Abo
  • Services:

D3D12-Benchmark: Async Compute macht AMD schneller und Nvidia langsamer

Oxide Games' neue Version von Ashes of the Singularity zeigt: Direct3D 12 kann die Leistung durch Async Compute für Grafikkarten und besseres Multithreading für CPUs drastisch erhöhen. Die prinzipiell spannende Multi-Adapter-Option hingegen überzeugt uns nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Ashes of the Singularity
Ashes of the Singularity (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Mehr Einheiten, mehr Effekte, mehr Direct3D 12: Oxide Games hat das Strategiespiel Ashes of the Singularity in den vergangenen Monaten kräftig aufgehübscht und vor allem die D3D12-Implementierung verbessert. Dazu zählen die verstärkte Nutzung von Async Shadern und Multithreading für die Command Buffer, was Grafikkarten wie Prozessoren zu mehr Geschwindigkeit verhelfen soll - und in der Praxis eindrucksvoll klappt.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Augsburg
  2. Hannover Rück SE, Hannover

Wir konnten vorab auf die enorm umfangreichen Messwerte der Computerbase zurückgreifen, die mit dem neuen Benchmark v2 entstanden sind, der Teil von Ashes of the Singularity ist. Verglichen mit der ersten Version des internen Benchmarks hat Oxide Games die zweite Iteration und das Spiel generell überarbeitet. Die Szene zeigt wie gehabt das Endgame mit sehr vielen Einheiten, aber sichtbar mehr und klar besseren Effekten sowie Texturen.

Eine der spannendsten Neuerungen ist Async Compute oder genauer, der laut Oxide Games weitaus häufigere Einsatz von Async Shadern. Bei AMD-Grafikkarten sind bei allen Modellen mit GCN-Architektur (Graphics Core Next, an Radeon HD 7000) sogenannte Asynchronous Compute Engines verbaut, welche Warteschlangen mit Compute- und Grafik-Befehlen parallel in Hardware abarbeiten können. Nvidia-Karten haben die optionale D3D12-Funktion anders implementiert, was in Ashes of the Singularity sichtbar wird.

Während AMDs Radeon-Modelle fast durch die Bank durch Async Compute rund 10 Prozent an Leistung gewinnen, büßen jegliche Nvidia-Grafikkarten ein bisschen an Geschwindigkeit ein. Zusammen mit weiteren Optimierungen zeigt Ashes of the Singularity daher ein recht ungewöhnlicher Anblick: Eine Fury X erreicht unter D3D12 in allen Auflösungen mit hohen oder exremen Details rund 25 Prozent mehr Bilder pro Sekunde (68 statt 54 fps) als eine Geforce GTX 980 Ti, die von einer sonst klar langsameren Radeon R9 390X eingeholt wird.

Die 310 Euro teure Geforce GTX 970 wiederum liegt nur gleichauf mit einer Radeon R9 380X, die schon für 230 Euro zu haben ist. Diese Werte gelten allerdings nur unter Windows 10 mit D3D12, denn unter Direct3D 11 schneiden die Nvidia-Modelle deutlich besser ab und überholen die genannten AMD-Pendants. Hintergrund dürfte die unter D3D11 im CPU-Limit durch viele Draw-Calls schwache Radeon-Software sein. Dafür spricht, dass der Abstand von D3D12 zu D3D11 mit steigender Draw-Call-Anzahl brav skaliert.

Multi-Adapter skaliert mäßig, Multithreading dagegen gut

Sehr interessant, zumindest theoretisch, ist eine D3D12-Funktion namens Unlinked-Multi-Adapter: Die muss explizit vom Entwickler eingebaut werden und ermöglicht es, unterschiedliche Grafikkarten zu koppeln. Das gilt für eine langsame und eine schnelle Karte eines Herstellers ebenso wie für eine Geforce mit einer Radeon oder einer iGPU von Intel. Das klappt erstaunlich gut, die Skalierung ist aber trotz Alternate Frame Rendering CPU-limitiert: Wird eine Geforce GTX 980 mit einer Radeon R9 390X kombiniert, steigt die Leistung je nach Basiskarte um 50 bis 65 Prozent. Interessant dürfte werden, wie sich ein aktuelles Modell kombiniert mit einem älteren schlägt.

Apropos älter: AMDs FX-Prozessoren erleben durch Direct3D 12 eine Art zweiten Frühling. Statt mit rund 35 Prozent Differenz hoffnungslos unter D3D11 abgeschlagen zu sein, erreicht ein FX-8370 unter D3D12 fast die Leistung des sonst viel flotteren Core i5-4690. An den schnellen und teuren Core i7-6700K kommt der FX zwar nicht heran. Dennoch gefällt uns die gebotene Geschwindigkeit, insbesondere bei vielen Draw-Calls.

Was bleibt, ist ein auf reinen AMD-Systemen beeindruckender Leistungszuwachs durch D3D12, was bei einem Gaming-Evolved-Titel nicht überrascht. Wir sind gespannt, ob sich Ashes of the Singularity als Einzelfall entpuppt, oder ob Spiele wie Hitman ebenfalls solche Resultate aufweisen werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

Anonymer Nutzer 25. Feb 2016

Naja, also als ich mal meine Grafikkarte berechnet habe, da ging es um entweder GTX960...

Spiritogre 25. Feb 2016

Ich nutze sowohl NVidia als auch AMD Karten. Rein von der Preis / Leistung bevorzuge ich...

NeoTiger 25. Feb 2016

Nach anfänglichem Hype aufgrund von Marketing-Versprechen über neue Performance-Welten...


Folgen Sie uns
       


Dragon Quest 11 - Test

Der 11. der Teil der Dragon-Quest-Reihe bleibt bei den Wurzeln der über 30 Jahre alten Serie und macht damit fast alles richtig.

Dragon Quest 11 - Test Video aufrufen
Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  2. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor
  3. NAND und DRAM Samsung scheint künstlich Flash-Preise hoch zu halten

Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht
Lichtverschmutzung
Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht

LEDs für den Garten sind energiesparend und praktisch - für Menschen und manche Fledermäuse. Für viele Tiere haben sie jedoch fatale Auswirkungen. Aber mit einigen Änderungen lässt sich die Gartenbeleuchtung so gestalten, dass sich auch Tiere wohlfühlen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Play und Signe Neue farbige Philips-Hue-Leuchten für indirektes Licht
  2. Smart Home Weitere Hue-Leuchten fürs Badezimmer vorgestellt
  3. Badezimmerspiegel Philips Hue kommt ins Bad

Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

    •  /