GDC 2018 Innerhalb der vergangenen Monate hat AMD mit Spieleentwicklern zusammengearbeitet, um die Software besser für die Ryzen-CPUs zu optimieren. Manches davon ist trivial, anderes erfordert ein Umdenken.
Entwickler Nixxes hat die PC-Version von Rise of the Tomb Raider optimiert: Unter Direct3D 12 erreichen AMDs Ryzen-Prozessoren nun eine höhere Leistung und eine flüssigere Darstellung. Hintergrund sind eine bessere Thread-Größe und eine überarbeitete Texturverwaltung in Kombination mit Nvidia-Karten.
Der 1500X hat wie alle Ryzen 5 einen Vorteil verglichen mit der Konkurrenz: Der Quadcore-Prozessor unterstützt SMT für acht Threads, was Intels Core i5 nicht beherrschen. Das hilft vor allem in Anwendungen, aber auch bei einigen Spielen.
Optimiertes Profil für Ryzen-Prozessoren: AMD bringt einen Energiesparplan für Windows 10, der Core Parking deaktiviert und die CPUs in höhere P-States zwingt. Das bringt mehr Geschwindigkeit, ohne die Leistungsaufnahme sonderlich zu erhöhen.
Wer bisher acht CPU-Kerne kaufen wollte, musste mindestens 1.100 (Intel) oder 500 Euro (AMD) dafür bezahlen. Mit dem R7 1700X und dem R7 1700 gibt es die viel günstiger. Uns gefällt gerade das kleinere Modell, es bekommt aber bald Konkurrenz.
Entwickler Oxide Games hat das Strategiespiel Ashes of the Singularity Escalation aktualisiert und Optimierungen für AMDs Ryzen-CPUs implementiert. Abseits großer Schlachten fällt der Leistungszuwachs aber wie erwartet geringer aus.
Futuremark hat den Overhead-Feature-Test des 3DMark um eine Implementierung der Vulkan-Grafikschnittstelle erweitert, der indirekte Mantle-Vorgänger fällt im Gegenzug weg. Für Spiele ist der Test aber wenig aussagekräftig.
In Spielen etwas langsamer, dafür in Anwendungen oft gleichauf mit Intels doppelt so teurem Achtkerner: AMDs neuer Octacore-Prozessor für den Sockel AM4, der Ryzen 7 1800X, gefällt uns als Gesamtpaket. Preislich noch attraktiver sind die beiden niedriger getakteten Modelle.
/347Kommentare/Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner
Ein paar Shader-Einheiten weniger als die Radeon RX 480 und nur die Hälfte an Videospeicher: Die Radeon RX 470 für etwas über 200 Euro erweist sich als Preis-Leistungs-Kracher, Spieler müssen allerdings gewisse (verschmerzbare) Qualitätsabstriche machen.
Das Direct3D 12- und das Vulkan-API entlocken älteren CPUs mehr Bilder pro Sekunde: Wir haben einen FX-6300 (Bulldozer) mit einer Radeon RX 480 kombiniert und verglichen, wie groß oder besser gesagt wie klein der Abstand zu einem Core i7-6700K (Skylake) ausfällt.
Zwei Grafikkarten, zwei Low-Level-Schnittstellen: Spiele wie Doom und Quantum Break nutzen Vulkan oder Direct3D 12. Wir haben verglichen, was die beiden APIs der Geforce GTX 1060 und der Radeon RX 480 an Leistung entlocken - einige Überraschungen inklusive.
Viel Leistung dank Polaris-Technik und acht GByte Speicher für 250 Euro: AMD hat mit der Radeon RX 480 prinzipiell eine sehr gute Grafikkarte für Spieler im Angebot. Einzig bei der Effizienz hätten wir verglichen mit der Konkurrenz deutlich mehr erwartet.
/388Kommentare/Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner
Neuer Benchmark aus Finnland: Futuremark wird den 3DMark um die Time Spy genannte Szene erweitern. Die nutzt Direct3D 12, daher können AMD- und Nvidia-Grafikkarten gekoppelt werden.
Nvidias neue Spieler-Grafikkarten Geforce GTX 1080/1070 sind schnell, effizient, teuer - und doch nur Mittelklasse. Besser macht es Zotacs 1080 Amp Extreme mit mehr Leistung und wuchtiger Kühlung.
Computex 2016 Intels neues CPU-Topmodell für Spielerechner und kleine Workstations ist ein Decacore mit einem speziellen Turbo, der ihn noch schneller macht. Allerdings kostet er ein Vermögen und gerade Übertakter können den Broadwell-Chip links liegen lassen.
Die Tests zur Geforce GTX 1080 sind da: Ausgerüstet mit Pascal-Architektur und 16-nm-Technik fallen die Resultate positiv aus. In Benchmarks und bei der Effizienz überzeugt die Nvidia-Grafikkarte, zudem wurde die D3D12-Geschwindigkeit verbessert.
Gedacht für Virtual Reality, aber davon abgesehen vor allem ziemlich flott: AMDs neue Radeon Pro Duo ist teuer und wassergekühlt, schlägt durch ihre zwei Fiji-Grafikchips aber selbst Nvidias Titan X.
AMDs Carrizo-Modell für Sockel FM2+ gibt einen Ausblick auf künftige Chips: Der Athlon X4 845 mit Excavator-Technik leistet in Benchmarks mehr, als sein Name vermuten lässt. Er ist flott und sparsam.
Das neue Hitman unterstützt zwar Direct3D 12, nützlich ist das jedoch nur für Spieler mit langsamer CPU. Für die Grafikkarte bringt D3D12 recht wenig, zudem nervt auch Hitman mit Vsync-Problemen.
GDC 2016 Neue Grafikschnittstelle und Umgebungslichtverdeckung: Ein Patch erweitert Rise of the Tomb Raider um Direct3D 12 und Nvidias Voxel-basierte Ambient Occlusion. Die API überzeugt jedoch nicht.
AMD hat die Radeon Software 16.3 veröffentlicht und verspricht mehr Leistung in Gears of War und Rise of the Tomb Raider, beides können wir bestätigen. Obendrein unterstützt der Treiber die XC-Technik für externe Thunderbolt-3-Grafikboxen wie Razers Core.
Update Die Ultimate Edition von Gears of War gehört zwar zu den ersten Direct3D-12-Spielen, die sich nicht in einer Betaphase befinden. Aus technischer Sicht wirkt der Titel aber noch wie im Alphastadium.
Just Cause 3 und Rise of the Tomb Raider erhalten einen Patch, die Ultimate Edition von Gears of War wurde veröffentlicht: Immer mehr Spielestudios verwenden Microsofts Direct3D-12-Grafikschnittstelle. Weitere Titel sind Forza Motorsport 6 und Quantum Break.
Oxide Games' neue Version von Ashes of the Singularity zeigt: Direct3D 12 kann die Leistung durch Async Compute für Grafikkarten und besseres Multithreading für CPUs drastisch erhöhen. Die prinzipiell spannende Multi-Adapter-Option hingegen überzeugt uns nicht.
Dediziert oder integriert, wie viel Videospeicher, welcher Sockel, vier Intel-Kerne oder lieber acht AMD-Kerne? Rückblick, Überblick plus Ausblick zu CPUs und Grafikkarten der Jahre 2015 bis 2016.
AMDs neuer Grafiktreiber Crimson Edition hat es in sich: Radeon-R9-Karten erhalten verbessertes Freesync, die Eingabelatenz in Spielen sinkt, der überarbeitete Framelimiter macht das System sparsamer und das Treiber-Panel startet schneller. Sogar eine alte Funktion ist zurück.
Seit vielen Monaten warten Spieler auf sie: AMD hat die Radeon R9 380X vorgestellt und schließt damit eine große Lücke im eigenen Grafikkarten-Portfolio. Die Leistung enttäuscht aber etwas.
Eine der spannendsten Neuerungen von DirectX 12 ist die Option, dedizierte Grafikkarten unterschiedlicher Hersteller zu koppeln oder mit einer integrierten Grafikeinheit zu verbinden. Ein erster Test zeigt, dass das prinzipiell klappt - einige Fragen aber bleiben offen.
AMDs Marketingchef hat angekündigt, dass ein Großteil der DirectX 12 unterstützenden Spiele, die in den nächsten zwei Jahre erscheinen, gemeinsam mit AMD entwickelt werden. Das überrascht angesichts der aktuellen Spielekonsolen mit Radeon-Hardware wenig.
Geht es nach den Entwicklern des ersten DirectX-12-Spiels, so unterstützen Nvidias aktuelle Grafikkarten keine Asynchronous Shader. Je nach Programmierung rechnen Geforce-Chips langsamer, statt wie AMD-Modelle deutlich schneller zu werden. In den aktuellen Konsolen wird Asynchronous Compute daher bereits genutzt.
Das erste Spiel mit der neuen DirectX-12-Grafikschnittstelle ist ein Echtzeitstrategietitel: Ashes of the Singularity profitiert unter Windows 10 auf AMD-Grafikkarten deutlich von D3D12, auf Geforce-Modellen wird es teils langsamer als unter der D3D11-Schnittstelle.