Abo
  • Services:
Anzeige
Exoplanet Kepler-34b mit Doppelstern: feindliche Bedingungen
Exoplanet Kepler-34b mit Doppelstern: feindliche Bedingungen (Bild: David A. Aguilar/Harvard-Smithsonian Centre for Astrophysics)

Doppelsternsystem: Exoplanet Kepler-34b kommt von weit her

Exoplanet Kepler-34b mit Doppelstern: feindliche Bedingungen
Exoplanet Kepler-34b mit Doppelstern: feindliche Bedingungen (Bild: David A. Aguilar/Harvard-Smithsonian Centre for Astrophysics)

Doppelsternsysteme sind kein guter Ort für die Entstehung eines Planeten. Britische Forscher vermuten, dass ein Planet eines solchen Systems sich woanders gebildet hat.

Anzeige

Doppelsterne gehören sicher zu den spektakuläreren Phänomenen des Universums - vor allem dann, wenn sie noch einen Planeten haben, sei dieser nun fiktional wie Luke Skywalkers Heimat Tatooine oder real wie Kepler-34b und Kepler-35b. Ein solcher zirkumbinärer Planet ist jedoch mutmaßlich nicht das Produkt seiner beiden Sonnen, haben Forscher aus Großbritannien herausgefunden.

Die Gruppe von der Universität Bristol hat den Exoplaneten Kepler-34b untersucht, den einzigen Planeten des Doppelsterns Kepler-34. Mit Hilfe eines Computers haben die Forscher um Stefan Lines die Bedingungen simuliert, die zu der Zeit herrschten, als der Planet entstanden ist. Dabei wurden die Auswirkungen der Gravitation und von Kollisionen der Planetenbausteine berechnet.

Feindliche Umgebung

Planeten bilden sich aus einer rotierenden Gas- und Staubscheibe, die aus dem Kollaps einer Gas- oder Staubwolke entsteht. In einem System mit einem Doppelstern gibt es jedoch starke Gravitationsturbulenzen, die bewirken, dass die Bausteine der Planeten eher miteinander kollidieren und sich gegenseitig zu Staub zermahlen. "Unsere Simulationen zeigen, dass eine zirkumbinäre Scheibe auch für große Objekte mit einer starken Anziehungskraft eine feindliche Umgebung ist", sagt Zoe Leinhardt. Unter Berücksichtigung der Daten aus den Simulationen dürfte Kepler-34b es schwer gehabt haben, dort zu entstehen, wo er sich jetzt befindet.

Die Forscher bevorzugen deshalb eine andere Entstehungsgeschichte: Es sei viel wahrscheinlicher, dass der Planet sich in einer Region gebildet hat, die etwa 1,5 astronomische Einheiten - also die anderthalbfache Entfernung der Erde zur Sonne - von dem Doppelsternsystem weg ist, schreiben sie in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters. Erst später sei er zu seinem jetzigen Standort gewandert.

Gasplanet im Sternbild Schwan

Kepler-34b ist ein heißer Gasplanet, der zu einem Sternsystem im Sternbild Schwan gehört. Das Weltraumteleskop Kepler entdeckte die beiden Systeme Kepler-34 und Kepler-35 vor zwei Jahren. Beides sind Doppelsterne mit jeweils einem Exoplaneten.

Kepler-34b ist etwa um ein Viertel (24 Prozent) kleiner als der Jupiter, hat aber nur 22 Prozent von dessen Masse. Er umkreist in 289 Tagen zwei Sterne, die ungefähr die Größe der Sonne haben. Beide Sterne umkreisen einander in 28 Tagen. Das System Kepler-34 ist rund 4.900 Lichtjahre von der Erde entfernt.


eye home zur Startseite
toni84 04. Feb 2014

Das sind doch peanuts. Bei "von weit her" denkt jeder Astronom an Lichtjahre, die so...

Immenburg 04. Feb 2014

Es ist doch eigentlich nichts Neues, dass viele Gasplaneten die bis jetzt entdeckt wurden...

Technikfreak 03. Feb 2014

Ja, das habe ich schon gesehen. Aber einmal hat man das Gefühl, dass die Sterne...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. Deutsche Telekom AG, Bonn, Trier, Saarbrücken, Münster
  3. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn
  4. gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Counter-Strike Go

    Bei Abschuss Ransomware

  2. Hacking

    Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

  3. Die Woche im Video

    Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole

  4. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  5. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  6. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  7. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  8. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  9. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  10. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

Neuer A8 vorgestellt: Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
Neuer A8 vorgestellt
Audis Staupilot steckt noch im Zulassungsstau
  1. Autonomes Fahren Continental will beim Kartendienst Here einsteigen
  2. Verbrenner Porsche denkt über Dieselausstieg nach
  3. Autonomes Fahren Audi lässt Kunden selbstfahrenden A7 testen

Anker Powercore+ 26800 PD im Test: Die Powerbank für (fast) alles
Anker Powercore+ 26800 PD im Test
Die Powerbank für (fast) alles
  1. Toshiba Teures Thunderbolt-3-Dock mit VGA-Anschluss
  2. Asus Das Zenbook Flip S ist 10,9 mm flach
  3. Anker Powercore+ 26800 PD Akkupack liefert Strom per Power Delivery über USB Typ C

  1. Re: Achso

    ML82 | 02:47

  2. Re: Cooles Thema aber...

    ManMashine | 02:28

  3. Re: Mod für Ark

    lestard | 02:06

  4. Re: Nicht außergewöhnlich

    HorkheimerAnders | 01:57

  5. Re: Perfekt für Razer Kunden!

    t3st3rst3st | 01:22


  1. 12:43

  2. 11:54

  3. 09:02

  4. 16:55

  5. 16:33

  6. 16:10

  7. 15:56

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel