Abo
  • Services:

Gears of War im Technik-Test: Ein Direct3D-12-Trauerspiel

Die Ultimate Edition von Gears of War gehört zwar zu den ersten Direct3D-12-Spielen, die sich nicht in einer Betaphase befinden. Aus technischer Sicht wirkt der Titel aber noch wie im Alphastadium.

Artikel von veröffentlicht am
Gears of War Ultimate Edition
Gears of War Ultimate Edition (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Am 1. März 2016 hat Microsoft das neue Gears of War Ultimate Edition veröffentlicht, ein Remake des Originals von 2006. Neben dem Indie-Titel Caffeine ist Gears of War das erste Spiel, das die D3D12-Grafikschnittstelle unterstützt und sich nicht, wie etwa Ashes of the Singularity, noch in der Alpha- oder Betaphase befindet. Wir haben uns die Ultimate Edition von Gears of War einige Stunden angeschaut und sind aus technischer Sicht enttäuscht.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart, Esslingen
  2. eco Verband der Internetwirtschaft e.V., Köln

Vorneweg sei gesagt, dass das ursprüngliche Gears of War hierzulande indiziert ist. Im Windows Store ist die Ultimate Edition bedingt durch das IARC-System automatisch mit einem USK-18-Logo gekennzeichnet und beispielsweise im US-amerikanischen Store verfügbar. Inhaltlich ist das Remake nicht identisch mit dem Original, so ist etwa der Gewaltgrad im Menü reduzierbar.

  • Der integrierte Benchmark von Gears of War (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Das Grafikmenü von Gears of War (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Gears of War im Windows Store (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Erst nach dem Download kann Gears of War verschoben werden. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Der integrierte Benchmark von Gears of War (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)

Technisch haben sich Splash Damage und The Coalition, früher Black Tusk Studios, für die Unreal Engine 3 entschieden und die einstige Code-Basis in vielen Bereichen unangetastet gelassen. Neu ist Physically Based Rendering der UE4 für eine bessere Materialdarstellung sowie eine statische globale Beleuchtung (Lightmass), die durch Nvidias Umgebungslichtverdeckung HBAO+ unterstützt wird - im Grafikmenü ist das nicht ersichtlich. Die Maps und Gegner wurden mit mehr Polygonen und höher auflösenden Texturen versehen, wobei Letztere nicht immer so schnell wie notwendig gestreamt werden. Als Kantenglättung ist FXAA im Einsatz - wir hätten uns temporales SMAA gewünscht.

Da Gears of War in der Ultimate Edition nur über den Windows Store verfügbar, der Universal Windows Platform (UWP) zugehörig ist und D3D12 voraussetzt, sind eigene Benchmarks bisher nicht umsetzbar. Eine Fps-Anzeige im Spiel klappt zwar mit dem OSD von EVGAs PrecisionX, allerdings einzig auf Geforce-Karten. Der interne Leistungstest von Gears of War ist bedingt brauchbar, da er keine echten Spielszenen zeigt und in einer Schleife läuft.

Heftige Ruckler verhindern eine flüssige Darstellung

Auffällig ist die miserable Performance von AMD-Karten: Unsere Nano erreicht bei maximalen Details in 1440p eine Bildrate von rund 45 fps - eine Geforce GTX 980 Ti schafft etwa 70 Bilder pro Sekunde. Bis zum ersten Patch verursachte HBAO+ auf Radeons massive Render-Fehler. Praktisch ist Gears of War auf AMD- und Nvidia-Karten unspielbar: Der Titel stockt alle paar Sekunden, wodurch genaues Zielen unmöglich wird und Marcus Fenix häufig stirbt.

Zudem nerven Einschränkungen: Die 55 GByte werden auf die C-Partition geladen, ohne dass vorher geprüft wird, ob genügend Platz verfügbar ist. Nach der Installation kann Gears of War über Einstellungen/System/Apps verschoben werden. Alternativ werden alle Apps (inklusive Spielen) per Einstellungen/System/Speicher auf einer anderen Partition installiert - nicht viel cleverer. Obendrein ist die vertikale Synchronisation durch die WDDM Compositing Engine von Windows 10 immer eingeschaltet.

Wir hoffen, dass Splash Damage und The Coalition die Probleme der Ultimate Edition von Gears of War schnell mit Patches beheben. Microsofts Idee einer Universal Windows Platform ist hingegen ein anderes Thema.

Nachtrag vom 10. März 2016, 10:17 Uhr

Die neue Radeon Software 16.3 verbessert auf AMD-Grafikkarten die Framerate drastisch und behebt die häufigen Ruckler.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

JL7 25. Okt 2016

Okay, nächste Frage, wo genau auf der C: befindet sich der Ordner, ich finde nirgends...

Crass Spektakel 13. Mär 2016

Nach mehreren Jahren mit Windows Vista, 7, 8 und 10 kann ich mit Fug und Recht sagen...

Lord Gamma 11. Mär 2016

Warum tut MS das?! Hoffentlich wird es so erfolgreich wie Windows Mobile und wie all die...

motzerator 10. Mär 2016

Was willst Du uns mit dem Quatsch sagen???

HerrWolken 07. Mär 2016

Falls das Ubi-Spiele waren: ich glaube diese komische Ubi-Software muss auf der selben...


Folgen Sie uns
       


LG Signature OLED TV R angesehen (CES 2019)

LGs neuer Signature OLED TV R ist ausrollbar. Der 65-Zoll-Fernseher bietet verschiedene Modi, unter anderem kann der Bildschirm auch nur teilweise ausgefahren werden.

LG Signature OLED TV R angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Alternative Antriebe: Saubere Schiffe am Horizont
Alternative Antriebe
Saubere Schiffe am Horizont

Wie viel Dreck Schiffe in die Luft blasen, bleibt den meisten Menschen verborgen, denn sie tun es auf hoher See. Fast 100 Jahre wurde deshalb nichts dagegen unternommen - doch die Zeiten ändern sich endlich.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autonome Schiffe Und abends geht der Kapitän nach Hause
  2. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  3. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /