MIT)
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Im Westen des Planeten hätten sie Wolken in der oberen Atmosphäre gefunden, erklären die Astronomen in einem Aufsatz, der in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters erscheinen wird. Im Osten hingegen sei der Himmel klar.

Keine Ozeane oder Kontinente

"Nachdem wir diesen Planeten mehr als drei Jahre lang mit Spitzer und Kepler beobachtet hatten, konnten wir eine 'Karte' des Gasgiganten mit einer niedrigen Auflösung erstellen", sagt Brice-Olivier Demory vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. "Wir hätten nicht erwartet, auf dieser Art von Planeten Ozeane oder Kontinente zu finden. Wir entdeckten aber ein klares, reflektierendes Merkmal, das wir als Wolken interpretiert haben."

Das System des Sterns Kepler 7 gehört zum Sternbild Leier und ist etwa 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Masse des Sterns ist etwa um ein Drittel größer als die der Sonne, sein Radius um das 1,8fache.

Frühe Entdeckung von Kepler

Um den Stern kreist nur ein Planet. Kepler 7b ist seinem Stern relativ nahe: Die Entfernung beträgt nur knapp 9 Millionen Kilometer. Das entspricht 0,06 astronomischen Einheiten (Astronomical Unit, AU) - 1 AU entspricht dem mittleren Abstand zwischen Erde und Sonne. Der relativ helle Kepler 7b war einer der ersten Exoplaneten, den das Weltraumteleskop Kepler entdeckt hat.

Kepler 7b ist ein Hot Jupiter. Das sind Gasplaneten, die in etwa die Masse des Jupiters haben, die aber sehr viel näher am Zentralgestirn sind als dieser und auf dessen Oberfläche deshalb eine sehr viel höhere Temperatur herrscht. Kepler 7b ist nicht einmal halb so schwer wie Jupiter, aber etwa anderthalbmal so groß. Seine Dichte beträgt 0,17 Gramm pro Kubikzentimeter - ähnlich der von Kork oder Styropor.

Wolken reflektieren Licht

Auf Kepler 7b herrschen Temperaturen von etwa 800 bis 1.000 Grad. Das ist relativ wenig in Anbetracht der geringen Entfernung zum Stern Kepler 7 und des hellen Lichts, das der Planet abstrahlt. Ursache dafür seien die Wolken, schlossen die Astronomen.

"Kepler-7b reflektiert viel mehr Licht als die meisten Riesenplaneten, die wir entdeckt haben, was wir den Wolken in der oberen Atmosphäre zuschreiben", sagt Thomas Barclay, Kepler-Wissenschaftler am Ames Research Center der Nasa in Moffett Field im US-Bundesstaat Kalifornien. Im Unterschied zu den Wolken in unserer Atmosphäre änderten sich die auf Kepler 7b aber kaum - der Planet habe "ein bemerkenswert stabiles Klima."

Nasa nicht erreichbar

Wegen der Haushaltskrise in den USA sind derzeit viele Regierungs- und offizielle Websites nicht erreichbar Dazu zählen auch diverse Seiten der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Es ist deshalb möglich, dass einige der Links nicht zu der gewünschten Seite führen. Aus dem gleichen Grund können wir den Artikel auch nicht mit einem hochauflösenden Bild illustrieren. Wir bitten das zu entschuldigen.

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Anonymer Nutzer 03. Okt 2013

und wenn sich der Planet weiter gedreht hat sind die Wolken plötzlich im Osten?

Anonymer Nutzer 03. Okt 2013

Und wo soll jetzt Ost und West sein? Hat man dort schon Greenwich 7b entdeckt? :p

FlorianBeckmann 02. Okt 2013

Hallo, ich verfolge die Beiträge auf golem.de immer mit viel Interesse. Die Artikel sind...

Rainer Tsuphal 02. Okt 2013

Dann hätte Apple den Löwenanteil. Aber China will die USA nicht einmal geschenkt.


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