Barrierefreiheit beschreibt ganz allgemein eine Nutzung von Gegenständen, Gebrauchsgütern und Objekten ohne Hürden. "Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind", so die Definition im Bundesgleichstellungsgesetz. In der Online-Welt geht es vor allem darum, dass Webseiten so ausgelegt werden, dass auch Menschen mit einer Behinderung diese nutzen könnnen, sei es, dass sich die Seite beispielsweise auch mit einer Braille-Zeile vernünftig lesen lässt oder interaktive Elemente so gehalten sind, dass auch Menschen mit motorischen Störungen diese nutzen können.
Das Ubuntu-Design-Team hat Pläne für Änderungen an den Systemeinstellungen veröffentlicht. Ein neues GUI für den Activity-Log-Manager soll für mehr Privatsphäre sorgen.












An der US-Uni Stanford wurde eine Blindentastatur für Touchscreens entwickelt. Damit können mit acht Fingern ohne haptisches Feedback Texte in Braille-Schrift eingetippt werden. Damit das funktioniert, passt sich die Bildschirmtastatur an den blinden Benutzer automatisch an.
Das Gnome-Team hat die finale Version 3.2 seines Linux-Desktops freigegeben. Das aktuelle Gnome bietet eine zentrale Verwaltung für Zugänge zu Onlinediensten. Außerdem haben die Entwickler einige wesentliche Detailverbesserungen integriert.
Raul Krauthausen ist das Aushängeschild von Wheelmap.org. Auf der Open Street Map markieren die Nutzer rollstuhlgerechte Orte. Nun bekommt er Unterstützung von Google.
Desktop Summit 2011 In den für Herbst geplanten Release 3.2 des Gnome-Desktops hat das Gnome-Team kleine Verbesserungen eingepflegt, darunter die Vergrößerung der Fensterrahmen. Künftig wollen die Entwickler die Gnome-Shell in großem Umfang erweiterbar machen.
Klaus Knopper hat seine Linux-Distribution Knoppix 6.7 freigegeben. Sie basiert auf dem aktuellen Debian 6.0.2 alias "Squeeze" mit dem Linux-Kernel 2.6.39.3. Als Desktop kommt LXDE zum Einsatz.
Die Mozilla-Entwickler Chris Jones und Andreas Gal haben mit pdf.js eine Javascript-Bibliothek veröffentlicht, mit der sich PDF-Dokumente rendern lassen. So lassen sich PDF-Dateien im Browser ohne ein entsprechendes Plugin anzeigen.
Eine automatische Gebärdenübersetzung soll gehörlosen Zuschauern in Japan das Fernsehen erleichtern: Ein Avatar soll den Text einer Sendung als Gebärden darstellen. Das System hat jedoch noch Tücken.
Die TV-Woche vom 30. Mai bis zum 5. Juni wartet mit der TV-Premiere eines Films von 1929 auf. Allerdings zu nachtschlafender Zeit. Es lohnt sich aber trotzdem, wachzubleiben, denn beim Ansehen drängt sich der Gedanke auf, dass Max Frisch nur geklaut hat.
Ein computergestütztes System soll Blinden die Orientierung ermöglichen. Eine Kamera nimmt die Umgebung auf. Ein Computer wertet deren Bilder aus und geleitet den Nutzer um Hindernisse herum.
Das World Wide Web Consortium (W3C) ruft den sogenannten "Last Call" für HTML5 aus, die zweite Stufe im Entwicklungsprozess eines neuen Webstandards. Die Fertigstellung des Standards wird für 2014 erwartet.
Im August 2011 findet in Berlin die größte internationale Veranstaltung um freie Desktops statt. Der Desktop Summit vereint die Konferenzen Akademy (KDE) und Gudec (Gnome) und beschäftigt sich in mehr als 170 Vorträgen nicht nur mit der Zukunft der beiden Projekte.
Hyperbraille ist ein von deutschen Universitäten und Unternehmen entwickeltes taktiles Display. Anders als Screen Reader, die nur Text ausgeben, kann es auch Grafiken darstellen.
Amazon präsentiert einen werbefinanzierten E-Book-Reader: Der Kindle Special Offers ist günstiger als der normale Kindle. Dafür zeigt er im ausgeschalteten Zustand sowie im Hauptmenü Werbung an.
Bei Opensuse 11.4 verzichten die Entwickler auf optische Spielereien. Stattdessen liefern sie ein stabiles Betriebssystem samt aktuellem Linux-Kernel mit neuen Treibern.
Cebit Nutzer können möglicherweise ihren Computer bald mit den Augen steuern: Das schwedische Unternehmen Tobii hat zusammen mit Lenovo ein Notebook entwickelt, das über ein Eyetrackingsystem verfügt.
Im Rahmenprogramm eines Autorennens in Florida hat ein blinder Fahrer einen umgebauten Ford Escape ohne fremde Hilfe gesteuert. Das Auto wurde von US-Wissenschaftlern mit speziellen Assistenzsystemen ausgestattet. Sie signalisierten dem Mann, wohin er lenken und ob er beschleunigen oder bremsen sollte.
Die Software Ben des Senioren-PCs bietet die Firma Software4g nun auch einzeln an. Sie ist für Touchscreens optimiert und soll auch sehschwachen Nutzern helfen.
Schnee zum 1. Advent allerorten, der Winter schickt sich an, der Klimaerwärmung zu widersprechen. Der Weihnachtskitsch hält sich in der TV-Woche vom 29. November bis zum 5. Dezember zum Glück noch in Grenzen. Dafür findet der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember größere mediale Beachtung als in den vergangenen Jahren, obwohl es sich um eine 80er-Jahre-Krankheit handelt.
Die Javascript-Bibliothek Ext JS soll in der kommenden Version 4 schneller, einfacher und stabiler sein und erhält zudem umfangreiche neue Funktionen. Sencha gab eine erste Vorschau auf Ext JS 4.
Mozilla hat im Jahr 2009 einen Umsatz von 104 Millionen US-Dollar erzielt, 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus Mozillas Jahresbericht "The State of Mozilla" hervor.
Die Arbeiten am Projekt jQuery Mobile schreiten voran. Ziel ist es, die populäre Javascript-Bibliothek zur Entwicklung mobiler Webapplikationen zu rüsten. Aktuell liegt eine zweite Alphaversion von jQuery Mobile 1.0 vor, im Januar 2011 soll die Final erscheinen.
Die Mozilla-Foundation und das F123.org-Projekt haben insgesamt 15.000 US-Dollar an das Gnome-Projekt gestiftet, um den barrierefreien Zugang zum Gnome-Desktop zu verbessern. Die Entwickler wollen damit unter anderem den Orca-Screenreader beschleunigen.
Wheelmap ist eine digitale Landkarte, die zeigt, ob öffentlich zugängliche Gebäude rollstuhlgerecht sind oder ob Stufen am Eingang oder drinnen ein unüberwindliches Hindernis darstellen.
Anfang des Jahres hatte Ray Kurzweil die von ihm mitentwickelte E-Book-Software vorgestellt. In der kommenden Woche soll das Programm endlich verfügbar sein, zunächst für Windows. Applikationen für Android und iOS sollen aber folgen. Außerdem soll die Software für mobile Lesegeräte erscheinen.
Gemeinsam mit britischen Privatsendern will die BBC mit dem Project Canvas einen neuen Standard für Internetfernsehen etablieren. Die Plattform soll 2011 unter dem Namen Youview starten.
Ifa 2010 Schwerhörigen fällt das Telefonieren oft auch mit Hörgerät schwer. Ein von Fraunhofer-Forschern entwickeltes System soll ihnen die Telekommunikation erleichtern: Es unterdrückt Hintergrundgeräusche und verstärkt die Frequenzen, auf denen der Nutzer schlecht hört.
Zwei Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart hat Amazon die ersten Geräte der neuen Kindle-Generation verschickt. Der E-Book-Reader hat sich laut dem Onlinehändler in den vergangenen vier Wochen besser verkauft als jedes andere Produkt.
Das Opencast-Projekt hat seine quelloffene Software zur Video- und Audioaufzeichnung von Vorlesungen veröffentlicht. Zusätzlich zur Koordination mehrerer Aufnahmegeräte soll die Software später auch die Suche im aufgezeichneten Material ermöglichen.
Ein US-Blog hat eine Gebrauchsanleitung für den neuen Kindle veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der E-Book-Reader ein Mikrofon haben wird. Das soll jedoch erst später aktiviert werden.
Kaum eine Einrichtung des Bundes unterstützt das freie Dokumentenformat ODF. Auf eine entsprechende Anfrage der Free Software Foundation Europe antworteten lediglich Bundeskanzleramt und Verbraucherministerium mit Schreiben im Opendocument-Format.
Das freie Help-Desk-System OTRS bekommt in der Version 3.0 ein komplett neues Userinterface, das mit der jetzt veröffentlichten Betaversion bereits ausprobiert werden kann.
Amazon hat eine neue Generation seines E-Book-Readers Kindle angekündigt. Der Nachfolger des erfolgreichen Kindle 2 hat ein besseres Display, mehr Speicher und WLAN. Außerdem gibt es das Gehäuse nicht mehr nur in weiß.
Die Gnome-Entwickler haben beschlossen, Version 3.0 des Gnome-Desktops erst im Frühjahr 2011 zu veröffentlichen. Wesentliche Komponenten wie die Gnome-Shell und Programme zur Barrierefreiheit müssten noch verbessert werden. Ursprünglich hatte Gnome 3.0 im September 2010 erscheinen sollen.
Die freie Javascript-Bibliothek Dojo Toolkit ist in der Version 1.5 erschienen. Sie wartet mit zahlreichen Neuerungen auf, darunter Verbesserungen an den User-Interface-Komponenten.
Die Arbeitsgruppe Open Accessibility der Linux Foundation stellt die Windows-Bibliothek IAccessible2 unter die BSD-Lizenz, um auf diesem Weg zu helfen, mehr Windows-Applikationen barrierefrei zu machen.
US-Wissenschaftler haben technische Mittel entwickelt, die es Blinden und Sehbehinderten ermöglichen sollen, ein Auto zu steuern. Sie wollen ein Serienfahrzeug von Ford damit ausstatten. Anfang kommenden Jahres soll es auf einer US-Rennstrecke vorgestellt werden.
Die BBC wird sich am Projekt Canvas beteiligen, um einen Standard für Internetfernsehen zu entwickeln. Zuschauer sollen damit am Fernseher auf Internetinhalte zugreifen können, was auch herkömmliche Fernsehinhalte sowie On-Demand-Inhalte umfasst.
Google hat eine Erweiterung für den Webbrowser Chrome vorgestellt, mit der der ausgewählte Text einer Website stark vergrößert dargestellt wird. Dank Tastenkommandos kann auch im Text navigiert werden. Mit Chromevis können Websites ohne Codeänderung barrierearm dargestellt werden.
Für Apples Betriebssysteme gibt es wieder ein größeres Sicherheitsupdate, das zum Teil auch Verbesserungen und Fehlerbehebungen mitbringt. Jeder, der Mac OS X 10.5 (Leopard) oder 10.6 (Snow Leopard) einsetzt, sollte das Update installieren.
Zusammen mit dem Flash Player 10.1 hat Adobe auch seine Runtime Air 2.0 veröffentlicht. Damit lassen sich Desktopapplikationen für Windows, Linux und Mac OS X mit Webtechnik wie HTML, CSS und Javascript sowie Adobe Flash entwickeln.
Die Mitglieder des Gnome-Projekts haben die Komponentenliste für die bevorstehende Version 3.0 gesichtet und Entscheidungen zu den meisten Funktionen gefällt. Das Activity Journal und Zeitgeist sind vorerst durchgefallen, die endgültige Entscheidung über die Gnome-Shell steht noch aus.
Die von der Free Software Foundation gegründete GNU-Accessibility-Initiative hat einen Direktor: Chris Hofstader. Die Initiative soll sich künftig verstärkt um die Förderung von Software für behinderte Menschen kümmern.
Über sein Blog hat Opensuse-Entwickler Andrew Wafaa dazu aufgerufen, der Barrierefreiheit von Opensuse mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Linux-Distribution soll beim Thema Accessibility künftig eine führende Rolle einnehmen.
Die Ausgabe 19.0 der Opensource-DVD bringt 18 neue und 93 aktualisierte Open-Source-Programme für Windows mit. Drei Applikationen wurden hingegen aus der Sammlung entfernt.
Farbfehlsichtige sind für Webdesigner eine große Herausforderung, gilt es doch, Farbkombinationen für wichtige Seitenelemente zu finden, die von möglichst allen Nutzern erkannt und unterschieden werden können. Chrometric ist ein einfacher Browser, der unterschiedliche Formen von Fehlsichtigkeiten mit ganz normalen Webseiten simulieren kann.
Um Blinden und Sehbehinderten den gleichen Zugang zu Bildung zu ermöglichen wie Sehenden, baut die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig eine eigene Bibliothek. Libreka will digitale Texte zur Verfügung stellen, die dann entsprechend aufbereitet werden.
Künftig soll Blinden ein kompletter Bildschirm mit fühlbaren Pixeln zur Verfügung stehen, und nicht mehr nur eine einzelne, teure Braille-Textzeile. Forscher an der North Carolina State University wollen das mit elektroaktiven Polymeren möglichst günstig ermöglichen.
Cebit Einen sprechenden Computer hat Klaus Knopper mit seinem Adriane-Projekt vorgestellt. Sehbehinderte können damit nicht nur Texte erstellen, sondern auch im Internet surfen. Der Rechner dient auch als Kommunikationszentrale.
US-Universitäten führen E-Book-Reader nur dann ein, wenn sie auch für blinde und sehbehinderte Studenten nutzbar sind. Dazu haben sich vier Hochschulen gegenüber dem Justizministerium verpflichtet.
Damit sich mehr Interessierte an der ausgebuchten Fachtagung "Konzepte und Zukunftsbilder für ein Barrierefreies Internet" der Aktion Mensch beteiligen können, bietet der Veranstalter am heutigen 6. Mai 2008 einen Livestream des Programms an. Wer will, kann über eine Kommentarfunktion online Fragen stellen und mit anderen Teilnehmern diskutieren.
In einem neuen "Outreach Program" geht die Gnome Foundation nun die Barrierefreiheit der Desktop-Umgebung an. Insgesamt stehen dabei 50.000,- US-Dollar zur Verfügung, die unter den Teilnehmern aufgeteilt werden. Neben konkreten Verbesserungen soll dadurch auch das Bewusstsein für Accessibility in der Gnome-Community gestärkt werden.
Das BIENE-Projekt der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen plant die nach eigenen Angaben erste Studie zur Nutzung des "Web 2.0" durch Menschen mit Behinderungen. In Zukunft sollen auch <em>"dynamische Webanwendungen"</em> wie <em>"Wikipedia, Flickr, YouTube oder Google Maps"</em> auf Barrierefreiheit bewertet und Webdesignern Kriterien für eine bessere Umsetzung an die Hand gegeben werden können.
Am 23. August 2004 fand im Rahmen des KDE-Entwicklertreffens in Ludwigsburg das "Unix Accessibility Forum" statt, das sich mit den Möglichkeiten für Behinderte, unter Unix zu arbeiten, befasst. Golem.de sprach am Rande der Konferenz mit Lars Stetten, einem sehbehinderten Informatikstudenten aus Gießen, der sich seit Jahren mit der Nutzbarkeit von Linux- und Unix-Desktops für Sehbehinderte beschäftigt, über die aktuelle Situation sowie dringend notwendige Verbesserungen in diesem Bereich.
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