Wie kommt das Kohlendioxid aus der Atmosphäre? Wissenschaftler bauen eine Anlage, die das Gas aus der Luft in einen Rohstoff beispielsweise für Akkus verwandelt.
Hohen Druck oder eine niedrige Temperatur braucht es, um Wasserstoff in den Tank eines Brennstoffzellenautos zu bringen. Eine neue Technik, die Forscher in Norddeutschland entwickeln, soll den Umgang mit dem Wasserstoff deutlich vereinfachen. VW testet den Tank bereits.
Volkswagen gibt die Entwicklung neuer Erdgasmodelle auf. Aktuell verkaufte Autos bekommen keine Nachfolger mehr. Auch Antriebe mit Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen haben keine großen Zukunftschancen.
/66Kommentare/Von Martin Murphy (Handelsblatt) und Stefan Menzel (Handelsblatt)
Schon lange versuchen Forscher, die Funktionsweise von Blättern nachzuahmen. Nun soll es endlich gelingen - und um Längen effizienter sein als andere Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff.
Der Ridepooling-Dienst Clevershuttle plant in Berlin den Einsatz des Hyundai Nexo als Brennstoffzellenauto. Zunächst sollen 25 Fahrzeuge eingesetzt werden.
Zwei norddeutsche Unternehmen wollen zusammen einen elektrischen Antriebsstrang für Sportflugzeuge entwickeln. In Zukunft sollen die Flugzeuge eine Brennstoffzelle bekommen, die mit grünem Wasserstoff betrieben wird.
Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
In der Lausitz entsteht in den kommenden Jahren ein Reallabor für die Energiewende. Dort soll eine Anlage gebaut werden, die Windstrom in Form von Wasserstoff speichert. Der Wasserstoff soll als Treibstoff für Brennstoffzellenautos, aber auch zur Erzeugung von Strom eingesetzt werden.
Dänemark will seine klimaschädlichen Emissionen bis 2030 um 70 Prozent reduzieren. Eine Maßnahme ist der weitere Ausbau der Windenergie. Die Regierung plant einen riesigen Windpark mit angeschlossener Power-To-X-Anlage auf einer künstlichen Insel.
Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Die Stahlindustrie gehört zu den größten Emittenten von Kohlendioxid. Der Konzern Thyssen-Krupp will das ändern, indem er Wasserstoff im Hochofen einsetzt. Ein Pilotprojekt ist in Duisburg gestartet.
Der Norden setzt auf Wasserstoff: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben eine gemeinsame Strategie beschlossen, um die Energiewende voranzutreiben. Dazu gehört auch, dass künftig Häfen nur noch von sauberen Schiffen angelaufen werden dürfen.
Brennstoffzellenautos sind praktisch, weil sie sich schnell betanken lassen. Derzeit mangelt es jedoch noch an Tankstellen mit Wasserstoff. Betreiber H2 Mobility und die Bundesregierung haben einen weiteren Ausbau der Infrastruktur vereinbart.
Hamburg und Schleswig-Holstein wollen sich bis 2035 ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen versorgen. Hamburg sorgt für Speichertechnik: Im Hafen soll die derzeit größte Anlage für die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse entstehen.
Fliegen ist derzeit wegen der Auswirkungen auf die Umwelt nicht sehr gut angesehen. Das kalifornische Unternehmen Zeroavia will das ändern: Es hat einen Brennstoffzellen-Antrieb für Flugzeuge entwickelt.
Baden-Württemberg wird bei einer Neuanschaffung von Zügen für oberleitungsfreie Abschnitte auf Elektrotriebzüge setzen, die eigentlich einen Stromabnehmer nutzen. Für die sonst mit Dieselzügen betriebenen Strecken wird der Mireo von Siemens auf seinen Akku zurückgreifen.
In der Schweiz wird eine Anlage gebaut, in der Wasserstoff mit Strom aus Wasserkraft gewonnen werden soll. Mit dem Wasserstoff sollen Brennstoffzellen-Lkw betrieben werden.
Die Telekom setzt mobile Basisstationen ein, um kurzfristig ein Gebiet mit Mobilfunk zu versorgen. Steht kein Stromanschluss zur Verfügung, wird eine solche Station von einem Dieselgenerator mit Strom versorgt. In Franken testet die Telekom gerade eine saubere Alternative.
Zwei Züge, 100.000 Kilometer, keine Probleme: Nach zehn Monaten regulärem Einsatz in Niedersachsen ist das französische Unternehmen Alstom zufrieden mit seinen Brennstoffzellenzügen.
Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
30 Megawattstunden Strom soll ein Speicher in 1.000 Tonnen Vulkangestein speichern können. Die einfache Technologie ist mit 45 Prozent Effizienz besser als die Speicherung mit Wasserstoff und Brennstoffzelle. Was würde das für die Energiewende bedeuten?
Kerosin mit genau eingestellter Zusammensetzung soll bei der Verbrennung weniger Schadstoffe freisetzen als Kerosin aus Erdöl. In Spanien wurde in einer speziellen Anlage erstmals ein solcher synthetischer Brennstoff mit Hilfe von Sonnenenergie erzeugt.
Der hessische Verkehrsverbund RMV will künftig Brennstoffzellenzüge auf nicht-elektrifizierten Strecken im Taunus einsetzen. Die Züge wird der französische Hersteller Alstom liefern.
Windräder stehen oft still, wenn sie keinen Strom ins Netz einspeisen können. Zwei Konsortien in Deutschland wollen diese Windkraft nutzen, um Wasserstoff zu erzeugen und diesen ins Gasnetz einzuspeisen.
Saubere Luft und Unabhängigkeit von Ölimporten: Mit der Umstellung der Wirtschaft auf den Energieträger Wasserstoff will die japanische Regierung gleich zwei große politische Probleme lösen. Das Konzept erscheint attraktiv, hat aber auch entscheidende Nachteile.
Mit einem Schienennetz, das nur zu einem Drittel elektrifiziert ist, bietet Thüringen gute Voraussetzungen für Züge mit Brennstoffzellenantrieb. In zwei Jahren soll der von Alstom gebaute Coradia iLint auf der ersten Strecke in Thüringen fahren.
Bisher hat Hyundai Brennstoffzellenautos für den Personenverkehr gebaut. Im kommenden Jahr wird der koreanische Autohersteller Elektroautos mit Brennstoffzellen auch für den Schwerverkehr bauen.
Mit einem energieautonomen Katamaran will ein Team um den französischen Profi-Segler Victorien Erussard sechs Jahre lang um die Welt fahren. Möglich machen soll das eine Antriebskombination aus Wasserstoff, Wind- und Solarenergie.
Die elektrisch betriebenen Lastwagen von Mercedes könnten mit einer Brennstoffzelle langstreckentauglich werden. Das Unternehmen hat ein Konzept vorgestellt, mit dem ein Wohnmobil bis zu 500 km weit kommt und in Minuten vollgetankt ist.
Auf den schottischen Orkney-Inseln wird viel saubere Energietechnik getestet. In einige Jahren soll dort die erste Hochseefähre mit Brennstoffzelle fahren. Der Bau beginnt dieser Tage. An dem Projekt beteiligt ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht ergeben: Treibstoff. In Spanien wird eine Anlage in Betrieb genommen, in der mit Hilfe von Sonnenlicht eine Vorstufe für synthetisches Kerosin erzeugt oder Wasserstoff gewonnen wird. Ein Projektverantwortlicher vom DLR hat uns erklärt, warum die Forschung an Brennstoffen trotz Energiewende sinnvoll ist.
Ein Nahverkehrszug mit Elektroantrieb ist eigentlich keine Erwähnung wert, dieser jedoch schon: Der vom französischen Konzern Alstom entwickelte Coradia iLint hat einen Antrieb mit Brennstoffzelle. Wir sind mitgefahren.
Genfer Autosalon Beim Genfer Autosalon scheint die Kombination aus Brennstoffzelle und Wasserstoff keine Rolle zu spielen. Die Hersteller setzen auf Akkus. Lediglich Hyundai zeigt mit dem Nexo eine Neuheit, die gegen den Strom fährt.
Toyota plant in Long Beach seine erste Tri-Gen-Anlage in Nordamerika. Dort sollen aus Kuhmist Strom, Wasserstoff und Wasser erzeugt werden. Vornehmlich sollen damit Fahrzeuge betrieben werden.
Schluss mit Diesel: Pendler aus dem Berliner Umland sollen künftig mit sauberen Zügen fahren. Die brandenburgische Eisenbahngesellschaft NEB will sie mit Brennstoffzellenzügen befördern.
Toyota hat mit einer Luxuslimousine und einem kleinen Bus zwei Fahrzeuge mit Brennstoffzelle und Elektromotor präsentiert. Der Bus hat Marktchancen, während die Limousine eine Machbarkeitsstudie ist.
Daimler-Chef Dieter Zetsche will das Wasserstoff-Brennstoffzellen-Auto nicht mehr als wichtige Zukunftstechnik behandeln. Sinkende Akkukosten machen das Elektroauto attraktiver.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat eine künstliche Sonne gebaut und will damit auch effizientere Wege zur Erzeugung von Wasserstoff suchen. Obwohl die Forschung schon ein halbes Jahrhundert läuft, funktioniert noch kein Prozess so gut wie erhofft.
Ein neues Verfahren soll die Erzeugung von Wasserstoff deutlich günstiger machen. Entscheidend ist der eingesetzte Katalysator. Der ist in der australischen Heimat der Entwickler leicht zu finden.
Wasserstoff ist ein guter Energieträger, aber er ist schwierig zu erzeugen. US-Forscher haben ein System entwickelt, das mit Hilfe von Sonnenlicht Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufspaltet. Es imitiert dabei Pflanzen.
Das Unternehmen Intelligent Energy will eine Brennstoffzelle entwickelt haben, die so kompakt gebaut ist, dass sie in das Gehäuse des iPhone 6 passt. Angeblich besitzt das Unternehmen enge Kontakte zu Apple, doch einen Beleg dafür gibt es nicht.
Wasserstoff aus Sonnenlicht: Niederländische Forscher haben mit Hilfe von Nanotechnologie eine Solarzelle entwickelt, die Wasserstoff produziert. Er könnte als Treibstoff für Brennstoffzellen in Elektroautos dienen.
Normale Quadcopter fliegen mit einer Akkuladung nicht einmal eine halbe Stunde, doch der Hycopter von Horizon Unmanned Systems soll sich bis zu vier Stunden in der Luft halten können. Die elektrische Energie gewinnt die Drohne mit Hilfe einer Brennstoffzelle aus Wasserstoff.
Treibstoff produzieren und am gleichen Ort verkaufen: Mit einem neuen Verfahren lässt sich Wasserstoff aus den Resten von Maispflanzen gewinnen. Verarbeitet wird direkt an der Tankstelle.
In einem See mit recht ungemütlichen Bedingungen haben US-Forscher ein Bakterium gefunden, das einen überraschenden Stoffwechsel hat: Es produziert Wasserstoff.
Boeings Drohne Phantom Eye hat ihren Erstflug absolviert. Der verlief erfolgversprechend, aber nicht reibungslos - bei der Landung nahm das mit Wasserstoff angetriebene unbemannte Fluggerät Schaden.